Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon norinda » Samstag 25. August 2012, 09:14

Diagnostik wird für MCS Kranke einiges angeboten. Nicht alles was man machen lassen kann bringt einen weiter.
Ich hätte gerne gewusst welche Diagnostik bei MCS am sinnvollsten ist.

a) Welche MCS Diagnostik its die Wichtigste um mir selbst weiterzuhelfen?

b) um Therapie einleiten zu können, was braucht man da an MCS Diagnostik?

c) um bei der Rentenversicherung und beim Antrag auf Behinderung weiterzukommen, was ist da an Diagnostik das Wichtigste?
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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Kira » Samstag 25. August 2012, 10:24

@norinda
hast du dir diesen Thread mal angeschaut?
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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Moritz » Sonntag 26. August 2012, 13:05

Der Thread ist sehr informativ Kira. Danke für den Link.

Sauber aufteilen zu den Fragen von Norinda halte ich für überaus sinnvoll. Dann blicken alle leichter durch.
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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Amazone » Sonntag 26. August 2012, 16:09

Hallo zusammen,

SPECT Untersuchungen zum cerebralen Blutfluss könnte noch weitere Funktionseinschränkungen des Gehirns darstellen.

Neurootologische Diagnostik, EEG, AEP, SEP, Nystagmographie etc...Gleichgewichtsorgan, Hörstörungen, Sehbahnstörungen...

Dazu kann die Entgiftungsfunktion der Leber indirekt bestimmt werden (Detox Plus Test, Stoffwechseldiagnostik nach Paracetamol und Coffeintablette, z.B. Antox siehe Adresse Beitrag S-100 vorher).
Prüfung des intrazellulären Glutathions. Aktivität der Glutathion-S-transferasen und anderer Entgiftungsenzyme.

Autoimmundiagnostik (sehr wichtig). Auch bei rheumatischen Beschwerden.
Bei starken Gefässbeschwerden, an Vaskulitis denken.
Immunologie (Komplementfaktoren CH50, C3, C4)
Immunglobuline IgA, IgM, IgG und IgA und IgG Subklassen
Immundefektdiagnostik (Lymphozytendifferenzierung, Funktionsteste falls möglich).
Falls möglich Zytokinprofil (IFNgamma, TNFalpha, IL-8, IL-10, IL-4, IL-5, IL-2, sIL-2R durchführen lassen...) Bsp.: TNFalpha ist eines der wichtigsten Entzündungsinterleukine bei entzündlichen Rheumaschüben.

24-h-EKG Herzrhythmusstörungen (evtl. auch 48 Std.) oder wiederholt bei nur anfallsartig auftretenden Störungen.
Echokardiographie (Herzultraschall).

Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Gefässe und der Hirngefässe.

Porphyrinopathie
Bestimmung in folgendem Labor möglich, meist bei Kontakt mit Chemikalien messbar.
Labor Prof. Seelig & Kollegen
Kriegstraße 99
76133 Karlsruhe
Tel.: 0721 / 85000-0

Nieren:
Bei Schwermetall- oder direkter Chemikalienbelastung erweiterte Nierendiagnostik; glomeruläre Filtrationsrate - Cystatin C (leider nicht auf Kasse, alternativ Kreatinin-Clearance)
tubuläre Schäden
sog. Proteinurie-Diagnostik Gesamteiweiss, alpha-1-Mikroglobulin, Albumin, IgG, ß2-Mikroglobulin etc.
http://www.schiwara.de /deutsch/pdf/proteinurie.pdf
Aus der Arbeitsmedizin ist noch der Nachweis von N-Acetyl-ß-D-Glucosamidase (NAG) bekannt.

Falls möglich in einem Labor oder bei sportmedizinischer Untersuchung, Prüfung von Lactat und Pyruvat vor und nach Belastung (Ergometer, dann bitte gleichezeitig kapillar die Blutgase bestimmen lassen) oder vor und nach dem Essen (Mitochondriopathie - metabolische Entgleisungen).
Spezielle Stoffwechseluntersuchungen wären Aminosäuren und organische Säuren sowie Fettsäuren (meist angeborene Störungen, allerdings auch im Alter zwischen 20-30 oder etwas älter auftretende schwere Entgleisungen).

Lungenfunktionsprüfung (Ganzkörperplethysmographie), nur beim Lungenfacharzt möglich.
Test auf hyperreagibles Bronchialsystem mit Histamin oder Metacholin.
Spirometrie auch bei guten Internisten (hier sollte aber die Diagnostik schulmedizinisch vorgenommen werden, was oft unterbleibt, vor und nach der Gabe eines Medikamentes zur Bronchienerweiterung.
Typ I und Typ III Allergien Schimmelpilze (präzipitiernde/spezifische IgG Antikörper), vor allem bei beruflicher Exposition gegenüber Bioaerosolen bzw. bei Schimmelpilzbelastung in der Wohnumgebung.)
Typ III Allergien führen oft auch zu entzündlichen Gefässreaktionen.

Endokrinologische Diagnostik (Schilddrüse und Antikörper gegen Schilddrüsengewebe, NNR-Achse, Hypothalamus - Cortisol, ACTH, Glucosetoleranz)

Histamin im Blut
Screening-test auf Nahrungsmittel-Allergien, Histaminintoleranz (Urinmethylhistamin, Tryptase IgE und ECP Bestimmung im Blut bei Kartoffel-Reis-Diät und Mischkost).
IgE Allergietestung.
Spezialtests werden nicht so häufig durchgeführt (Basophilendegranulationstest oder CAST, sowie für Typ IV Reaktionen LTT).

Nicht kassenfinanziert, funktionelles Herz-MRT. Links-Herzinsuffizienz proBNP (pro Brain Natriuretisches Peptid) im Blut

Erregerdiagnostik (speziell Borreliose - im Labor Köln, Serologie und Westernblot gemeinsam - andere Labors haben sehr häufig erhebliche Nachweisprobleme, aber auch andere Chlamydien, Yersinien, Brucellen, usw...).

Bei ausgeprägter Entzündungsaktivität und körperlicher Erschöpfung auch an Viren denken (EBV, CMV; HHV6, HSV1,2 und VZV, Enterovieren).

Stuhluntersuchung: Pilze und Bakterien (Florauntersuchung), Verdauungsrückstände, wichtig Vorsorge Krebs Tumormarker M2PK,
Entzündlichkeit bzw. Permeabilitätsstörung: Calprotectin, alpha-1-Antitrypsin, PMN-Elastase,
sIgA (Immunabwehr Darmschleimhaut)
Pankreas-Elastase (Bauchspeicheldrüsenfuntkion - auch im Blut durchführbar).
Gastrin im Blut bei Magenentzündungen.
Imunologischer Nachweis von Blut (Hämoglobin) im Stuhl, Nachweis von Helicobacter pylori-Antigen im Stuhl (bei Gastritis).
Infos siehe auch:
http://www.hauss.de/
http://www.mikrooek.de/

Sprue/Zöliakie: Transglutaminase-IgA im Blut

Doppler-Ultraschalluntersuchung der Bauchgefässe und Abdomen, sowie Untersuchung Lymphknoten

Gute Anhaltspunkte sind auch hier noch zu finden.
http://www.mcs-cfs-initiative.de /cfs_diagnostik.htm

Ausschluss anderer Faktoren bei Darmbeschwerden, H2-Atemtest bei Laktose, Fruktoseintoleranz, kann aber wie der Glucosetoleranztest bei bereits schweren Erkrankungsverläufen sehr belastend sein. Immerhin werden jeweils 50-75g des jeweiligen \"Zuckers\" vor dem Test getrunken.

Falls jemand eine Liquorentnahme überlegt, sollte er vorab vor einem solchen Eingriff, so er zustimmt, sich wirklich intensiv informieren, welche diagnostischen Möglichkeiten in der Einrichtung in der er dies machen lässt vorhanden sind und durchgeführt werden. Es gibt eine Menge, die hier in der Routine oft unterlassen wird, die aber keineswegs überflüssig wäre und diagnostisch hohe Relevanz hat.
Bitte unbedingt vorher informieren. Diesen Eingriff macht man schliesslich nicht alle Tage, wenn überhaupt.

Vermutlich gibt es noch einiges zu ergänzen.

Dies soll keine ärztliche Beratung ersetzen und ist keinesfalls vollständig.
Hallo zusammen,

SPECT Untersuchungen zum cerebralen Blutfluss könnte noch weitere Funktionseinschränkungen des Gehirns darstellen.

Neurootologische Diagnostik, EEG, AEP, SEP, Nystagmographie etc...Gleichgewichtsorgan, Hörstörungen, Sehbahnstörungen...

