Kleidung ozonieren

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Beitragvon banbuta » Samstag 9. Juli 2011, 21:17

Hallo,

stehe immer noch vor dem Problem, dass ich keine Kleidung habe, die ich vertrage, bis auf ein T-Shirt und eine Unterhose. Ich bringe es seit einem halben Jahr nicht zustande, irgend etwas Verträgliches für mich zu finden. X-Mal waschen, Milchen, Zeolith, Essig, Soda, Natron, Auskochen; Hess natur, living crafts, Esprit; Wolle, Bio-Baumwolle, normale und und und. Nichts geht!
Das ist auf die Dauer beschissen.
Was kann ich noch versuchen? Bringts Ozonieren vielleicht?

VG,

BB
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Beitragvon Melville » Samstag 9. Juli 2011, 21:30

Hallo BB,

reagierst Du vielleicht auf bestimmte Materialien?
Baumwolle beispielsweise.
Geh mal auf ein völlig anderes Material. Das klappt bei einigen.

Good luck,
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 10. Juli 2011, 09:33

Lacht mal, ich vertrage kaum Naturfasern aber dafür habe ich nach 5 maligem waschen keine probleme mit synthetischen fasern. klingt bestimmt abartig für die meisten von euch aber ich habe es nach langem testen endlich heraus gefunden.
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Beitragvon gurux » Sonntag 10. Juli 2011, 22:33

das kenne ich. plastik oder synthethisch kann man nicht genau sagen. kann auch nur sagen, dass wenn ich das zeugs nicht vertrage auch waschen und so nicht hilfts.vielleicht mal leinen probieren? das ist bei mir besser als baumwolle.oder alternativ stoff suchen und zum schneider gehen. der behandelt es nicht so chemisch wie die industrieware von der stange.
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Beitragvon banbuta » Dienstag 12. Juli 2011, 17:37

Ozonieren bringts aber in jedem Fall nicht, oder?

VG,

BB
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Beitragvon banbuta » Mittwoch 13. Juli 2011, 18:26

Clarissa: Kannst Du sagen was für Chemiefaser bei Dir geht, am besten welches Produkt genau. Würde das dann mal z.B. bei einem T-Shirt testen.
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Beitragvon Clarissa » Mittwoch 13. Juli 2011, 19:10

das sind welche aus amiland schau mal hier unter funktionswäsche Microfaser nach.
- Editiert von Clarissa am 13.07.2011, 19:11 -
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Beitragvon Marc » Mittwoch 13. Juli 2011, 21:28

Hi banbuta,

hier meine Erfahrung mit der Ozonbehandlung im Allgemeinen und von Textilien.

Meiner Meinung funktioniert das speziell mit den Textilien nur teilweise, da Ozon nicht alle chemischen Stoffe knacken kann.
Es gibt im I-net Infos welche chem. Stoffe durch Ozon geknackt werden.

Ein weiteres Problem könnte für dich der durch das ozonieren entstehende starke Eigengeruch der so behandelten Kleidung sein.
Diese muß dann noch ausgiebig gewaschen werden um den Ozongeruch wieder raus zu bekommen.

Dann kommt noch die Behandlungsdauer dazu. Ein paar Stunden reichen nicht.
Meine Erfahrung ist, das die Behandlungsdauer der entscheidende Faktor ist.
Spürbaren Erfolg hatte ich erst nach mehreren Behandlungen, wobei ich dann aber eine spürbare Verringerung meiner
Reaktionen erreicht habe. Aber komplett reaktionsfrei habe ich die Textilien nicht hingekriegt.

