Hormon aus der Plastikflasche : BPA

Hormon aus der Plastikflasche : BPA

Beitragvon Beobachter » Freitag 19. Oktober 2012, 15:06

Bild der Wissenschaft:

http://www.focus.de/wissen/bild-der-wissenschaft/tid-17956/chemikalien-hormon-aus-der-plastikflasche_aid_500256.html

Zitate:

"Getrickst, geschlampt, gelogen? Um die Sicherheit der Alltags-Chemikalie Bisphenol A wird heftig gestritten.
Täglich hantieren wir damit: Wir essen Bohnen aus der Dose und erwärmen die Lasagne in Mikrowellengeschirr. Wir trinken Wasser aus wiederbefüllbaren Kunststoff-Flaschen oder beschichteten Leitungen und geben unseren Kindern Milch in Plastik-Nuckelflaschen. Wir legen CDs ein, tragen Brillengläser aus Kunststoff und befüllen Thermoskannen. In all diesen Materialien kann Bisphenol A stecken. Dieser Stoff, den Chemiker 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan nennen, entweicht in minimalen Mengen in unser Essen, und wir atmen ihn mit dem Hausstaub ein. Bei mehr als 90 Prozent der erwachsenen US-Bevölkerung finden sich Abbauprodukte davon im Urin."

"Ob dies nun Grund zur Sorge ist oder nicht, darüber streiten sich Wissenschaftler seit mehr als zehn Jahren. In Deutschland fordert das Umweltbundesamt (UBA) seit Langem, Bisphenol A auf den Index zu setzen, während das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) den Plastikgrundstoff für Kinder und Erwachsene als gesundheitlich unbedenklich einstuft. Durch aktuelle Studien kommt Pfeffer in die Diskussion: Die kanadische Regierung hat 2008 als erste Bisphenol A (BPA) in Babyflaschen verboten.

Der Östrogen-Imitator
Doch was ist das für ein Stoff? Reiht man viele BPA-Moleküle aneinander, ergibt das Polycarbonat, einen durchsichtigen, harten Kunststoff, das Epoxidharz, das für Beschichtungen verwendet wird. Da das Material nicht akut toxisch ist, wurde ihm lange kaum Beachtung geschenkt. Aus Studien mit Ratten errechneten Behörden einen TDI-Wert von 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag für Menschen. Der TDI-Wert (tolerable daily intake, deutsch: erlaubte Tagesdosis) gibt die Menge an, die ein Mensch sein ganzes Leben lang jeden Tag aufnehmen kann, ohne dass seine Gesundheit Schaden leidet.

Allerdings könnten kleinere Mengen als diese, wenn sie ständig im Körper zirkulieren, vor allem bei Föten und Neugeborenen verheerende Wirkungen haben, befürchten kritische Forscher. Denn: Bisphenol A dockt an Östrogen-Rezeptoren in Brustgewebe, Gebärmutter, Gehirn oder Knochen an und löst dort entsprechende Reaktionen aus. Kurz gesagt: BPA imitiert das Hormon Östrogen."

Siehe dazu auch den CSN-Blog:

http://www.csn-deutschland.de/blog/tag/bisphenol-a/


Beobachter
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Beitragvon Beobachter » Freitag 19. Oktober 2012, 15:42

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