Ich wollte Katzen helfen, da kam der Duft

Ich wollte Katzen helfen, da kam der Duft

Beitragvon Monja » Montag 1. Juni 2009, 12:45

So, hier mal wieder eine kleine Geschichte, die sich gestern zugetragen
hat. Bei der Gelegenheit fällt mir ein, WAS ist eigentlich, wenn wir mit
unserem Duftproblem mal an einen Unfallort kommen und Erste Hilfe leisten
müssen, oder egal, vielleicht nur im Fahrstuhl oder so, und der Verletzte
ist stark parfümiert? Was dann? kriegt man uns ran wegen unterlassener Hilfe-
leistung? Hier im Haus war so ein kleiner Opi, eine einzige Parfümbombe der
Mann, man konnte weder Fahrstuhl noch Treppenhaus benutzen, wenn er unterwegs
war. Nun ist er tot. Na das nur nebenbei...

Also, gestern Pfingstsonntag, ich wollte meinem leidenden Körper mal was Gutes
tun und bin in den Wald geradelt. Ach was für eine herrliche Luft, doch an dem
See angekommen, wo ich etwas liegen wollte, ein Moder- Geruch oder Gammel oder
so, der See war wohl umgekippt? Hm schnell weg da wieder, also weiter durch den
Wald geradelt, zufuß gehts nicht mehr, aber aufm Rad gemütlich ist okay. Also
nach Stunden, weil ich mich komplett verfahren hatte, raus aus dem Wald, herrlich
erfrischt und gesund und dadurch hoch erfreut, fand ich an der Pinwand unseres
Treppenhauses einen kleinen Zettel mit Hilferuf: 2 Wochen Krankenhaus, wer versorgt
meine Katzen? Ich naklar gleich angerufen, war kein Name dabei. Die Nummer komplett
falsch. Watt nu? Wie denjenigen finden bei 160 Wohnungen? Uff.

Da fiel mir eine Frau ein, in meinem Alter, deren Wäsche immer am allerschlimmsten
vom Trockenraum durchs ganze Haus nach Lenor stinkt, dass ich an dem Tag nur mit Maske
rumlaufe. Sie sagte mir, dann würde die Wäsche nicht so kraus, sie ist Pflegerin. Ich
sagte ihr damals, ist lange her: die armen Kranken und die armen Katzen, die sie hat.

Also ich bei der Frau geklingelt und tatsächlich, sie war die mit dem Zettel. Sie zeigte
und erklärte mir alles, was ziemlich viel Zeit in Anspruch nahm, da ja auch die lange
Vorgeschichte ihrer Krankheit usw. dauerte, mir wurde in der Wohnung immer schwummeriger,
mein Kopf bekam wieder dieses schwere Fußballgefühl und konnte sich kaum noch auf dem
nun weichen instabilen Hals halten. Alles in der Wohnung, auch die vielen Katzendecken
war naklar dick in Lenor getaucht. Sie selbst trug wie sie es nannte: Körperspray und
dann der Hammer, als ich kaum noch sprechen konnte: Duftstecker in der Steckdose ! Oh nee,
ich sagte ihr, wie giftig das Teil ist, für sie war das alles Neuland, noch NIE von sowas gehört.

Ich fragte, wieso haben Sie sich nicht gleich an mich gewandt wegen Katzen und Blumenver-
sorgung, ich bin doch im Haus sehr bekannt. Sie sagte, wegen meiner Maske ! Sie sieht mich
im Waschraum immer nur mit Maske und dachte weiß der Geier was ich habe. Ich sagte: Jaaa,
immer wenn Sie waschen, muss ich Maske tragen wegen ihres Lenor. Sie staunte Bauklötzer,
darauf wäre sie nicht gekommen. Also Leute, unsere Maske wird immerzu deutlich missverstanden,
die Leute interpretieren sie anders.