Es gibt da auch noch diverse Nebenwirkungen die man beachten sollte:

Ozon reizt sehr stark die Atemwege. Deshalb muß der Raum, in dem die Kleidung behandelt wird,
luftdicht zu den anderen Räumen abgeklebt werden und kann während der Behandlung nicht betreten werden.
Zudem entsteht noch ein Problem, das sich bestimmte weiche Kunststoffe und gummiartige Stoffe stark angegriffen werden.
Bei mir hat sich der Duschvorhang teilweise aufgelöst :o), nach der Behandlung wurde er rissig, zufällig im Raum
liegende Puzhandschuhe haben sich auch teilweise zersetzt.
Ich ozoniere im Moment in regelmäßigen Abständen einen Wohnraum, alles was in dem Raum dann noch rosten kann fängt
dann auch an Flugrost anzusetzen. Empfindliche elektrische Geräte sollte man deshalb nicht dem Ozon aussetzen.
Bei der Ozonbehandlung des Innenraums meines Autos sind diverse Kunststoffbeschichtungen
jetzt wesentlich weicher als vor der Behandlung. Pflanzen verwelken sofort durch Ozon.


Mein Fazit:
Es hilft auf jedenfall, aber nicht bei allen chemischen Stoffen. In Prozent ausgedrückt würde ich
so ungefähr 50% schätzen. Im Moment ozoniere ich keine Textilien mehr, da mir der Aufwand einfach zu hoch ist.
Das Gerät wird jetzt nur noch für einen bestimmten Wohnraum eingesetzt, wenn ich mal wieder für einige Zeit auf
meinen Wagen verzichten kann wird der auch nochmal behandelt.

cu Marc
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Beitragvon banbuta » Samstag 16. Juli 2011, 17:29

@clarissa: verstehe nicht ganz, was Du meinst mit hier suchen. Wenn cih hier im Forum die Suchfubktion verwende, finde ich dazu nichts Brauchbares.
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Beitragvon Clarissa » Samstag 16. Juli 2011, 17:31

sorry ich hattte wieder mal nen gedankensprung, im meinte die unendlichen weiten im internet

dort hast du ja immer 14 tage zeit die sachen zu testen und oder zurück zu senden.


- Editiert von Clarissa am 16.07.2011, 17:34 -
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Beitragvon banbuta » Samstag 16. Juli 2011, 17:35

einfacher für mich wärs, wenn Du mir eine Marke sagst - dann kann ich zumindest irgendwo mal anfangen ;).
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Beitragvon Clarissa » Samstag 16. Juli 2011, 17:43

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Beitragvon banbuta » Samstag 16. Juli 2011, 18:03

merci

Du hast aber nicht verstanden, dass ich nicht wild herumprobieren wollte, sondern die Frage war, was für Dich konkret verträglich ist, damit man einen Ansatzpunkt hat. Natürlich ist sicher nicht alles für mich verträglich, was du verträgst, aber es ist besser mit was anzufangen, was irgendwer verträgt, der MCS hat, als einfach herumzubestellen. Ist das einleuchtend?

BB
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Beitragvon banbuta » Samstag 27. August 2011, 20:12

Noch immer nichts. Leinen ist nicht gut, leider auch kein Polyester oder Viskose. Alpaka, Angora, Mohair, Kamelhaar...nichts geht.
Weis nicht mehr weiter.
@gurux: wo würdest Du denn Stoff kaufen?

BB
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Beitragvon mirijam » Samstag 27. August 2011, 21:44

Hallo Banbuta,

vielleicht Seide?
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Beitragvon mirijam » Samstag 27. August 2011, 21:50

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Beitragvon mirijam » Samstag 27. August 2011, 21:52

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Beitragvon mirijam » Samstag 27. August 2011, 21:59

Eine Frage:

Könnte es sein, dass es am von dir benutzten Waschmittel, und nicht am Stoff, liegt?
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Beitragvon mirijam » Samstag 27. August 2011, 22:22

Noch ein Material-Tipp- Brennesseln:

