„Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?

„Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?

Beitragvon Juliane » Dienstag 21. Februar 2012, 18:55

Kein Beitrag zum Fasching:


somatopsychisch in Dr. Bartrams Erklärung

"Diese Erkenntnis weist darauf hin, dass psychische Auffälligkeiten
bei MCS -Patienten sehr wohl als somatopsychische Störungen
interpretierbar sind, im Gegensatz zur immer noch landläufigen
Interpretation als psychosomatische Störungen bzw. “Somatisierungsstörungen”
oder auch als psychiatrische Störungen."

http://www.dguht.de/umweltmedizin/mcs_neu.pdf

viewtopic.php?t=9121



Dr. Bartram meint “Expositionen zu neurotoxischen Substanzen können bei Einwirkung auf das… ZNS auch zu psychischen Störungen/Veränderungen führen: somatopsychische Störungen”

http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/22/wannsee-schwimmer-berichtet-fachgespraech-wenn-umwelt-krank-macht-muss-die-politik-handeln/


Gegendarstellung von Dr. Frank Bartram, die in der März Ausgabe von "Psychologie Heute"
Zum Artikel über MCS in der „Psychologie Heute“ / Ausgabe Jan. 2007

Im Übrigen gilt: die Erkrankung MCS zeigt oft somatopsychische Effekte, denn durch die nicht erfolgte Erkennung und Behandlung wird der Patient – und das ist selbstverständlich! – traumatisiert. Außerdem ist evident, dass die individuelle Exposition zu Schadstoffen (z.B. Innenraumschimmelpilze und deren toxische und allergisierende Emissionen), die als neurotoxisch gekennzeichnet sind, auch psychische Funktionsstörungen auslösen können


viewtopic.php?t=3829




Zitat Dr. Bartram damals Stellungnahme zum Artikel von Herr & Co. im deutschen Ärzteblatt:

Gleichzeitig muss hier folgendes angemerkt werden: Wenn man sich darüber
einig ist, dass das, was wir Psyche nennen, seinen wesentlichen Funktionssitz im
Bereich des zentralen Nervensystems hat, muss man zu mindestens einräumen,
dass die Exposition zu Neurotoxinen, insbesondere in gleichzeitiger
Kombination mit Hirnschrankenfunktionsstörungen, sehr wohl auch psychische
Veränderungen induzieren kann, die jedoch als somatopsychisch apostrophiert
werden müssen.

http://www.netz-werk-medizin.de/downloads/bartram/stellungnahme_artikel_aerzteblatt.pdf


„Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54

„Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?

Beitragvon Juliane » Dienstag 21. Februar 2012, 18:57

Info

Somatopsychische Störungen sind Störungen des seelischen Befindens eines Menschen
und/oder seines sozialen Zusammenlebens mit den Personen seiner Umgebung infolge einer
körperlichen Erkrankung.
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54

„Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?

Beitragvon Juliane » Dienstag 21. Februar 2012, 19:09

Zitat aus der Presseinformation des DBU vom 25.11.2011


Die beiden umweltmedizinischen Verbände haben sich nun mit anderen Autoren zu einer
interdisziplinären Autorengruppe zusammengetan und stellen anlässlich des InternationalenUmweltmedizinischen Symposiums in Würzburg erstmals die „Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie“ dem Fachpublikum vor. Die Leitlinie orientiere sich an der Realität in der Praxis der niedergelassenen Kollegen, so Bartram und Ohnsorge. Im Kern wird empfohlen, bei Verdachtsfällen sich nicht allein auf die üblichen Messwerte zu verlassen. Vielmehr müsse eine individuelle umweltmedizinische Bewertung und Diagnose anhand der gesamten langzeitigen Krankengeschichte, Laborbefunde und des Verlaufes
durchgeführt werden. Die Leitlinie soll Grundlage der in Praxen, Ambulanzen und Kliniken umweltmedizinisch tätigen Ärzte sein.


http://www.dbu-online.de/fileadmin/grafiken/Sonstiges/Pressinfo_Leitlinie_2011_12.pdf
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54

„Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?