Dazu kann die Entgiftungsfunktion der Leber indirekt bestimmt werden (Detox Plus Test, Stoffwechseldiagnostik nach Paracetamol und Coffeintablette, z.B. Antox siehe Adresse Beitrag S-100 vorher).
Prüfung des intrazellulären Glutathions. Aktivität der Glutathion-S-transferasen und anderer Entgiftungsenzyme.

Autoimmundiagnostik (sehr wichtig). Auch bei rheumatischen Beschwerden.
Bei starken Gefässbeschwerden, an Vaskulitis denken.
Immunologie (Komplementfaktoren CH50, C3, C4)
Immunglobuline IgA, IgM, IgG und IgA und IgG Subklassen
Immundefektdiagnostik (Lymphozytendifferenzierung, Funktionsteste falls möglich).
Falls möglich Zytokinprofil (IFNgamma, TNFalpha, IL-8, IL-10, IL-4, IL-5, IL-2, sIL-2R durchführen lassen...) Bsp.: TNFalpha ist eines der wichtigsten Entzündungsinterleukine bei entzündlichen Rheumaschüben.

24-h-EKG Herzrhythmusstörungen (evtl. auch 48 Std.) oder wiederholt bei nur anfallsartig auftretenden Störungen.
Echokardiographie (Herzultraschall).

Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Gefässe und der Hirngefässe.

Porphyrinopathie
Bestimmung in folgendem Labor möglich, meist bei Kontakt mit Chemikalien messbar.
Labor Prof. Seelig & Kollegen
Kriegstraße 99
76133 Karlsruhe
Tel.: 0721 / 85000-0

Nieren:
Bei Schwermetall- oder direkter Chemikalienbelastung erweiterte Nierendiagnostik; glomeruläre Filtrationsrate - Cystatin C (leider nicht auf Kasse, alternativ Kreatinin-Clearance)
tubuläre Schäden
sog. Proteinurie-Diagnostik Gesamteiweiss, alpha-1-Mikroglobulin, Albumin, IgG, ß2-Mikroglobulin etc.
http://www.schiwara.de /deutsch/pdf/proteinurie.pdf
Aus der Arbeitsmedizin ist noch der Nachweis von N-Acetyl-ß-D-Glucosamidase (NAG) bekannt.

Falls möglich in einem Labor oder bei sportmedizinischer Untersuchung, Prüfung von Lactat und Pyruvat vor und nach Belastung (Ergometer, dann bitte gleichezeitig kapillar die Blutgase bestimmen lassen) oder vor und nach dem Essen (Mitochondriopathie - metabolische Entgleisungen).
Spezielle Stoffwechseluntersuchungen wären Aminosäuren und organische Säuren sowie Fettsäuren (meist angeborene Störungen, allerdings auch im Alter zwischen 20-30 oder etwas älter auftretende schwere Entgleisungen).

Lungenfunktionsprüfung (Ganzkörperplethysmographie), nur beim Lungenfacharzt möglich.
Test auf hyperreagibles Bronchialsystem mit Histamin oder Metacholin.
Spirometrie auch bei guten Internisten (hier sollte aber die Diagnostik schulmedizinisch vorgenommen werden, was oft unterbleibt, vor und nach der Gabe eines Medikamentes zur Bronchienerweiterung.
Typ I und Typ III Allergien Schimmelpilze (präzipitiernde/spezifische IgG Antikörper), vor allem bei beruflicher Exposition gegenüber Bioaerosolen bzw. bei Schimmelpilzbelastung in der Wohnumgebung.)
Typ III Allergien führen oft auch zu entzündlichen Gefässreaktionen.

Endokrinologische Diagnostik (Schilddrüse und Antikörper gegen Schilddrüsengewebe, NNR-Achse, Hypothalamus - Cortisol, ACTH, Glucosetoleranz)

Histamin im Blut
Screening-test auf Nahrungsmittel-Allergien, Histaminintoleranz (Urinmethylhistamin, Tryptase IgE und ECP Bestimmung im Blut bei Kartoffel-Reis-Diät und Mischkost).
IgE Allergietestung.
Spezialtests werden nicht so häufig durchgeführt (Basophilendegranulationstest oder CAST, sowie für Typ IV Reaktionen LTT).