"Seltene pflanzliche Stoffe
Kaum einer denkt bei der Brennnessel an Stoff. Doch immerhin haben selbst wilde Brennnesseln ca. 5% Faseranteil. Hochgezüchtete Sorten aus wissenschaftlichen Studien kommen auf bis zu 20 %. Der Ertrag ist auch bei den hochgezüchteten Sorten viel geringer als beispielsweise bei Hanf. Für Textilien werden die Brennnesselfasern in Mischgeweben mit Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau verarbeitet. Reine Brennnesselstoffe sind auf dem Markt noch nicht verfügbar, da die Erträge noch zu gering sind. Die Stoffe erhalten keine chemischen Ausrüstungen, die Textilien pflegeleichter machen. Stoff aus Brennnesselfasern ist weich und glänzt ähnlich wie Seide. Die Fasern sind reißfester als die von Hanf. Brennnesselstoffe sind deshalb besonders strapazierfähig und langlebig. Darüber hinaus nehmen sie Feuchtigkeit gut auf.
Achtung: Die Begriffe „Nesselstoff“ oder „Nesseltuch“ stehen heute für eine Stoffart aus Baumwolle und bedeuten nicht, dass der Stoff aus Brennnesseln gewonnen wurde."

Siehe hier (mit allgemeinen Tipps):
http://www.hautsache.de/Neurodermitis/Textilien/Kleidung-fuer-empfindliche-Haut.php
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Beitragvon mirijam » Samstag 27. August 2011, 22:26

Hier wird auch erklärt, welche Allergie-Auslöser genau in der Kleidung enthalten sind:


"Textilienbehandlungen

Die Behandlung von Blusen, Hosen und Bettwäsche beginnt nach der eigentlichen Herstellung. Unter der Bezeichnung Ausrüstung werden alle Veredlungsmaßnahmen an textilen Stoffen und Fasern bezeichnet. Damit sollen die Materialeigenschaften von Kleidern und Heimtextilien im Sinne des gewünschten Zweckes verbessert werden. Diese Maßnahmen gehen leider meist zulasten der Gesundheit und damit Hautverträglichkeit. Einsatz finden 800 verschiedene Farbstoffe und etwa 600 Substanzen zur "Textilausrüstung" und als Hilfsmittel bei der Textilherstellung. Von denen verbleibt ein Teil auch nach der Fertigstellung auf dem Textil. Ohne jede Deklaration können bis zu 20 % an Zusatzstoffen in der Textilie enthalten sein. Die Belastungen der Umwelt werden dabei genauso wenig bekannt, wie die Verträglichkeit für Haut und Organismus oder das Allergien auslösende Potenzial, der in den Textilien verbleibenden Substanzen. Eine Anmelde-, Registrier- oder Zulassungspflicht besteht für diese Substanzen innerhalb der Europäischen Union nicht. Gesetzliche Verbote oder Grenzwerte gibt es nur für einige Substanzen. Sofern chemische Substanzen nicht fest an das textile Material gebunden sind, können sie insbesondere bei Textilien, die über längere Zeit mit dem menschlichen Körper direkt in Kontakt kommen, auf die Haut übergehen und resorbiert werden. Von entscheidender Bedeutung für eine mögliche Gefährdung der Gesundheit ist vor allem das Ausmaß des Übergangs der Stoffe auf die Haut und das Ausmaß der Aufnahme in den Körper. Dies hängt nicht nur von der chemischen Substanz ab, sondern von den Tragebedingungen, vom Textilmaterial bzw. der Ausrüstungs- und Färbetechnik.


Als Auslöser für Kontaktallergien werden Farbstoffe, Ausrüstung, Waschmittel, Weichspüler, Appreturen (z. B. UV-Filter) und „Applikationen“ (z. B. Gummi, Nickel) diskutiert.


Die chemische Ausrüstung ist die umstrittenste Behandlung. Substanzen, die zur Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften, Mittel gegen das Knittern sowie Flammenschutzmittel, die Textilien schwer entzündlich machen, gehören dazu; ebenso das Färben, Bleichen, Nanoausrüstung, Fleckenschutz. Bügelfreie, antistatische oder antibakterielle Kleidung ist immer chemisch behandelt. Eine Mischung verschiedener Substanzen wird auf und in den Stoff gebracht. Je nach Stoff und Substanzen lösen sich die Substanzen beim Tragen, bei der Wäsche oder werden durch Sonneneinstrahlung verändert. Das Institut Hohenstein untersucht Textilien auf ihre Hautverträglichkeit. Mit Hilfe von vielfältigen Tests kann überprüft werden, ob Textilien über den Körperkontakt negative Auswirkungen auf den Träger haben. Das Institut kennzeichnet Produkte als „hautfreundlich“, bei denen sichergestellt ist, dass keine gesundheitsgefährdenden Substanzen beim Tragen auf die Haut übergehen und Hautzellen reizen. Die Ursache einer chemischen bzw. mechanischen Irritation oder Kontaktallergie wird über Test ermittelt, die das allergene Sensibilisierungspotenzial von Textilien/Materialien belegen. Textilien werden als „allergikerfreundlich“ bezeichnet, bei denen eine Allergie auslösende Wirkung ausgeschlossen werden kann. Ebenso können mit einem Test auf DNA-schädigende Wirkung unerwünschte Farbstoffe in körpernah getragener Bekleidung ausgeschlossen werden. Weiter Informationen dazu unter http://www.hohenstein.de