Beitragvon Juliane » Dienstag 21. Februar 2012, 19:14

Zitat aus den Leitlininen des DBU


Es wird empfohlen, dem Patienten mit Empathie und Einfühlungsvermögen zu begegnen
und das berichtete Beschwerdebild zunächst wertfrei aufzunehmen.
Die Hinführung zu einem multifaktoriellen Krankheitsmodell ist häufig erst im längeren Verlaufder Behandlung nach dem Aufbau eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient möglich...........


Folgende Verfahren sind als obsolet oder nachteilig für den Verlauf zu betrachten:.....

Monokausale Zuschreibungen („Vergiftungshypothese“) bei chronischen Verlaufsformen.....


Seite 27


http://www.dbu-online.de/fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54

„Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?

Beitragvon Juliane » Mittwoch 22. Februar 2012, 01:55

Halten wir fest:

Bis zum Februar 2010 benutzte Dr. Bartram in Artikeln und/oder Vorträgen
den Begriff somatopsychisch.


Dann folgt mit den neuen Leitlinien der Schwenk zum „biopsychosozialen“ Krankheitsmodell und die Anamnese von Ursachenüberzeugungen, Stressoren


Und die Frage

"Somato-psychische und/oder psycho-somatische Differentialdiagnose?"

wird beantwortet mit der Aussage:

"Es wird empfohlen, anzuerkennen, dass Erkrankungen aus beiden Bereichen gleichzeitigvorkommen und sich gegenseitig verstärken können...



Es wird empfohlen die Patienten über ihr Krankheitsbild aufzuklären, wobei ein multifaktoriellesund individuelles Modell der Erkrankung vermittelt werden sollte.

Monokausale Zuschreibungen sollten vermieden werden."

http://www.dbu-online.de/fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf


Und wie wird der Schwenk begründet?


Das lesen wir in der Pressemitteilung des DBU:

"Die Leitlinie orientiere sich an der Realität in der Praxis der niedergelassenen Kollegen, so Bartram und Ohnsorge."

http://www.dbu-online.de/fileadmin/grafiken/Sonstiges/Pressinfo_Leitlinie_2011_12.pdf


So hat sich also die Realität in der Praxis so verändert, dass Bartam seine frühere Position aufgab.


Wat kümmert ihn sein Jeschwätz von jestern?
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54

„Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?

Beitragvon Juliane » Mittwoch 29. Februar 2012, 14:48

Seite 2


Zusammenfassung eines Vortrags von Dr. Bartram vom 17.7.2011

Zitat

Zur wissenschaftlichen Arbeitsweise gehört gehört als grundlegendes Instrument die Erhebung der umweltmedizinischen Spezialanamnese........


hier geht es weiter:

http://www.umweltbedingt-erkrankte.de/downloads/shortver_6teumwelt.pdf
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54

„Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?

Beitragvon Juliane » Mittwoch 29. Februar 2012, 15:20

Dr. Bartram hat im Sommer 2011 auf einem Vortrag festgestellt:


"......Meiden oder stark Minimieren nachweislich krankheitsauslösender und krankheitsunterhaltender Umweltsubstanzen die einzige effektive und langzeitige Möglichkeit ist, Umwelterkrankungen zu heilen...."

http://www.umweltbedingt-erkrankte.de/downloads/shortver_6teumwelt.pdf
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54

„Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?

Beitragvon Beobachter » Mittwoch 29. Februar 2012, 15:52

Sieh einer an:

Nun hat auch Dr. Bartram, Gründungsmitglied des VHUE e.V., diesen Schwenk vollzogen - wie schnell sich die Realität doch ändern kann ...

Die wird dann einfach an den systemkompatiblen Mainstream angepasst; wie man es gerade braucht.

Für den VHUE wäre es dann allerdings empfehlenswert, seine Website umzuschreiben bzw. zu aktualisieren und den neuen Leitlinien anzupassen.
Denn dort steht:

"Sind Sie psychisch krank? Nein, Ihre Gesundheit ist durch Schadstoffe und Umweltgifte belastet. Entgiften Sie, und werden Sie ein anderer Mensch.
Wir sind eine Initiative von Betroffenen und Umweltmedizinern, die gemeinsam informieren und mit der Verknüpfung diverser Therapien helfen wollen."

Viele Grüße
Beobachter
Beobachter
 


Zurück zu MCS & MCS Community

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste