Heinrich-Heine-Realschule in Hagen

Heinrich-Heine-Realschule in Hagen

Beitragvon Juliane » Sonntag 21. Dezember 2008, 16:53

Heinrich-Heine-Realschule in Hagen


Liebe Gäste bei CSN Forum,


wenn Sie mehr Informationen über Schadstoff-Schulen finden wollen, schauen Sie bitte hier nach:


http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/06/der-stoff-aus-dem-die-schulen-sein-teil-ii/


Hier im Forum gibt es einen Strang zur Heinrich-Heine-Schule, wo man unzensiert diskutieren
kann:

viewtopic.php?t=8131
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Beitragvon Juliane » Sonntag 21. Dezember 2008, 17:27

Das ZDF hat am 4.9.2007 über Schadstoffe im Klassenzimmer berichtet.

Dazu gibt es noch ein Manuskript zur Sendung:

Beitrag: Gift im Klassenzimmer – Schulen machen

krank

Sendung vom 4. September 200z

http://www.zdf.de/ZDF/download/0,5587,7000140,00.pdf


Der Filmbeitrag ist ebenfalls noch verfügbar:

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,7001141,00.html

Das ZDF hatte zum Thema \"Gift im Klassenzimmer\" ein Forum eröffnet.
Das Forum ist leider nicht mehr so auffindbar, sonderen nur noch über Suchbegriffe.

Hier der Link zu dem Suchbegriff Nideggen

http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/17/0,1872,5249297,00/F4872/search.php


Das Video ist mittelerweile nicht mehr über das ZDF zu erreichen. Auf youtube kann man das Vidoe aber noch sehen:


Frontal21, ZDF: \"Gift an Schulen\"
http://www.youtube.com/watch?v=l42FWQeqo6o







- Editiert von Juliane am 14.07.2011, 10:44 -
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Beitragvon Juliane » Montag 22. Dezember 2008, 11:43

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Beitragvon Lucca » Montag 22. Dezember 2008, 19:42

Liebe Juliane,

vielen Dank für die Auflklärung.
Mich schokiert es, wenn ich sehe, dass Kinder verheizt werden und Verantwortliche feige sind.
Würden sie ihr Kind in einen solchen Giftschuppen schicken? Mitnichten.

Die Eltern sollen mutig sein und aufstehen.

Eine amerikanische Vereinigung von Eltern und Lehrern macht es vor:

http://www.healthyschoolscampaign.org
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Beitragvon Juliane » Dienstag 23. Dezember 2008, 12:43

Hallo Lucca,

wir dürfen gespannt sein, was sich in Hagen tut.

Der WDR hat sich einstweilen entschlossen, die Kommentarfunktion
unter dem Beitrag zu schließen.

http://www.wdr.de/themen/panorama/gesellschaft/hagen_realschule/index.jhtml?showAllComments=1

Eine sehr ungewöhnliche Maßnahme.

Das ZDF Forum über Schadstoffschulen ist schon seit 2007 offen.
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Beitragvon Krems » Dienstag 23. Dezember 2008, 14:55

Was können Eltern unternehmen, wenn ihr Kind in eine
verseuchte Schule muss und keine Ausweichschule vor Ort ist?
Es besteht Schulpflicht auf Gedeih und Verderb, was bleibt als Ausweg?
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Beitragvon Jürgen » Dienstag 23. Dezember 2008, 15:13

Auszug aus dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

I. Die Grundrechte

Artikel 1
(1)...
(2)...
(3) Die nachfolgenden Grundrechte [b]binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht[/b].

Artikel 2
(1)...
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und [b]körperliche Unversehrtheit[/b]. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Ich stehe auf dem Standpunkt: Des Einen Recht ist des Anderen Pflicht.
Solange der Gesetzgeber auf der Schulpflicht beharrt, hat er auch dafür zu sorgen, dass der Bürger dieser Pflicht nachkommen kann - ohne Einschränkung der Gesundheit. Ich würde mich oder meine Kinder jedenfalls keine Sekunde dieser Gefahr aussetzen. Schulpflicht hin oder her.

Gruß
Jürgen


- Editiert von Jürgen am 23.12.2008, 15:17 -
Jürgen
 

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Beitragvon Juliane » Dienstag 23. Dezember 2008, 16:14

Lieber Jürgen, Papier ist geduldig.

