In der Schweiz wird geforscht:
"Wirkung von Fruktose auf den Lipid- und Glukose-Stoffwechsel beim Menschen (K. Berneis)
Nach dem Konsum wird Fruktose im Körper anders metabolisiert als Glukose (Traubenzucker). Während Glukose über einen insulinabhängigen Mechanismus aufgenommen wird, verläuft die Aufnahme von Fruktose insulinunabhängig. In einem späteren Schritt kann Fruktose dann über die sogenannte „de novo Lipogenese“ leichter zur Synthese von Triglyceriden eingesetzt werden, als dies bei Glukose der Fall ist, welche in der Leber gespeichert werden kann. Zudem kann Fruktose im Gehirn aufgrund fehlender Transportproteine nicht aufgenommen werden, und kann daher im Gegensatz zu Glukose, keine Sättigungssignale auslösen.
Daten aus Tierstudien haben gezeigt, dass ein hoher Fruktose-Konsum zu Hyperlipidämie, Bluthochdruck sowie Fettleber führen kann. Ähnliches konnte auch bereits am Menschen gezeigt werden: ein Konsum von 25% der Energie in Form von Fruktose hat negative Auswirkungen in Bezug auf Insulin-Resistenz und Dyslipidämie. Es gibt jedoch bis anhin noch keine Studien, welche über einen längeren Zeitraum den Einfluss des Konsums von unter-schiedlichen Zuckern in verschiedenen Konzentrationen bei Menschen untersucht hat.
Das Ziel der vom SNF unterstützten Fruktose-Studie ist es, den Effekt verschiedener Zuckerarten in unterschiedlichen Mengen auf den Glukose- und Lipidstoffwechsel bei gesunden Probanden zu untersuchen. Die Probanden konsumieren jeweils über einen Zeitraum von 3 Wochen die Testdrinks, welche Glukose, Fruktose oder Saccharose enthalten. Die Menge, welche täglich konsumiert wird, ist entweder 40 oder 80 g Fruktose oder Glukose bzw. 80 g Saccharose.
Die Hypothese zu dieser Studie ist, dass ein mittlerer (40 g/d) oder hoher (80 g/d) Fruktosekonsum im Vergleich sowohl zu einem isokalorischen Glukosekonsum als auch im Vergleich zu einem tiefen Fruktosekonsum negative Auswirkungen auf den Lipidstoffwechsel hat und dass zudem die Insulin- Sensitivität durch den mittleren bzw. hohen Fruktosekonsum reduziert wird...."
http://www.endokrinologie-dim.usz.ch/LehreUndForschung/Forschung/Seiten/default.aspx