Marek vom Hof in Bienenbüttel bricht Schweigen

Marek vom Hof in Bienenbüttel bricht Schweigen

Beitragvon Juliane » Montag 20. Juni 2011, 08:26

NDR Info


nun bricht erstmals ein Mitarbeiter des Hofs das Schweigen.


"Elf Tage ist es her, dass das Telefon klingelte. Das Gesundheitsamt war dran: Marek sei EHEC-positiv und damit ansteckend, er solle zu Hause bleiben und sich immer gut die Hände waschen. Das war es dann aber auch. Es kam niemand vorbei, keine Behörde, kein Arzt. Ab und zu liegt ein Päckchen vom Gesundheitsamt im Briefkasten: Becher für Stuhlproben. "Das läuft alles per Post", erzählt Marek. "Bei uns zu Hause war niemand. Es hat auch keiner gesagt: Kommen Sie bei uns vorbei."


Niemand hat sich für Mareks Nieren interessiert, niemand eine Blutprobe genommen. Vom Landrat kam nur Post. Er habe "erforderliche Untersuchungen zu dulden", heißt es in der amtlichen "Zustellungsurkunde". Doch es kommt keiner, der untersucht, wie es dem 42-Jährigen geht. Acht Tage dauert es, bis auch ein Päckchen für Frau und Kind im Briefkasten liegt: Becher für Stuhlproben. Ein Ergebnis haben sie bis heute nicht. "Ich fühle mich unsicher, weil ich weiß nicht: Was ist wirklich mit mir los? Und was ist mit meinem Kind und meiner Frau? Wir haben keine Ahnung, obwohl wir die Proben abgeschickt haben. Wir haben bislang keine Nachricht bekommen", sagt Marek.



Am Freitag ist Marek dann selbst zum Arzt gegangen, auf eigene Initiative. Er will endlich wissen, ob seine Nieren in Ordnung sind. Bescheid hat er noch nicht. Auch von seinem Arbeitgeber nicht. Als EHEC-Kranker bekommt er Lohnfortzahlung, sechs Wochen lang. Über seine Arbeitsstelle macht er sich keine Illusionen. "Ich denke, das ist vorbei. Jetzt bin ich arbeitslos und habe noch diese Krankheit. Das ist alles doof gelaufen." Im Dorf hat Marek noch keinem gesagt, dass er EHEC-positiv ist. Aber jedem, der es wissen will, sagt er, dass der Gärtnerhof ein guter Biohof ist. "Sehr sauber" sei es dort, "hoch hygienisch" sogar. Über all die Jahre, in denen er und seine Kollegen dort arbeiteten, hätten sie die Erzeugnisse des Gärtnerhofes gegessen. Es werde kein tierische Dünger verwendet und die Keime wüchsen nur auf Sand und Wasser, so der 42-Jährige. "Ich frage mich: Wie kann das sein?' "

http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/bienenbuettel127.html
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Marek vom Hof in Bienenbüttel bricht Schweigen

Beitragvon Juliane » Montag 20. Juni 2011, 09:15

Ein Kommentator schreibt auf FR online 0.06.2011 21:04 Uhr sda sagt:

"Bienenbüttel und Munster liegen 43km auseinander. In Munster befindet sich das WIS Wehrwissenschaftliches Institut für Schutztechnologien – ABC-Schutz.
Mit Sicherheit gibt es dort Kühlschränke mit den verschiedensten agressiven Erregern, unter anderem wohl auch EHEC. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Auftreten des EHEC-Erregers in Zusammenhang mit dem Institut steht, ist aufgrund der lokalen Nähe relativ gross.
Dass das Institut in den Medien in Zusammenhang mit EHEC keine Erwähnung findet ist beängstigend."
http://www.fr-online.de/panorama/gefaehrlicher-ehec-typ-auf-sprossen-gefunden-/-/1472782/8545034/-/index.html

euleev.de schreibt

"Zur Herkunft des Keimes schreibt das BfR: „Die Sequenzanalyse von O104:H4 zeigt eine genetische Übereinstimmung von 93 % mit einem EAEC-Stamm aus Zentralafrika.“ Erkrankungsfälle mit EAEC treten vornehmlich in Entwicklungsländern auf
Ein fast identischer Erreger hatte bereits im Jahr 2001 in Münster bei einem Kind zu einer schweren Infektion mit HUS geführt
MacKenzie D: Bean sprouts to blame for 'decade-old' E. coli 10 June 2011 http://www.newscientist.com/article/dn20562-bean-sprouts-to-blame-for-decadeold-e-coli.html "
http://www.euleev.de/
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