Was passiert, wenn Omega3 Fettsäuren fehlen

Was passiert, wenn Omega3 Fettsäuren fehlen

Beitragvon Juliane » Montag 12. April 2010, 00:14

http://www.quax.at/news/3-46_kindliche_gehirne_verhungern_vor_vollen_k%C3%BChlschr%C3%A4nken



Die Gehirne der Kinder verhungern gleichsam vor vollen Kühlschränken. Fehlernährung führt zu Mangel an essentiellen Fettsäuren. Aktuelle Studien zeigen Zusammenhänge nicht nur mit der Entstehung des Aufmerksamkeitsstörungs-Syndroms, sondern auch mit Depression, Autismus und einer Vielzahl von Verhaltensstörungen...

Sozialmediziner Prof. Dr. Bernhard Schwarz zur Versorgungssituation der Bevölkerung: \"Wir beobachteten in der Ernährungsbilanz, die die ÖSTAT herausgibt, sogar einen Rückgang des Konsums an Fisch. Das ist fatal, denn gerade in fettreichen Fischen sind diese essentiellen Fettsäuren (Omega 3) besonders enthalten...


Die Langkettigen-Ungesättigten-Omega-Fettsäuren sind zunächst notwendig für das strukturelle Wachstum von Nervenzellen, aber auch für deren reibungsloses Funktionieren. Das bestimmt sowohl den unmittelbaren Signalaustausch über die Nervenzell-Membran als auch die Nervenleitgeschwindigkeit. Nicht nur ein Mangel auch eine Imbalance zwischen Omega3- und Omega-6-Fettsäuren führen bereits zu - zum Teil schweren - Störungen. Die verminderte Leistung der Nervenzellfunktion ist Wegbereiter für Erkrankungen wie Depression, Schizophrenie, Autismus oder das ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) mit oder ohne Hyperaktivität, um nur einige sehr plakative Beispiele zu nennen. Aber auch in anderen wichtigen Bereichen des Organismus wie etwa dem Immunsystem kann es zu massiven Störungen kommen, da diese Fettsäuren das Vorläufermolekül für viele Signalstoffe des körpereigenen Abwehrsystems darstellen, die dann vermindert gebildet werden


Prim. Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer, Landesklinikum St. Pölten und Vorsitzender der \"Ernährungskommission der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde\" zur aktuellen Situation: \"All diese Erkenntnisse sind sehr, sehr jung. Zunächst entdeckte man, dass Kinder mit dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ähnliche körperliche Symptome zeigten, wie Kinder mit einem Omega-3-Fettsäure-Mangel - also etwa trockene Haut, trockene Haare, vermehrten Durst und oftmaliges Urinieren...

Omega-Fettsäuren als \"Gehirnzellen-Doping\", als \"Red-Bull\" und \"Jungbrunnen\" der kleinen grauen Zellen? Vermutlich ja. Da lächelt Oma still und denkt an den grauenhaft schmeckenden Lebertran ihrer Kindertage zurück, der oftmals mit großem Nachdruck eingeflößt wurde.\"
- Editiert von Juliane am 12.04.2010, 07:43 -
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Was passiert, wenn Omega3 Fettsäuren fehlen

Beitragvon Juliane » Montag 12. April 2010, 07:46

Manche mögen die Erkenntnisse über Omega3 Fettsäuren gar nicht:


Zitat aus einem Interview der FR mit Ben Goldacre, "Die Wissenschaftslüge" (Fischer Taschenbuch)


"In Großbritannien wurden Kindern an Problemschulen Fischöl-Kapseln gegeben, damit sie sich besser benehmen und bessere Leistungen in der Schule erzielen sollten. Und ich frage mich: Jesus, denkt ihr wirklich, das Problem von schlechtem Benehmen und schlechten Leistungen kann man mit einer Pille lösen?


Ben Goldacre, Jahrgang 1974, ist Psychiater und arbeit für den National Health Service, das Gesundheitssystem Großbritanniens.

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?em_cnt=2481970&em_cnt_page=1
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Was passiert, wenn Omega3 Fettsäuren fehlen

Beitragvon sunday » Montag 12. April 2010, 10:39

übel schmeckenden lebertran braucht man sich gsd nicht einflößen.

alle fetten fische enthalten viel omega3 und auch einige pflanzliche nahrungsmittel wie z.b. bio-rapsöl, bio-leinsamen etc.

beim fisch sind aber eigentlich nur noch hering und wildlachs (den gibt es ganz billig bei kaisers usw. in der tk-theke, 1 paket mit 2 filets ca. 2,50) empfehlenswert.
thunfisch enthält zuviel schadstoffe und schwermetalle und makrele gibt es meist nur geräuchert, was auch nicht gerade gesund ist.
ich habe damit in verbindung mit einer entzündungshemmenden ernährung und homöopathischen medis eine nierenkrankheit mit nierenblutungen und einer nierenfunktion unter 50 %, die lt. fachärzten angeblich nicht therapierbar war (die nephrologen haben aber auch fast alle eine eigene dialysestation in der praxis, an der sie gut verdienen), ganz erheblich bessern können (bei der ersten kontrolluntersuchung nach 3 monaten war die funktion schon über 70 %, nach 6 monaten über 90 % und es hat die ärzte nicht interessiert, wie ich das geschafft habe, sie haben wieder behauptet, das ginge nicht und dann wäre das bei mir nur psych.-som. gewesen, aber psych.-som. nierenblutungen mit reduzierter nierenfunktion gibt es auch lt. schulmedizin absolut überhaupt nicht).
einige andere chron. entzündungen (gelenke, bronchien etc.) hatten sich durch meine eigenbehandlung gleichzeitig auch gebessert und die besserung ist auch weitgehend so geblieben, obwohl ich jetzt nur noch wenig fisch essen kann, da ich mir durch den damals sehr häufigen fischverzehr eine unverträglichkeit angegessen habe, aber 1-2 x pro woche eine kleine portion geht noch und das scheint (in verbindung mit entzündungshemmender ernährung und hom. medis) zu reichen.

lg
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