Letztes Jahr berichtete die Frankfurter Rundschau vom 8.1.2007.
unter der Überschrift “Flucht vor der Schulpflicht” dass, “Eine Bremer Familie emigriert, weil sie ihre Kinder nicht selbst unterrichten darf”. Die Kinder Thomas und Moritz “besuchten zunächst Grundschulen, litten in dieser Zeit unter Alpträumen, Bauch-und Kopfschmerzen…..Deshalb unterrichtete das Paar die Söhne seit 2005 selber.”

Nun wird in diesem Fall die Schulpflicht in der in der Bundesrepublik üblichen Form mit Bußgeld und möglichem Sorgerechtsentzug ausgeübt. Das hat die Eltern zur Republikflucht bewogen . Die Eltern haben mittlerweile einen Anwalt beauftragt “den Rechtsstreit durch die Instanzen zu treiben- notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte,” so die FR.

Deutschland hinkt mit der rigiden Ausübung der Schulpflicht hinter Europa her. Und es ist ein Unding, Kinder in die Schule zu schicken , wenn sie dort immer wieder krank werden. Ein Elternpaar muß das Recht haben, die körperliche und seelische Gesundheit seiner Kinder zu schützen.

Soweit mir bekannt ist, gab es auch in Nideggen Auseinandersetzungen darüber,
ob Eltern ihr Kind aus einer belasteten Schule abmelden und in einer anderen
Schule anmelden können.

Die Eltern können, wenn überhaupt, nur geschlossen handeln.
Juliane
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Beitragvon Jürgen » Dienstag 23. Dezember 2008, 16:33

Liebe Juliane,
ich kenne den Bremer Fall, den du ansprichst. Was ich jedoch nicht weiß ist, ob die beiden Fälle vergleichbar sind. In Bremen ging es prinzipiell um Home-Schooling. In Hagen gehts um Vergiftung. Es sind ja entsprechende Untersuchungen gelaufen, die eine Kontaminierung beweisen. Nur werden die teilweise ignoriert und man redet sich mit neu zu erstellenden Gutachten heraus. Und die dauern. Solange "kann man ja über die Weihnachtsferien lüften und überheizen ..."

Also ist dem Schulträger hinreichend bekannt, welcher Vulkan dort brodelt.
Problem ist natürlich, dass das Elternrecht keinen Vorrang vor dem staatlichen Erziehungsauftrag hat. Es wird durch die allgemeine Schulpflicht verfassungsgemäß eingeschränkt. Trotzdem hat jeder Mensch ein GRUNDrecht auf körperliche Unversehrtheit.

Lieber würde ich in Kauf nehmen, dass meine Kinder ein Schuljahr wiederholen müssen, als dass sie dort hingehen und vergiftet werden. Attest vom Arzt - krankschreiben auf unbestimmte Zeit - fertig.

Sollen sie doch ihre Schulpflicht einklagen - wie du schon sagst: Papier ist geduldig.

Natürlich müssen alle an einem Strang ziehen. Dann bin ich auch davon überzeugt, dass es Wirkung zeigt.

Liebe Grüße
Jürgen
Jürgen
 

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Beitragvon Juliane » Dienstag 23. Dezember 2008, 17:08

Hallo Jürgen,


Zitat

"Lieber würde ich in Kauf nehmen, dass meine Kinder ein Schuljahr wiederholen müssen, als dass sie dort hingehen und vergiftet werden. Attest vom Arzt - krankschreiben auf unbestimmte Zeit - fertig."


Es wird sich sicher kein Arzt finden, der ein Kind einfach auf längere Zeit krank
schreibt. Und selbst wenn es so wäre. In jedem Fall wird das Kind dann zu einer schulärztlichen Untersuchung einbestellt. (Ich glaube die Frist liegt bei 6 Wochen.) Und was wird der Schularzt feststellen?

Übrigens sitzen Schulärzte normalerweise in den Gesundheitsämtern. Und diese Gesundheitsämter werden bundesweit über ein Internetportal aus Osnabrück auf dem "Laufenden" gehalten. Vielleicht hast Du hier schon mal die beiden Stränge "Wer ist Dr. Otto" und "ALLUM und AFGIS" gelesen.

Ich erinnere mich, das in der Nidegger Schule die Eltern sogar eines na ich nenne es mal "kollektiven Münchhausen-Syndroms " verdächtigt wurden.
Juliane
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Beitragvon Jürgen » Dienstag 23. Dezember 2008, 17:22

Oh ja, ich habs gelesen. Dieser Sumpf ist echt zum Verzweifeln.
Ich wünschte, man könnte den Kids und den Eltern irgendwie helfen.

