Balsamico-Essig oft gepanscht!!

Balsamico-Essig oft gepanscht!!

Beitragvon Kira » Mittwoch 1. Juni 2011, 18:25

Der große Bluff
Es liegt vieles im Argen rund um die Herstellung des Aceto Balsamico di Modena. Der Kunde glaubt, ein exklusives Würzmittel zu erwerben - und kauft oft gepanschte Ware. Die Stiftung Warentest hat sich die Edel-Essige vorgenommen.
Berlin. Man nehme die edle 250-Milliliter-Flasche von Giuseppe Giusti, die für stolze 49 Euro bei Manufactum zu haben ist. Der Balsamico schmeckte einwandfrei, entpuppte sich im Labor aber als Mogelpackung, denn die Essigsäure stammt nicht nur aus Weintrauben, sondern auch aus Zuckerrüben, was verboten ist. Auch den Säuregehalt von sechs Prozent, ein Muss, erreicht er nicht. Dazu fanden die Tester beträchtliche Rückstände von Eisen, Zink und Blei.

Modena ist bis heute Zentrum der Balsamicoherstellung. Acht weiteren dunklen Essigen ergeht es ähnlich. Sie nennen sich Aceto Balsamico di Modena, erfüllen die Anforderungen aber nicht, darunter drei Aldi-Essige sowie die von Byodo und Kattus. Seit 2009 ist Aceto Balsamico di Modena in der EU eine geschützte geografische Angabe. Wer seinen Essig so nennen möchte, muss das in einer Datenbank der EU-Kommission eintragen lassen und das Etikett mit dem blaugelben Siegel der geschützten geografischen Angabe versehen. Vier Essigen fehlte das Siegel. Gut sind am Ende nur sechs: die Balsamessige von Bertolli (7 Euro pro Liter), Rewe (2,90 Euro), Ponti von Feinkost Dittmann (6 Euro), Kühne (4,80 Euro) sowie die günstigen Discounteressige Mamma Gina von Netto Markendiscount und Acentino von Lidl für 85 Cent pro 0,5 Liter.

In Geruch und Geschmack überzeugten die Essige von Giusti, Antica Acetaia und Mazzetti am meisten. Auf die vorderen Plätze schaffen sie es wegen Schwächen in anderen Prüfpunkten aber nicht.

Die meisten Balsamico im Test kommen nicht ohne Zusatzstoffe aus. Das schaffen nur sechs, darunter die Bioessige von Byodo, Kaiser\'s Tengelmann und Rapunzel. Das Gros der konventionellen Balsamico verzichtet nicht auf den Zusatzstoff E 150d, das ist Zuckerkulör. Es soll helfen, die Farbe zu stabilisieren. Auch Antioxidationsmittel wie Kaliummetabisulfit werden verwendet und sind zugelassen. In Sachen Schadstoffe fallen ausgerechnet die Bioessige durch erhöhte Kupfergehalte auf. Kupfer wird als Pflanzenschutzmittel im Ökolandbau eingesetzt. td/red

Weitere Themen im Juniheft von test: Universalkameras, Drucker, Fahrradträger, Lacke, Stromberatung, Navigationsgeräte und Glätteisen.
http://www.volksfreund.de/nachrichten/welt/mehrwert/aktuell/Konsum-Der-grosse-Bluff;art8049,2801232
und
http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/Balsamico-Der-grosse-Bluff-4239878-4239880/
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Balsamico-Essig oft gepanscht!!

Beitragvon Kira » Mittwoch 1. Juni 2011, 18:28

Ausgerechnet Bioessige fallen durch Schadstoffe auf

http://de.nachrichten.yahoo.com/getestete-balsamico-essige-h%C3%A4ufig-mangelhaft-093756781.html
..In einer Untersuchung der Stiftung Warentest hat fast jeder zweite "Aceto Balsamico di Modena" nur mit "mangelhaft" abgeschnitten. Der Essig der Sorte, deren Name als geographische Angabe geschützt ist, habe in neun von 22 Fällen nicht den Vorschriften entsprochen, berichtete die Zeitschrift "Test". So habe die Essigsäure häufig nicht allein aus Weintrauben gestammt, sondern auch aus Zuckerrüben, Zuckerrohr oder Mais. Auch hätten sie oft nicht genug Säure erreicht.

Der bekannteste unter den Balsamico-Essigsorten ist der dunkle Essig mit dem Zusatz "di Modena". Er stammt aus der Region Modena in Italien, wo er mindestens 60 Tage in einem Holzfass reifen sollte.

Balsamico aus Modena – das klingt nach südländischem Flair und kulinarischem Highlight für Salate und Soßen. Doch die „Aceto Balsamico di Modena“, seit 2009 EU-weit vor Nachahmern geschützt, brachten im Test faustdicke Überraschungen mit sich: Bei mehreren stammte die Essigsäure auch aus Zuckerrübe, Zuckerrohr oder Mais und nicht nur aus Weintrauben – einer der Gründe, warum das Testurteil 9-mal mangelhaft heißt.


Im Test sei selbst der teuerste Essig durchgefallen: Guiseppe Giusti, der für stolze 49 Euro für die 250-Milliliter-Flasche bei Manufactum zu haben ist, schnitt nur „mangelhaft“ ab. Er kann zwar geschmacklich punkten, erreichte nicht den vorgeschriebenen Säuregehalt, die Essigsäure stammte zum Teil aus Zuckerrübe, außerdem fanden die Tester beträchtliche Rückstände von Eisen, Zink und Blei.

Ausgerechnet Bioessige fallen durch Schadstoffe auf
In Sachen Schadstoffe fallen ausgerechnet die Bioessige auf. Im Byodo Antico Balsamico (28 Euro/Liter), Kaiser’s Tengelmann/Naturkind (6,60 Euro/Liter) und Rapunzel (18 Euro/Liter) fanden sich erhöhte Kupfergehalte. Gesundheitliche Folgen seien allerdings unwahrscheinlich.

Dagegen fand die Stiftung Warentest auch sechs "gute" Essige - der günstigste von ihnen kostete gerade einmal 1,70 Euro pro Liter. Zu dieser gut bewerteten Gruppe gehörten sowohl die Markenhersteller "Bertolli", "Ponti", "Kühne" (Aceto Balsamico di Modena neue Rezeptur ) und "Rewe" als auch die relativ günstigen Balsamico der Discounter "Netto" und "Lidl". Der Lidl-Essig schneidet dabei geschmacklich nicht so gut ab.


Bester günstiger Essig von Netto
Der beste Günstigste war Mamma Gina von Netto-Markendiscount für nur 1,70 Euro je Liter. Bei der Verkostung „sehr gut“, in der Deklaration aber mit Schwächen: der Balsamico von Mazzetti (34 Euro/Liter). Der einzige „gute“ Weiße kommt ebenfalls von Mazzetti (7,20 Euro/Liter).

Der ausführliche Test Balsam-Essig ist in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter http://www.test.de/balsamico veröffentlicht.


Quelle: Yahoo! Nachrichten mit Material von AFP
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