Textilfarbstoffe haben ein hohes allergenes Potenzial. Farbmittel lösen sich schneller auf glatten synthetischen Fasern als auf natürlichen Fasern. Häufiges Tragen eng anliegender Kleidung begünstigt das Eindringen von Färbemitteln in die Haut. Beschleunigt durch Druck, Reibung und Schwitzen. Bei den Textilfarbstoff-Allergenen handelt es sich überwiegend um Dispersionsfarbstoffe. Insgesamt beträgt die Zahl der zur Zeit bekannten allergenen Farbstoffe etwa 70. Azo- und Anthrachinon-Farbmittel sind die häufigsten Auslöser eines allergischen Textilekzems. Durch die Mischung mehrerer blauer, roter und gelber Farbmittel wird z. B. bei Feinstrumpfhosen, Samtleggings oder Unterwäsche (”Bodys”) der Eindruck eines vollkommenen Schwarz erzeugt. Diese Farben werden nur unzureichend fixiert auf die Fasern gebracht und haben eine relativ hohe Sensibilisierung. Obwohl die Farbstoffe teilweise in Deutschland nicht mehr zugelassen sind, werden sie in England hergestellt und gelangen auf Umwegen über Importe nach Deutschland. Nachgewiesen werden konnten diese Farbstoffe im Kleiderfutter, Unterrock, schwarzer Unterwäsche, einem schwarzen Minirock und einem schwarzen, teuren Abendkostüm. Selten werden fototoxische Reaktionen in Form von scharf begrenzter Rötung und Hyperpigmentierungen durch Textilfarben beobachtet.
Veredelungen wie Weichmacher, Bleichmittel, optische Appreturen zur Versteifung der Kleidung sowie antimikrobielle Substanzen, formaldehydhaltige Harze, die überwiegend zur Erzeugung von knitterfreier Kleidung können neben den Farbmitteln Ekzeme auslösen. Metalle wie Chrom, Nickel und Kobalt in Knöpfen und Emblemen können zu entsprechenden Sensibilisierungen führen ebenso wie in Kleidungsstücken enthaltene Gummimaterialien (z. B. Gummizüge und -bänder).
Neben der chemischen Behandlung gibt es die mechanischen Ausrüstungen wie Stoffe aufrauen, walken, beschichten. Von den mechanischen Behandlungen gehen weniger allergene Potenziale als von Chemischen aus.


Generell gilt: Je pflegeleichter die Stoffe sind, desto mehr Behandlungen haben sie hinter sich, z.B. bügelfreie Hemden sind extra imprägniert. Die „Ausrüstungs“-Dermatitis hat ihren Namen nach den Ausrüstungsmitteln zur Verbesserung der Formbeständigkeit und Griffigkeit von Textilien. Diese Behandlung ist umstritten, da hierfür Kunstharze eingesetzt werden, die unter bestimmten Bedingungen Formaldehyd freisetzen können. Als Ursachen von Textilallergien konnten, verarbeitete Lichtfilter, Harze im Label und eingewebte Metallfäden nachgewiesen werden."



http://www.hautsache.de/Neurodermitis/Textilien/Kleidung-fuer-empfindliche-Haut.php
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Beitragvon Twei » Sonntag 28. August 2011, 01:03