Nun muss ich, wenn die mitlerweile 16 Stunden Kopfschmerzen und Schwindel aufhören, wegen
ihrer Wohnung, mit ihr nochmal alles duftfrei abklären, sie muss die Lenordecken alle
nochmal heiß waschen OHNE Gift und die Seifenspender wegstellen und all das, was ich
in dem Zustand gar nicht alles überblicken konnte, was da noch an Düften rum stand.
Au weia, das wird kein leichtes Unterfangen. Andererseits nimmt keiner die Katzen auf,
wenn sie nicht geimpft sind, also nützt ja nix..

Herzlichst Monja

PS: ich hab eben editiert, die Frau ist ne sehr Nette und hat sich auch gleich informiert über
alles mit Düften und MCS. Ich war durch die Schmerzen so ärgerlich
beim schreiben, nun bin ich eher froh, dass ich durchgehalten habe, denn auch ich
kann mal jemanden brauchen für meine Tiere, die ja auch nicht geimpft sind. Wenn
jeder jedem helfen würde, wäre allen geholfen :-)

- Editiert von Monja am 02.06.2009, 22:39 -
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Beitragvon Schnaufti » Montag 1. Juni 2009, 13:05

Hallo Monja,

pass bitte auf, wenn Du die Katzen versorgst. Geh auf
jeden Fall nur mit Maske in die Wohnung.

Ich kenne das Lenor-Problem bei den Katzendecken.
Wenn ich so manche Katzenkörbe aufmache und mir
kommt ein Schwall Weichspüler-Gestank entgegen - das
ist schrecklich. Die armen Katzen tun mir leid, die
in solchen Kisten transportiert werden. Manchmal glaube
ich einige Katzen sind nicht wegen des Tierarztbesuches
aggresiv, sondern wegen des Weichspüler-Gestankes.

Und das mit dem Körperspray hab ich auch schon erlebt, die
Leute können einfach nicht so richtig begreifen, das da
auch Duftstoffe drin sind.

Ich bin mittlerwiele bei Personen in humanmedizinischen
Berufen vorsichtig geworden. Ich habe es jetzt schon einige
Male erlebt, dass die mich dann gleich in die Psychoecke
schieben (egal ob Arzt, Krankenschwester oder Pflegerin oder
sonstwas), in der Sparte ist MCS leider immer noch nicht
wirklich akzeptiert. Es gibt zwar einige wenige, die schon
"modern" sind und MCS kennen, aber wirklich nur wenige.
Wenn sich solche Menschen aber von uns aufklären lassen und
auch einsichtig sind, dann ist das schon ein guter Anfang für
uns MCSler.

Hoffentlich richtet die Frau die ganze Wohnung für Dich verträglich
her, wenn Du die Katzen versorgen sollst.

LG
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Beitragvon Marina » Montag 1. Juni 2009, 13:44

Liebe Monja,

Du musst Tiere wirklich sehr sehr gerne haben, wenn Du das alles freiwillig auf Dich nehmen willst.
Ich bin ehrlich, bei so etwas bin ich mir lieber selbst der Nächste. Das würde ich nicht machen, mich in so eine fremde Dufthölle freiwillig zu begeben und mich weiter zu schädigen.

Pass bloß auf und mach es möglichst schnell. Nur das Nötigste und dann aber wieder raus.

Viele Grüße

Marina
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Beitragvon sunday » Montag 1. Juni 2009, 15:12

also wenn jemand verletzt wäre und ich müßte erste hilfe leisten, würde ich es in kauf nehmen, daß ich danach beschwerden habe, da geht es schließlich um menschenleben. da finde ich es völlig unerheblich, ob das sonst als unterlassene hilfeleistung gewertet wird.

aber nicht wegen irgendwelcher katzen einer stark parfümierten, die gegen bezahlung durchaus jemanden finden kann (oder bei 160 bewohnern vielleicht sogar jemanden im haus), der die katzen versorgt oder sie läßt sie halt impfen und kann sie dann in einer tierpension o.ä. unterbringen.

im übrigen reicht es bei einer solch verseuchten wohnung nicht, mal eben ein paar sachen parfümfrei zu waschen, das hängt überall drin.