Soetwas macht mich echt traurig.
Jürgen
 

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Beitragvon Juliane » Dienstag 23. Dezember 2008, 17:28

Noch ein Nachtrag zum Thema Selbstexposition:


"In einem gerade aktuellen Fall verstieg sich der „Experte“ ( Lösemittelspezialist an einer bekannten deutschen Universität) dazu, die hohen Lösemittelbelastungen im Blut der Grundschüler/ innen zu leugnen, indem er schriftlich niederlegte, dass es solche hohen Belastungen im Blut von Kindern nicht geben könne.
Es waren 50 (!) Kinder untersucht worden.
Nachdem alles Leugnen ( Belastung aus dem Elternhaus/ aus den Arztpraxen durch fehlerhafte Blutabnahme usw.) nicht nützte äußerte er sich dahingehend, das „ hier nur Selbstexposition - warum und aus welchen Gründen auch immer“ vorliegen könne."

http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/17/0,1872,5249297,00/F4872/msg1317589.php
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Beitragvon Bajazzo » Dienstag 23. Dezember 2008, 20:28

Selbstexposition. Das ist doch nicht zu fassen.
Was ist das nur für ein Land hier.
Bajazzo
 

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Beitragvon Juliane » Mittwoch 24. Dezember 2008, 12:07

Ja,ja Bajazzo,

was für ein Land, diese Republik.
Mehr von dem Experten Ewers kann man im Netz finden.

Und er macht Karriere. Wie soll es auch anders sein:


"Der Präsident des Umweltbundesamtes hat die Kommission "Human-Biomonitoring" neu berufen. Prof. Dr. Ulrich Ewers, Leiter der Abteilung Umwelttoxikologie und Umweltmedizin des Hygiene-Instituts, ist neuer Vorsitzender der Kommission.

Das Human-Biomonitoring (HBM) spielt bei Bewertungsfragen in der Umweltmedizin und für die Beurteilung der Schadstoffbelastung der Bevölkerung sowie von Personengruppen und Einzelpersonen eine wesentliche Rolle. Die Kommission erstellt Monographien zu einzelnen Stoffen und leitet Referenz- und HBM-Werte ab, soweit das vorhandene Datenmaterial ausreichend ist.

Grundlage für die Ableitung und Begründung der von der Kommission angegebenen Referenz- und HBM-Werte sind Vorkommen, Verwendung und Verbreitung der Stoffe in der Umwelt, Aufnahmepfad und Toxikokinetik, Hinweise auf Einflussfaktoren, interne Belastung und gesundheitliche Bedeutung."

http://www.hyg.de/aktuell.html#ewers


Na dann: Fröhliche Weihnachten!
Juliane
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Beitragvon Janik » Samstag 27. Dezember 2008, 10:09

Hat sich schon eine Elterninitiative gebildet Juliane?

Gibt es eigentliche eine übergeordnete Selbsthilfeorganisation in Deutschland zum Problem Schule?
Janik
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Beitragvon Juliane » Samstag 27. Dezember 2008, 12:13

Hallo Janik,

Im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. gibt es eine
Arbeitsgemeinschaft Innenraumschadstoffe.
http://www.bbu-online.de/AG%20Innenraumschadstoffe%20und%20Gesundheit/Schulen/Schule.htm

Dort können sich Eltern bzw. Elterninitiativen hinwenden.

Auch in der GEW gibt es Vertrauensleute, die sich mit der Problemtik auskennen.
http://www.gew-nrw.de/

Es gibt auch eine Interessengemeinschaft umweltgeschädigter Schüler und Lehrer
der Grund- und Realschule Nideggen. eV.

http://www.gift-in-schulen.de/
http://www.giftschulen.de/

Dort kann man sicher sehr viele Informationen erhalten. Die Eltern haben
das Procedere mit heizen, lüften, lüften und messen schon hinter sich.

Nachlesbar ist der Fall Nideggen im zdf forum frontal 21.
Juliane
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Beitragvon Spotlight » Samstag 27. Dezember 2008, 13:29

Hallo Juliane,
der Thread bekommt von mir das Prädikat *Wertvoll*
Er hilft betroffenen Eltern und Lehrern Anlaufstellen zu finden
und rauszubekommen was los ist an deutschen Schulen.

Gruß,
Spoti
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Beitragvon Juliane » Samstag 27. Dezember 2008, 21:32

Hallo Spotligt,

bleibt zu hoffen, dass die Eltern und Lehrer diesen Strang hier finden.