Hallo banbuta,
ich hatte vor 2 Jahren das Glück auf dem Flohmarkt nagelneue T-shirts zu kaufen, 5 erpackung für 5 Euro, 100% Baumwolle, verschiedene Farben, Marke "Miami Beach" oben rechts ein kleiner Kreis mit einem großen R drin; oben drüber eine Insel mit zwei Palmen. Ich meine die sind von der Firma BASIC, was aber nicht auf dem Ettiket steht, sondern auf der Verpackung stand. Das sind heute die gleichen Shirts, die es bei Codi und Woolworth in der 2er bzw. 3er Packung jedoch viel teurer (zwischen 5 u. 8 Euro) gibt.

Ich holte mir auf dem Flohmarkt erstmal 5 Stück. Ich dachte mir, dass die für Außenkleidung schon irgendwie benutzbar wären. Nachdem ich sie ca. 18 mal, also 3 Tage mit jeweils fertigem Kaffee 2Lf., dessen Satz und 2 Löffeln unaufgebrühten Kaffee gewaschen hatte, abundzu auch mal ein halbes Paket Salz zur Zwischenspülung benutzte, waren sie für mich sogar für die Innenraumwäsche, also zum Schlafen geeignet. Insgesamt wurden die Shirts 3 mal getrocknet aber in einem Raum, wo nicht unkontrolliert Duftstoffe zirkulieren.

Auch war die Waschmaschine vorher so gut wie möglich dekontaminert. Manchmal wusch ich auch mit 70 Grad anstelle der vorgegebenen 40 Grad. Darum lieber immer eine Nummer größer kaufen.

Auf dem nächsten Flomarkt kaufte ich mir 25 weitere Shirts. Seit einem Jahr gibt es diese Shirts nicht mehr, nur noch Unterhosen, die ich nach 2 Tagen waschen, wegen Zwecklosigkeit, verschenkt habe.

Allerdings riechen die Shirts nach dem Trocknen etwas eigenartig - vermutlich diese Zerfallsstoffe der Inhaltsstoffe. Am ersten Tag brennen mir beim Liegen sehr sehr leicht die Augen, wenn die Windrichtung ungünstig ist. Aber das kann ich irgendwie immer zum Erträglichen regulieren. Deshalb habe ich die Shirts auch ca. 4 Tage im Innenraum an.

Ob Dir das weiterhilft, weiß ich nicht. Bei mir ist das Einkaufen meist eine Enttäuschung, Geldrausschmeißerei.
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Beitragvon Marc » Montag 29. August 2011, 19:39

Hallo Twei,

Salz und Kaffee habe ich noch nicht angetestet, das werde ich wohl mal ausprobieren.

Ich habe dazu mal ein paar Fragen zur Dosierung und Anwendung.

-Wie dosierst du einen Waschgang mit Salz?
-Ist das ganz normales Salz?
-Wie ist die Dosierung mit dem Kaffeepulver für einen Waschgang?
-Kombinierst du Kaffeepulver und Salz in einem Waschgang?
-Dekontaminierst du die Waschmaschine vor dem Waschgang?

cu Marc
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Beitragvon Twei » Montag 29. August 2011, 19:45

Hallo banbuta,
Nachtrag:
Die Waschmaschine muß nicht perfekt Dekontaminert sein, da die gekaufte Wäsche selbst noch genügend Waschmittel beinhaltet, die so einige Substanzen aus der Maschine rauslöst - aber auch eigene eingibt.
Bei stark kontaminierten also auch neuen Sachen, gebe ich nur 5-8 T-Shirts oder 2 Kapuzenpullover oder 2 Jeanshosen in die Maschine. Die Einstellung ist Wasserplus und Schleuder volle Pulle.
Kaffee und Salz immer direkt in die Trommel geben - nicht in die Vorgabefächer.
Keine größere Mengen einfüllen, da die Pumpe sonst nicht schnell genug für den Schleudergang arbeitet.