Nicht kassenfinanziert, funktionelles Herz-MRT. Links-Herzinsuffizienz proBNP (pro Brain Natriuretisches Peptid) im Blut

Erregerdiagnostik (speziell Borreliose - im Labor Köln, Serologie und Westernblot gemeinsam - andere Labors haben sehr häufig erhebliche Nachweisprobleme, aber auch andere Chlamydien, Yersinien, Brucellen, usw...).

Bei ausgeprägter Entzündungsaktivität und körperlicher Erschöpfung auch an Viren denken (EBV, CMV; HHV6, HSV1,2 und VZV, Enterovieren).

Stuhluntersuchung: Pilze und Bakterien (Florauntersuchung), Verdauungsrückstände, wichtig Vorsorge Krebs Tumormarker M2PK,
Entzündlichkeit bzw. Permeabilitätsstörung: Calprotectin, alpha-1-Antitrypsin, PMN-Elastase,
sIgA (Immunabwehr Darmschleimhaut)
Pankreas-Elastase (Bauchspeicheldrüsenfuntkion - auch im Blut durchführbar).
Gastrin im Blut bei Magenentzündungen.
Imunologischer Nachweis von Blut (Hämoglobin) im Stuhl, Nachweis von Helicobacter pylori-Antigen im Stuhl (bei Gastritis).
Infos siehe auch:
http://www.hauss.de/
http://www.mikrooek.de/

Sprue/Zöliakie: Transglutaminase-IgA im Blut

Doppler-Ultraschalluntersuchung der Bauchgefässe und Abdomen, sowie Untersuchung Lymphknoten

Gute Anhaltspunkte sind auch hier noch zu finden.
http://www.mcs-cfs-initiative.de /cfs_diagnostik.htm

Ausschluss anderer Faktoren bei Darmbeschwerden, H2-Atemtest bei Laktose, Fruktoseintoleranz, kann aber wie der Glucosetoleranztest bei bereits schweren Erkrankungsverläufen sehr belastend sein. Immerhin werden jeweils 50-75g des jeweiligen \"Zuckers\" vor dem Test getrunken.

Falls jemand eine Liquorentnahme überlegt, sollte er vorab vor einem solchen Eingriff, so er zustimmt, sich wirklich intensiv informieren, welche diagnostischen Möglichkeiten in der Einrichtung in der er dies machen lässt vorhanden sind und durchgeführt werden. Es gibt eine Menge, die hier in der Routine oft unterlassen wird, die aber keineswegs überflüssig wäre und diagnostisch hohe Relevanz hat.
Bitte unbedingt vorher informieren. Diesen Eingriff macht man schliesslich nicht alle Tage, wenn überhaupt.

Dies soll keine ärztliche Beratung ersetzen und ist keinesfalls vollständig.


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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Husky » Sonntag 26. August 2012, 16:36

Du hast Dir viel Mühe gemacht Amazone.
Allerdings ist die Auflistung nicht dazu geeignet MCS zu diagnostizieren.
Eher ist es eine allgemeine Ausschluss-, Differenzial- und Allergie Diagnostik.
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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Twei » Sonntag 26. August 2012, 17:43

a) Welche MCS Diagnostik its die Wichtigste um mir selbst weiterzuhelfen?

z.B.

"Diagnostik: einfach, schnell und präzise", - siehe
http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... d-prazise/

und ein etwas älterer Einleitungsbericht zum QEESI-Test

"Input: MCS korrekt zu diagnostizieren ist notwendig und nicht so schwer", siehe -
http://www.csn-deutschland.de/blog/2010 ... so-schwer/
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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Twei » Sonntag 26. August 2012, 18:10

c) um bei der Rentenversicherung und beim Antrag auf Behinderung weiterzukommen, was ist da an Diagnostik das Wichtigste?

Außerhalb der Frage zur Diagnostik, sind grundsätzlich ALLE bisherigen Befunde zu allen verschiedenen Erkrankungen unter denen DU zu leiden hast wichtig und einzureichen.

Wichtige kassenärztliche Diagnosen für mich waren zusätzlich:

Allergieteste, - die sich untereinander teilweise widersprachen und negativ ausfielen.

Lungentestung/-Untersuchung, - die eine "bronchonale Hyperreagibilität" ergaben.


Was sich Diagnostisch bei mir nicht so einfach hat feststellen lassen, waren die chronischen Schmerzen, Muskelsteifheit, Müdigkeit usw...