Schließlich hat der WDR ja die Kommentarfunktion zu dem Fernsehbeitrag
über Hagen abgeschaltet. (Mein Beitrag in dieser Kommentarfunktion
wurde beschnitten.)

http://www.wdr.de/themen/panorama/gesellschaft/hagen_realschule/index.jhtml?showAllComments=1

Die Schule in Nideggen hat Kinder und Lehrer chemikaliensensitiv gemacht.
Und welche Folgeschäden die Kinder und Lehrer davontragen, die die Schule in Nideggen weiter besuchten bzw. noch besuchen, wird Niemand sagen können.

Wer denkt schon bei späteren Gesundheitsschäden an den Schulneubau.
Juliane
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Beitragvon Ma Baker » Samstag 27. Dezember 2008, 21:43

Liebe Juliane,

ich hege Hoffnung.
Wie oft fällt wenn man sich mit Leuten unterhält der Satz: "Dann schau ich mal im Internet nach"?
Wenn die Info nur eine Mutter oder ein Vater in einer solchen verseuchten Schule findet, haben die Leute gewonnen.
Sofern sie Infos wollen.

Tragen wir weiter zusammen für Eltern auf der Suche nach Wahrheit.

Liebe Grüße,
Ma Baker
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Beitragvon Juliane » Samstag 27. Dezember 2008, 21:50

Ja, Ma Baker,

das habe ich auch gerade gedacht. Informationen sammeln und hier zur Verfügung stellen.

Auf den Internetseiten der Deutschen Umwelt und Gesundheitsinitiative e.V.
gibt es eine Datei des ehemaligen Schulleiters Wolfgang Krug, der in einer Schule in Baunatal schwer erkrankte. Diese Schule wurde seinerzeit abgerissen.

Ohne den Mut und die Zivilcourage des Schulleiters Krug wäre das sicher nicht
geschehen.

Wolfgang Krug berichtet auf der dugi-Seite über einen
Personenkreis von ca. 20 Lehrern und Angestellten .

Alleine in diesem Personenkreis gibt es


4 Todesfälle

8 Krebserkrankungen

6 Fehl- und Todgeburten

sowie

Immunschädigungen

Herz-Rhythmus-Störungen...

http://www.dugi-ev.de/KrugWolfgang-KinderhirnInNot.pdf


Das wäre eine Aufgabe für unsere Damen und Herren Umweltmediziner,
zu untersuchen, wie es den ehemaligen Schülern dieser Grundschule
heute geht.
Juliane
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Beitragvon Stier » Sonntag 28. Dezember 2008, 13:19

Anbei ein wichtiger Hinweis für alle Betroffenen, die in "schadstoffbelasteten" Schulen unterrichtet werden:

Aufgrund der Gesetzeslage gilt der Spruch:

"GESUNDHEIT geht VOR SCHULPFLICHT" !
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Beitragvon Stier » Sonntag 28. Dezember 2008, 15:34

Es würde mich nicht wundern, wenn im Fall der schadstoffbelasteten Realschule HAGEN seitens der Verantwortlichen (der Stadt) auch PROF. EWERS vom Hygieneinstitut Gelsenkirchen noch hinzugezogen würde. Dieser wird häufig von den Kommunen hinzugezogen, wenn es um Schadstoffbelastungen in Schulen geht. Die Elterninitiative "Gesunde Schule" HAMM hatte es abgelehnt, dass Prof. Ewers im Fall der Schadstoffbelastungen der Dietrich-Bonhoeffer- Schule in Hamm hinzugezogen werden sollte. Diesbezüglich gab es 2007 einen Eintrag im Forum des Westfälischen Anzeigers:

Prof. EWERS – KRITIK Initiative Gesunde Schule Hamm – hat Prof. EWERS abgelehnt

Forum des Westfälischen Anzeigers:

erstellt: 21. Januar 2007 16:47 zitat

"Prof. Ewers macht sich selbst mit seiner IMMER GLEICHEN Vorgehensweise im Fall von Schadstoffbelastungen UNGLAUBWÜRDIG.

Es ist inzwischen bundesweit bekannt, dass Prof. Ewers in vielen seiner Gutachten UNBEDENKLICHKEIT bescheinigt und dabei den Interessen seiner Auftraggeber, im Normalfall Städte, Gemeinden oder staatliche Institutionen, entgegenkommt.