Ganz genau (oder manchmal nach Gefühl) wasche ich neue Baumwollsachen so:

1. Waschvorgang: 70 Grad ohne Kaffee - 2 mal Spülen lassen (um die ersten Rückstände auszuspülen)
2. Waschvorgang: 95 Grad (ganz kurz) ohne Kaffee, 2 mal Spülen lassen (dh. nicht zu Ende laufen lassen bzw. nach drittem Schleudern 3.Wvg.)
3. Waschvorgang: 70 Grad mit fertigem Kaffee von 2TeeLf., dessen Satz und 2 Löffeln unaufgebrühten Kaffee - Programm zu Ende laufen lassen
4. Waschvorgang: 95 Grad (ganz kurz) 4 Lf. unaufgebrühten Kaffee - Programm zu Ende laufen lassen
5. Waschvorgang: 70 Grad mit fertigem Kaffee von 2Lf., dessen Satz und 2Lf. unaufgebrühten Kaffee - Programm zu Ende laufen lassen
6. Waschvorgang: 70 Grad mit fer......" jedoch im Weichspülvorgang 250 bis 400gr. Salz.
Irgendwann ist der Tag auch zu Ende und dann wird die Wäsche über Nacht getrocknet.
7. Waschvorgang: 60 Grad ohne alles - 2 mal Spülen lassen.
8. Waschvorgang: 60 Grad mit fertigem Kaffee von 2Lf., dessen Satz und 2Lf. unaufgebrühten Kaffee - Programm zu Ende laufen lassen
9. Waschvorgang: 60 Grad mit Salz - Programm zu Ende laufen lassen
10. Waschvorgang: wie 8.Wvg.
11. Waschvorgang: wie 9.Wvg.
Irgendwann ist dieser Tag auch wieder zu Ende und die Wäsche wird wieder über Nacht getrocknet.
Vermutlich riecht und duftet die Wäsche nicht mehr so wie vorher.
Deshalb kann man die nächsten Waschvorgänge (Wvg.) wiederholen wie 7.8.9. eventuell schon mit 40 Grad.

Ich gehe mal davon aus, das die Wäsche jetzt in Ordnung ist. Wenn nicht, dann sollten noch einige heißere Waschvorgänge durchführt werden.
Wenn die Wäsche einmal in Ordnung ist, müßte ein solch langer Waschplan nicht mehr durchgeführt werden (nur bei starker Kontaminierung, z.B. dem Sitzen in einem öffentlichen Verkehrsmittel). Im oberen Beitrag sprach ich die 95 Grad nicht an, da eben die Gefahr des Wäscheeinlaufens möglich ist. Letztendlich bin ich dieses Risiko fast immer eingegangen, außer bei den Pullovern. Nur hohe Temperaturen knacken die Imprägnierungen.

In Zukunft reichen 40 - 60 Grad und 1 - 2 mal Waschen (plus 1 - 2 mal Nachspülen mit kaltem Wasser) aus. Auch benutze ich das Salz dann sehr selten mal. Beim Trocknen entsteht ein eigener Geruch, den kann ich auch nicht auf Dauer riechen und die Wäsche muß noch ca. 2 - 3 Tage nachhängen (wenn das bei dieser Umwelt oder Raumwelt so einfach wäre). Gut ist, wenn die Sonne drauf strahlen kann (durch Fensterscheibe reicht).
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Beitragvon Twei » Montag 29. August 2011, 21:22

Hallo Marc, (sorry ich hatte was geändert, weshalb der obere Eintrag unter Dir erscheint).

Ich nehme billiges Speisesalz (ca.20Cent) und ein Paket enthält 500gr. und ich schütte das so ungefähr rein.

Man kann auch Soda nehmen - das ist aber viel teurer - wirkt besser - aber von dem billigen Salz, kann ich viel mehr in die Maschine kippen und dieses wieder ausgleichen (auch hatte der Soda in den Tüten, den ich kaufte, den Parfümgeruch des Geschäftes angenommen). Ich mache das so und andere - anders.

Einfach in eine Tasse 2 gut gehäufte Teelöffel frisches Kaffeepulver eingeben und kochendes Wasser draufschütten - Topfdeckel drauf und ca. 10 Minuten ziehen lassen - gesamten Inhalt in die Waschmaschine kippen und 2 gehäufte Teelöffel frisches Kaffeepulver zusätzlich reinwerfen.