Aber letzteres wurde durch den "langen" Kranheitsverlauf und der vielen dazu aufgesuchten Ärzte und Befunde indirekt dokumentiert.

Weiterer Nebenbefund war eine chronische Behandlung wegen "Venenerweiterungsproblemen".

--- Also kamen Diagnosen von anderen Ärzten aus anderen Fachbereichen zu den verschiedenen "Einzel"-Erkrankungen hinzu. ---

(Dies war mein Weg und ich wußte damals bei der Einreichung des Rentenverfahrens nichts von MCS - das hatte sich erst durch den "Lungenfacharzt" herauskristallisiert - und durch Widerspruchsverfahren.)
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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Amazone » Sonntag 26. August 2012, 19:49

@ Husky,

wenn man den Link anklickt, dann sieht man, dass das nicht von mir stammt. Schließlich will ich mich nicht mit fremden Lorbeeren schmücken.

Abgesehen davon ist die MCS-Diagnostik nach den Cullen-Kriterien eine Ausschlussdiagnostik.

VG Amazone
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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Silvia K. Müller » Sonntag 26. August 2012, 20:03

Die Cullen Kriterien sind veraltet.
Seit Jahren wird in der Wissenschaft der American Consensus eingesetzt, mit Erfolg.

Ich hatte vor einiger Zeit renommierte amerikanische Universitäten angeschrieben und gefragt wie die MCS diagnostizieren.

American Consensus und gründliche Anamnese. Das war's.
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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Kira » Sonntag 26. August 2012, 20:20

Meiner Meinung nach haben alle toxisch Geschädigte eh schon so was wie Ausschlussdiagnostik hinter sich, bis sie durch Zufall erfahren was wirklich Sache ist. Deshalb stehe ich auf dem Standpunkt, ein guter Arzt müsste es sofort erfassen was los ist - nur "man will nicht" oder "man kann nicht" !!
Mutige Ärzte fehlen in unserem Land!!
Das muß aufhören, alles andere ist Experimentiererei und ....
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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Twei » Sonntag 26. August 2012, 21:58

"Definition Chemikalien-Sensitivität (MCS) – American Consensus", siehe unter -
http://www.csn-deutschland.de/blog/2008 ... er-praxis/

Es braucht keine riesige, ultramoderne Hightech Klinik und aufwendige Labordiagnostik, um Chemikalien-Sensitivität zu diagnostizieren, sagte Albert Donnay, ein Wissenschaftler, der seit vielen Jahren die umfassendste Bibliographie über MCS verwaltet. Mehr als die Anwendung von speziellen MCS Fallkriterien sei nicht erforderlich, ein Symptomfragebogen wie der QEESI könne zur leichteren Erstellung der Anamnese genommen werden....

...Donnay war Coautor der jüngsten und nun weitläufig gebräuchlichsten MCS Falldefinition, dem American Consensus.


weiteres dazu im Blog-Artikel, - siehe oberen Link
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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Isola » Dienstag 28. August 2012, 11:29

Ich habe über 15.000€ für Diagnostik ausgegeben. Genau 16.489,30€.
Es hat mir fast nichts gebracht und jetzt könnte ich das Geld anders gebrauchen.
Um MCS zu diagnostizieren braucht man den ganzen Papierkram nicht. (siehe Twei)
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Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?

Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 22:26

@ Isola

nur damit keine Vorfreude aufkommt.

Durch die Widerspruchsverfahren wurde mir letztendlich vom Sozialgericht die Teilnahme zu einer 2-3 Tägigen Begutachtung / Prüfung auferlegt. Das sozialgerichtliche Gutachten wurde von einem Team durchgeführt, bestehend aus je einem Psychiater und Orthopäden, zur Erstellung eines "psychiatrischen Zusatzgutachtens".

Letztendlich bin ich über die komplette Durchleuchtung und psychiatrische Begutachtung meiner Person entsetzt.
Sie hatte nichts mit einer adäquaten MCS-Diagnostik zu tun gehabt, sondern stellte ein "Ausschlußverfahren" dar.

Weiteres dazu, siehe Thread "Diagnostik Erlebnisse zu MCS" - viewtopic.php?t=18362

Der QEESI-Test hätte neben den anderen Befunden des "Allergologen", "Orthopäden", "Schmerztherapeuten" und "Lungenfacharztes" völlig ausgereicht.
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