ACHTUNG vor Pfifferlingen aus dem Laden

ACHTUNG vor Pfifferlingen aus dem Laden

Beitragvon Lilienblüte » Montag 27. Juli 2009, 07:59

Gift in Pfifferlingen

Die nächste Pilzsaison steht zwar erst im Spätsommer an, dennoch macht Umwelt- und Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg Importeure und Verbraucher auf die Belastung mit einem Insektenabwehrmittel bei Pfifferlingen aus Russland, Litauen und Rumänien aufmerksam. "Achten Sie beim Einkauf von frischen Pfifferlingen auf das Herkunftsland", warnt Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg.

Im Rahmen der amtlichen Lebensmitteluntersuchung wurde in den vergangenen zwei Jahren wiederholt der Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) bei frischen Pfifferlingen nachgewiesen. DEET ist ein Wirkstoff zur Abwehr von Steckmücken und Zecken, der in Mitteln verwendet wird, die auf die Haut aufgetragen werden, sogenannte Repellentien.

Die gesetzlichen Regelungen für P. sind nach dem Pflanzenschutzgesetz Stoffe, die Pflanzen vor Schadorganismen schützen, Nährstoffmangel verhindern oder beheben oder die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegenüber Schädigungen (Viren, Bakterien, Unkräuter) erhöhen. Pflanzenschutzmittel enthalten keine Zulassung für B. (Pestizide) ist der Oberbegriff für Chemikalien, die zur Bekämpfung lebender Organismen eingesetzt werden. Biozide wie DEET, so dass es nicht zur Behandlung bei Die wichtigsten O.-Arten werden wie Gemüse zur Vermarktung nach Handelsklassen eingeteilt. Obst, Gemüse oder Pilzen verwendet werden darf. Für Stoffe, die nicht explizit in den Anlagen und Anhängen der Regelungen aufgeführt sind, wird eine allgemeine Höchstmenge von 0,01 mg pro Kilogramm Lebensmittel festgelegt.

In den Jahren 2007 und 2008 wiesen 16 von 54 untersuchten Proben frischer Pfifferlinge (30 Prozent) eine Belastung mit dem Insektenabwehrmittel DEET auf. Die ermittelten Gehalte lagen zwischen 0,014 und 0,68 mg pro Kilogramm. Die Pfifferlinge kamen überwiegend aus Russland, Rumänien, Litauen und Polen. 13 Proben wurden wegen Überschreitung der allgemeinen Höchstmenge beanstandet. Acht der beanstandeten Proben kamen aus Russland, zwei aus Litauen und eine Probe aus Rumänien, bei zwei Proben war die Herkunft nicht bekannt. Die Proben aus Polen wiesen keine Belastung auf.

„Wir müssen von einer Behandlung der Pfifferlinge nach der Ernte ausgehen, das ist rechtlich unzulässig“, erläutert Minister Uhlenberg. „Von einer Gesundheitsgefahr durch DEET ist nicht auszugehen. Das zeigen umfangreiche toxikologischen Studien. Wir werden das Thema im Auge behalten und falls nötig auf europäischer Ebene die verstärkte Kontrolle von Pfifferlingen aus Drittstaaten wie zum Beispiel Russland anstoßen.“


Autor: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW
Lilienblüte
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ACHTUNG vor Pfifferlingen aus dem Laden

Beitragvon Juliane » Montag 10. August 2009, 10:00

Pfifferlinge aus diesen Regionen tragen auch noch Altlasten der Reaktorkatastophe.

Von den 68 Proben waren gut zwei Drittel gering strahlenverseucht und damit "sehr gut" und "gut". Knapp ein Drittel der Pfifferlinge stuften wir als "befriedigend" ein. Immerhin war nur eine Probe "ungenügend". Sie war so stark verseucht, dass sie eigentlich nicht mehr hätte verkauft werden dürfen.
Alle Proben mit einem "sehr gut" enthielten weniger als 20 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm (Bq/kg). In den "guten" Pfifferlingen steckten Mengen bis 50 Bq/kg. Für mögliche Strahlenschäden ist die Gesamtbelastung des Körpers, die in Millisievert angegeben wird, entscheidend. Dazu tragen andere Quellen wie die natürliche Radioaktivität und die medizinische Strahlung wie das Röntgen mit jeweils rund zwei Millisievert pro Jahr bei.
Generell gilt, dass Pfifferlinge aus Osteuropa wegen des höheren Tschernobyl-Fallouts stärker belastet sein können.


http://www.carechannel.de/cgi/ot/otgp.cgi?doc=62977
Juliane
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