Früher gab ich auch mal Kaffee und Salz zusammen ein, aber ich weiß nicht, ob das von der Reaktion her vernünftig ist. Ich will, dass nur die Inhaltsstoffe der Kleidung angegriffen werden. Ich glaube das eben nur, dass es besser sein könnte, Kaffee und Salz zu trennen. Deshalb trenne ich beides.

Eine Waschmaschine ist dann dekontaminiert, wenn sie nicht mehr nach Duftstoffen riecht. Bei Außenwäsche bleibt nach dem Endschleudern immer noch Restwasser im Schlauch zurück, weshalb ich die Maschine immer noch 1 - 2 mal mit Wasser und eventuell etwas Trinkkaffee durchspüle. Sonst stinkt mir das Bad zu sehr. Im Bullaugengummi bleibt auch immer Wasser zurück, deshalb wische ich dieses zum Schluß trocken, auch das Bullauge.

Wenn meine Waschmaschine durch Arztkleidung oder durch den Besuch bei Personen, die sehr strenge Waschmittel benutzen, verseucht ist, dann wasche ich die Kleidung für ca. 14 bis 20 Waschvorgänge nach obigem Muster. Deshalb meide ich solche Besuche.
Manchmal muß ich es akzeptieren, dass ich diese Wäsche nur noch richtig sauber bekommen könnte, wenn ich alles nochmals 10 - 20 mal durchwasche. Darum habe ich speziele Kleidung nur für "stark kontaminerte Orte". Meist muß ich ja 2 Wochen später nochmals zum Zahnarzt und dann geht der ganze Wahnsinn wieder los. In dem Falle wasche ich diese Wäsche nur 2 Tage (Erfahrungswert) und stecke sie nach dem Trocknen in die Plastiktüte.

Die Maschine lasse ich hinterher noch ca. 2 - 4 mal mit frischem Kaffeepulver durchkochen also 95 Grad. Hinterher schütte ich auch mal ein ganzes Paket Salz rein und lasse die Maschine damit lange durchlaufen (das Entkalkt und Säubert die Heizstäbe). Dann ist die Maschine meist wieder dekontaminiert und zum Waschen von Handtüchern mit 4 Löffeln frischem Kaffeepulver bei 95 Grad geeignet. Anschließend kann man die Innenraumwäsche wieder waschen.
Wichtig ist, dass man selbst die Nase frei hat und danach bestimmen kann, wie kontaminiert eine Waschmaschine ist.

Wenn Kleidungsstücke mal mit einem starken handelsüblichen Waschmittel gewaschen wurden, ist es ratsamer diese zu verschenken oder wegzuwerfen. Ich bekam mal einen Parka geschenkt, den ich wirklich nicht mehr dekontamineren konnte.

PS: Ich kann durch die Art meiner MCS-Erkrankung auch die Sensitiv-Produkte und alle anderen Waschmittel nicht vertragen. Eigentlich ging es hier um Kleidung ozonieren. Das kommt für mich nicht in Frage. Falls wir den Thread wechseln sollen, dann verschiebe ich gerne meine Einträge... mfg Twei
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Beitragvon banbuta » Sonntag 11. September 2011, 14:22

@mirijam: Danke für die Tipps. Aber die meisten Sachen sind eher theoretischer Natur. Ich habe bei keiner der Fasern ein Kleidungsstück gefunden das zu 100% daraus besteht. Wenn in einem Baumwoll-T-Shirt 15% Bananenfasern drin sind, nutzt mir das nichts.
@twei: Fruchtet bei mir leider gar nichts, die Salz- und Kaffee-Wäsche. Vielleicht vertrage ich auch eines von den beiden nicht (zum Essen geht bei mir Komischerweise nur Salz [i]mit[/i] Jod und Flourid), Kaffee trinke ich nicht.
@ liebe clarissa: Wenn es Dir nicht zu viel Mühe bereitet, schreib mir doch Marke und Modell eines Funktionsshirts, das Du verträgst. 14 Tage Rückgaberecht im Internet sind ja toll...aber Du darfst das Zeug ja auch nicht waschen in der zeit, kannst also eigentlich gar nichts sagen.
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Beitragvon banbuta » Sonntag 11. September 2011, 14:40