Denn die Träger der belasteten Schulen stellen ihr eigenes wirtschaftliches Interesse über ihre Verantwortung den Kindern und Lehrern gegenüber.

Dies ist eine Beobachtung, die an vielen deutschen Schulen erhärtet wird, unter anderem auch an der "Dietrich-Bonhoeffer-Schule" in Hamm-Westtünnen.
Selbst wenn hier mittlerweile eine Entscheidung zu Gunsten einer Sanierung getroffen wurde, wurden die Kinder doch mehr als sechs Jahre in den Schadstoffen sitzen gelassen.

Die Initiative Gesunde Schule hat die Hinzuziehung von Herrn Prof. Ewers zur Erstellung eines Gutachtens ABGELEHNT, da angesichts der vergangenen Beurteilungen von Schadstoffbelastungen an anderen Gebäuden durch Prof. Ewers hier die begründete Vermutung einer interessengeleiteten Begutachtung bestand.

Dies sollte nicht Sinn und Zweck einer Beauftragung sein, die aus öffentlichen Mitteln finanziert wird."

Alles Gute wünscht Ihre
Initiative Gesunde Schule
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Beitragvon Melville » Sonntag 28. Dezember 2008, 15:51

Im Xing Forum gefunden, ev. hilfreich:

"Gerade habe ich wieder ein Bauprojekt erlebt, bei welchem ökologische Farben verwendet wurden. Leider handelt es sich hierbei auch noch um eine Schule. Die Kinder sitzen in einer extrem schlechten Luft. Ich bekomme Kopfschmerzen in dem Gebäude und der Schreiner ist etwas verzeifelt. Ökologische Öle sind hier verwendet worden. Problem sind die Terpene, welche emittieren und die gesundheitlichen Probleme verursachen können. Auffällig ist auch, dass die gesamten Anbieter von Farben eine nachvollziehbare Prüfung von Emissionsverhalten verweigern. Mich ärgert es, dass immer wieder Kunden in diese Situation kommen, dass es viel zu stark riecht in der Sanierung oder Neubau."

https://http://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=14056937

Kontakt zu Peter Bachmann über http://www.xing.com/profile/Peter_Bachmann11
Melville
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Beitragvon Juliane » Montag 29. Dezember 2008, 10:29

Hallo Stier,

natürlich hast Du recht, dass Gesundheit vor Schulpflicht geht.
Allerdings können die Eltern nur geschlossen handeln.
Und ich würde auch einer geschlossenen Elterngruppe zu einem
Rechtsbeistand raten.
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Beitragvon Juliane » Montag 29. Dezember 2008, 22:21

"Die Eltern der Heinrich-Heine-Realschüler fahren im Streit um den ausdünstenden Kautschukboden schwerere Geschütze auf: Die Schulpflegschaft beschloss am Freitag, der Stadt Hagen ein Ultimatum zu stellen und Strafanzeige zu erstatten.
Die Stadt als Schulträger und Bauherr soll bis zum 16. Januar auf drei Forderungen reagieren: Der schwarze Kautschukboden, der gesundheitsschädliche Gase ausdünste, müsse entfernt werden. Zweitens müsse abwechselndes Heizen und Stoßlüften solange ermöglicht werden, bis keine Beschwerden bei den Nutzern des Schulgebäudes mehr aufträten. Drittens fordern die Eltern, anschließend eine neue Raumluftmessung durchzuführen.

Andernfalls, so formulierten die besorgten Teilnehmer der Sitzung, „werden wir es nicht mehr verantworten können, die Kinder wegen der Gesundheitsgefährdung in die Schule zu schicken”. Einstimmig verabschiedete die Schulpflegschaft dieses Ultimatum. Das Gremium untermauert es mit einer Strafanzeige wegen Körperverletzung.

Von den Eltern der erkrankten Kinder habe sich niemand bereiterklärt, diesen Schritt zu gehen, berichtete der Pflegschaftsvorsitzende, Peter Klammer: „Da bin ich ein Bisschen enttäuscht.” Einstimmig hingegen beschlossen die Elternvertreter, den Gang zur Staatsanwaltschaft zu gehen. So wolle sie schnelle Ermittlungen in dem Fall in Gang bringen."