ich käme allerdings auch nie auf die idee, in eine parfümverseuchte wohnung reinzugehen und mich da auch noch längere zeit aufzuhalten.
wenn man nicht nur kopfschmerzen und schwindel bekommt, die dann auch noch nach einer radtour durchs grüne schon wieder weg sind, sondern massive entzündungen von lebenswichtigen inneren organen mit inneren blutungen etc., sieht man das alles halt etwas anders.

lg
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Beitragvon Clarissa » Montag 1. Juni 2009, 15:28

sorry, die armen tiere sollte versorgen wer will, ich nicht! die armen tiere stinken doch selbererbärmlich nach dem ganzen duftgedöns.
soll sich nen homesitter besorgen der die tiere mit versorgt und gut ist.

zum thema hilfe: hilfe mit dem mobilphone herbei rufen reicht in unserem fall aus.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Holly Wood » Montag 1. Juni 2009, 18:27

Genau, MCS-Kranke, die aufgrund des benutzen Parfüms von Unfallopfern, keine Erste Hilfe leisten können, kann man dafür nicht belangen. Man kann von uns nicht erwarten, dass wir unsere eigenes Leben aufs Spiel setzen.
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Beitragvon sunday » Montag 1. Juni 2009, 19:03

??? ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, daß jemand durch das bißchen parfüm, das in 1- 2 minuten (länger dauert der direkte kontakt für die wichtigsten lebensrettenden maßnahmen nicht) noch durch eine mcs-maske durchkommt (die sollte man eigentlich immer dabei haben, weil man z.b. unterwegs vielleicht mal zur toilette muß oder sonstwie chemikalien nicht ausweichen kann) wirklich in lebensgefahr ist.
und schon garnicht jemand, der sich freiwillig eine sehr viel längere zeit freiwillig in einer stark parfümierten wohnung aufhält.

lg
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Ich wollte Katzen helfen, da kam der Duft

Beitragvon Schnaufti » Montag 1. Juni 2009, 23:36

Hallo,

ich weiß, dass sogar in einer halben Minute genug Parfüm durch eine
MCS-Maske durchkommen kann um massive Probleme zu bereiten, auch ohne
dass man sehr dicht an der "stinkenden" Person dran ist. Ich hab's schon
oft genug erlebt.

Aber ich würde im Notfall vermutlich schon helfen, wenn jemand in wirklicher
Not ist.

Ich begebe mich aber nicht mehr in duftende Wohnungen und habe mir auch geschworen
parfümierte Bekannte demnächst auch nicht mehr im Garten zu empfangen. Die
müssen demnächst wieder gehen! oder ich geh ins Haus und mein Mann unterhält
sich alleine mit ihnen.

Ich finde es ist schon ein Unterschied, ob es sich um einen Notfall handelt, oder
um "normale" Hilfe.

LG
Schnaufti
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Ich wollte Katzen helfen, da kam der Duft

Beitragvon Seelchen » Dienstag 2. Juni 2009, 13:36

Also..da muss ich doch auch was zu schreiben.
Für mich ist es völlig unverständlich,wie man so etwas auf sich nehmen kann;egal ob Katzen,hunde oder Menschen!!!
das ist doch genau der Punkt,wenn andere das wieder lesen sollten,dass sie sagen,die haben doch gar keine MCS,denn mit wirklicher MCs kann!!!!!! man so etwas nicht und dadurch wird man dann wieder in die Psycho-Ecke geschoben.
Es tut mir sehr leid,aber wenn man von en Weichspülern überall Hautverätzungen bekommt und dick geschwollene lymphknoten,dann macht man so etwas wirklich nicht ..geschweige von den Schädigungen an den inneren Organen.
Ich lag gestern den ganzen Tag mit schlimmen Leberschwellungen und Hautnesselproblemen,weil nur 7 Minuten draussen mit Abstand mein Sohn und die Family da war.
Nein,so etwas freiwillig auf sich zu nehmen,ist höchst unverständlich und nicht weise.
Seelchen
 

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Beitragvon Monja » Dienstag 2. Juni 2009, 22:22

Hallöchen,
Ach je, watt ne Aufregung hier, ich gebe schnell mal Entwarnung.:-)
Ich war gestern wieder da und absolut ALLES war weg und gereinigt.
Was da so schlimm gemüffelt hat, erfuhr ich erst jetzt, es brannte
eine Duftkerze. Nun war Balkon weit offen und nirgends kein Duft,
ich hab auch jetzt 30 Std. später keine Symptome, also war es clean.