Nachtrag @mirijam: ich verwende kein Waschmittel. Höchstens mal Essig, Seife oder Natron. Daran kanns also nicht liegen.
- Editiert von banbuta am 11.09.2011, 14:40 -
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Beitragvon Galaxie » Sonntag 11. September 2011, 15:52

auch ganz interessant http://www.faireni.com. Dort wird u.a. über Kleidung aus der Hanfpflanze berichtet....

LG
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- Editiert von Galaxie am 11.09.2011, 16:02 -
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Beitragvon PappaJo » Mittwoch 21. September 2011, 13:13

Hallo zusammen,
bin jetzt auch dabei bei Living Crafts was zu kaufen. Scheint nach meiner Recherche eine gute Wahl wegen Material und den Informationen zu diesen und den Behandlungen. Werde dann mal berichten.

Zum Waschen habe ich sehr gute Erfahrungen mit Aleppo-Seifenflocken gemacht. Knapp 1/2 Glas mit wenig Wasser anrühren und warten bis es dieses aufgesaugt hat. Anschließend schnell rühren bis es eine Masse ergibt. Evtl. mit wenig Wasser weiter rühren bis es schön cremig wird. Das kommt dann ausschließlich in die Maschine, in den Dosierschacht (läuft direkt runter) in die Trommel 1-2 Dosierkappen Sauerstoffbleiche. Die macht die Flecken weg und reduziert den Eigengeruch von der Seife.

Immer auf 60°C waschen oder halt Kochwäsche für Unterwäsche und Spültücher. Der Tragekomfort der trockenen Kleidung ist dann OK. Kann je nach Kleidungsstück aber trotzdem etwas riechen und mit allen Sachen klappt das auch nicht. Beste Erfahrung und am geruchlosesten ist Bio-Baumwolle mechanisch Ausgerüstet und ungefärbt. Wie z.B. die Bio-Baumwolldecke von Purenature - absolut ohne Eigengeruch nach der Wäsche. Auf der Haut vollkommen OK.

Nur wie gesagt mache Sachen gehn nicht, liegt dann wohl an der Ausrüstung oder den Farben etc. Die Flocken gibt es hier: http://www.treibholz-direkt.de/product_info.php/info/p616_2kg-Aleppo-Seifenflocken.html/XTCsid/24033c977809923022e7930cc4bfdf01

Man sollte aber (aus Erfahrung) nach einigen Wäschen ein Mittel mit Ethanol benutzen wie das neue von KLAR. Sonst fängt die Maschine an zu riechen und wächst mit grünen Algen zu.
"Man kann das ganze Volk eine Zeit lang täuschen und man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen."
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Kleidung ozonieren

Beitragvon luise » Freitag 20. Januar 2012, 20:37

Hallo banbuta,
bist Du mittlerweile weitergekommen? Habe dasselbe Problem, auch schon alles mögliche probiert. Ozonisieren hat nicht viel gebacht, war allerdings auch kein so leistungsfähiges Gerät (hatte es mir ausgeliehen). Eine halbwegs erträgliche Lösung sind Klamotten aus Schafwolle mit dem IVN-best-Siegel, ein paar Mal mit Waschnuss und Zeolith ausgewaschen.
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Kleidung ozonieren

Beitragvon luise » Mittwoch 1. Februar 2012, 23:10

Reines Fleckensalz von Ulrich (ist nur Natriumpercarbonat drin) bringt etwas Besserung.
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Kleidung ozonieren

Beitragvon Sonnenstrahl » Donnerstag 2. Februar 2012, 10:33

Die Kleidung zwischen zwei Aktivkohlevlies legen. ggf. beschweren damit das Vlies vollen Kontakt hat.
Nach zwei Tagen ist fast alles ok.
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