"Wer die Menschen kennt, liebt die Tiere", eine alte Weisheit, die
auch auf mich zutrifft. Und zu helfen ist mir mein stärkstes inneres
Bedürfnis, gebraucht zu werden trotz MCS auch superwichtig. Mag sein,
dass viele das nicht nachempfinden können, aber Mütter nehmen schließlich
auch für ihre Kinder viel Schmerz und Leid in Kauf, so eben auch ich.

Ich lass mir von dieser grausamen Krankheit nicht den letzten Funken
Lebensinhalt nehmen, sie kann mich mal, sie hat mir alles zerstört und
quält mich, wo sie kann, ich verabscheue MCS wie die Pest und muss einfach
ab und zu versuchen, ganz normal zu sein, so wie ich eigentlich bin.

Salömchen hat es mal sehr treffend beschrieben: Das bin ich nicht, ich bin
ganz anders schrieb sie unter ihr Bild. So gehts auch mir, die eigentliche
Persönlichkeit in mir ist Welten (Galaxien) entfernt von der Kranken MCS-
Frau !! Darum kann ich weder die Krankheit noch mich damit annehmen und ver-
suche immer und immer wieder neue Mittelchen, um sie weg zu kriegen, da bin
ich ja offenbar auch etwas radikaler als andere. Jetzt hab ich grad begonnen,
Nasendusche mit Salbeitee zu machen, oi, das brennt höllisch, aber egal.

Herzlichst Monja
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Beitragvon Sileah » Mittwoch 3. Juni 2009, 13:58

[quote]Ich lass mir von dieser grausamen Krankheit nicht den letzten Funken
Lebensinhalt nehmen
[/quote][i]*applaudier*[/i]

Mir geht\'s auch so. Ich habe zwar andere Prioritäten, aber ich will (trotz teils erzwungener, teils einsichtiger Einschränkungen) auch leben!

Das wurde mir in letzter Zeit wieder richtig bewusst, wie wichtig Lebensfreude ist. Den Grad zwischen absoluten Verzicht und gut abgewägtem Risiko ist manchmal schmal und JedeR muss die Entscheidung selbst treffen.

Ich kann einfach nicht ohne Auto auf dem Land [i]leben.[/i]
Ich werde da ganz deprimiert, träge und leblos. Ob das nur an den Pestiziden liegt?

Ausnahme wäre was ganz Abgeschiedens mit Gleichgesinnten...und mit ner erreichbaren Stadt.

Sorry fürs OT.




- Editiert von Sileah am 03.06.2009, 14:01 -
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Beitragvon Monja » Mittwoch 3. Juni 2009, 14:13

Was heißt denn OT?
Ja, chronisch melancholisch sind jetzt kurz vor Vollmond ja
wieder viele Sensible, das kenne ich auch gut. Ich würd auch
gern mit mehreren auf dem Lande leben, sich ein Auto teilen
und dennoch jeder seinen abgeschlossenen Bereich, aber wegen
der Pestizide scheint das echt ein großes Problem zu sein. Ich
weiß von Frauen, die mich teilweise um meine fast gute Luft hier
beneiden, am äußersten Zipfel von Hamburg mit viel Grün drumrum.

Es ist aber auch offenbar für viele von uns ein schreckliches
Problem, dass es kaum brauchbare altersgerechte Männer für uns gibt.
So eine schöne Verliebtheit würde dich doch sicher auch, genau wie
mich, mal wieder auf andere Gedanken bringen, gell? Ein Tierfreund,
klug und fröhlich, sensibel und hilfsbereit, fleißig und gepflegt,
der weiß was Dauerkranksein bedeutet und für den es keine Einschränkung
sondern Bereicherung ist, auf Gifte zu verzichten, ach schwärrrrm...:-)

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Beitragvon Sileah » Mittwoch 3. Juni 2009, 14:37

Ich bin noch nicht sooo alt *gg*
Du doch auch nicht, oder? Auf Deinem vorigen Avatar siehst Du doch recht jung und hübsch aus :o)

Ich krieg echt die Krise auf dem Land, wenn ich nicht weg kann. Alles ist sehr mühsam (einkaufen etc), zudem die vielen, unendlichen Felder. Ich komme wirklich besser mit der Feinstaubbelastung einer Stadt zurecht, jedenfalls in Maßen ;-). Ich habe das Gefühl, dauernd fährt ein Bauer irgendwo rum. Zudem bin ich auch vom Wesen ein Stadtkind. Ich muss klar auf die Krankheit Rücksicht nehmen, doch wenn ich unter den Pestiziden noch mehr leide, kann ich gleich da leben, wo\'s mir eh besser gefällt.

OT=off-topic ;-)
- Editiert von Sileah am 03.06.2009, 15:22 -
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Beitragvon Schnaufti » Mittwoch 3. Juni 2009, 22:48

Hallo,

also ich meinte mit: "Aber ich würde im Notfall vermutlich schon helfen, wenn jemand in wirklicher
Not ist." wirklich nur einen lebensbedrohlichen Notfall. Außerdem kann Hilfe ja auch schon sein, wenn
man profesionelle Hilfe organisiert.
Ich vermeide nach Möglichkeit ohnehin jeden Kontakt mit bedufteten Leuten und somit werde ich nicht
unbedingt in diese Not kommen jemanden zu helfen.
Wenn ich doch mal irgendwohin gehe (z.B. Einkaufen), dann ist auch immer aus Sicherheitsgründen jemand
bei mir und die/der könnte dann helfen.

LG
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Beitragvon Monja » Donnerstag 4. Juni 2009, 14:58

@ Sileah
doooch, ich bin schon uralt, grad 60 geworden, aber die Fotos
zeigen ja nicht die Falten :-))

@ Schnaufti,
na da hast du Glück, ich hier in meinem Senioren- Haus hab doch
schon öfter mal den einen oder anderen, der ziemlich wackelig
auf den Beinen ist oder so wie gestern vom Notarzt abgeholt wird.
Außerdem bin ich mit dem Rad immer allein unterwegs, wolln wir
hoffen, dass solches nie passiert.

@ Seelchen,
Ich habe nicht wie du diese extremen Reaktionen, obwohl mir meine
auch schon reichen, absolut. Und mein Leben sind die Tiere, bei wem
das nicht so ist, der kann das nicht verstehen ! Ich habe mich auch
schon oft um beduftete Nachbarinnen gekümmert, wenn sie nicht mehr
konnten, ich mache da nicht solchen Unterschied zwischen Tier und
Mensch und wenn ich abwäge, WAS ist jetzt wichtiger, helfen oder auf
mich selbst Rücksicht nehmen, gewinnt eh meist das Helfen. Sonst hat
man irgendwann gar keine Freunde mehr, denke ich, wenn man nicht auch
mal über seinen eigenen Schatten springt und Symptome in Kauf nimmt.

Aber auch das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich glaube nicht,
dass man deshalb bei MCS in die Psycho- Ecke gestellt wird, nur weil
man hilft wo Not ist. Man weiß von Extrem- oder Kampf- Sportlern, von
Flugzeugabstürzen oder ähnlichen Katastrophen, zu welch unvorstellbaren
Taten man in der Lage ist, wenn es die Not erfordert.

Du schreibst, mit \"wirklicher MCS kann man das nicht\"... nein, so ist es
nicht, ich musste auch noch mit schwerer MCS über 10 Jahre arbeiten, weil
kein einziger Gutachter des Arbeitsamtes, Sozialamtes, Hartz-4 MCS kannte.
Ich wäre längst verhungert und wohnungslos, wenn ich es nicht gemacht hätte.
Viele von uns mit MCS müssen doch noch arbeiten, und sind täglich Duftbomben
ausgesetzt. Und in der Bahn zum Arzt ist es ja eh nicht anders.

Herzlichst Monja
- Editiert von Monja am 04.06.2009, 15:04 -
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