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/hagen/2008/12/21/news-99877838/detail.html
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Beitragvon Amazone » Montag 29. Dezember 2008, 22:33

Die Leiterin der Schule hat allem Anschein nach meine Anregung mit der Strafanzeige aufgegriffen. Hoffentlich haben sie damit Erfolg.
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Beitragvon Dundee » Montag 29. Dezember 2008, 22:43

Die Eltern sollten sich flugs dazu entscheiden sich der Strafanzeige anzuschließen.
Ein Kuschen, nur um nicht anzuecken (wo?), hift der Gesundheit ihrer Kinder nicht.
Wenn ein Kind erst an Leukämie oder ähnlichem erkrankt ist, ist es zu spät für ein "hätte ich nur".
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Beitragvon Lulabee » Dienstag 30. Dezember 2008, 08:28

Sehr verantwortungsbewusste Entscheidung des Schulpflegeschaftsgremiums. Viel Erfolg!
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Beitragvon Timo Beil » Dienstag 30. Dezember 2008, 18:04

Die Eltern sollte sich unbedingt mit den Eltern
aus Nideggen in Verbindung setzten.
Ich habe seinerzeit das Forum des Westfälischen Anzeigers gelesen.
Bestimmt ist ein Erfahrungsaustausch hilfreich.

Hat nicht der Vater des Mädchens, das in Nideggen an MCS erkrankt ist,
auch eine Anzeige erstattet. Wenn ich mich recht erinnere, wurde hier
über einen Artikel in der Bild berichtet.
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Beitragvon Stier » Mittwoch 31. Dezember 2008, 15:14

hallo Timo,

Die Eltern in Hagen haben sich bereits mit den Eltern aus Nideggen in Verbindung gesetzt. Diese Information konnte ich einem Zeitungsartikel des WR vom 22.12.08 bezüglich der Heinrich-Heine Realschule HAGEN mit dem Titel: "Strafanzeige gegen Stadt" entnehmen.

Dort heißt es an einer Stelle: " Bereits während der Sitzung (gemeint ist wohl eine Pflegschaftssitzung) am Freitag TELEFONIERTE KLAMMER (das ist wohl der Vorsitzende der Pflegschaft) mit dem LEIDENSGENOSSEN Klaus Ladwig aus NIDEGGEN/EIFEL.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 31. Dezember 2008, 17:50

Wenn man sich in diesem Land gegen Schadstoffe zur Wehr setzt,
musss man damit rechnen, dass man auf eine unerwartet scharfe
Gegenreaktion trifft.

Das mussten schon viele Menschen am Arbeitsplatz erfahren und
auch Eltern, die die Gesundheit ihrer Kinder in Gefahr sahen
bzw. deren Kinder in Schulen durch Schadstoffe gesundheitlich
geschädigt wurden.

Ich kann den Eltern in Hagen nur raten, sich immer geschlossen
zur Wehr zu setzten.

Ich stelle hier einen link ein auf eine bbu Seite, die umfangreich
darüber informiert, wie die Behörden, Ämter und Gutachter mit
Eltern aber auch mit Lehrern umgehen, die nicht nach ihrer Pfeife tanzen.


Das Modell ist immer gleich: Psychopathologisierung.

http://www.bbu-online.de/AG%20Innenraumschadstoffe%20und%20Gesundheit/Schulen/Grundlegendes/Disposition%20Kindergesundheit.htm
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 31. Dezember 2008, 17:51

Vom 17. bis 19. 3. 2007 fand in Frankfurt das 10. Kolloquium “Umwelt und Gesundheit” statt. Dort wurde dieser Fallbericht und noch viele andere vorgestellt.

Ein ganz alltäglicher Krimi.

Oder was so alles passieren kann, wenn man am Arbeitsplatz krank wird.

"Die beamtete Lehrerin erhielt ein sogenanntes
„ Wissenschaftliches Gutachten“ eines Experten für Neurologie und Psychiatrie.
Nach einem ca. zweistündigen Gespräch und einer etwa 5 –10 Minuten währenden körperlichen Untersuchung diagnostizierte er „ überwertige Gedanken“, sowie eine „paranoide Persönlichkeitsentwicklung“.
„Dies ist eine Persönlichkeitsstörung, der im sozialen Umgang durchaus die Wertigkeit einer Psychose zukommt“, außerdem bestehen „ inhaltliche Denk- und Urteilsstörungen für den Komplex Allergie, Allergene, Umwelt bzw. Umweltgifte.“
Der Experte beschreibt nach dem kurzen Gespräch, dass „ ihre naive Einstellung zur Umwelt ist verlorengegangen ist“, da sie
„ selbst unter dem Parkettboden der Klassenräume ihrer Schule nachgräbt , um Ursachenforschung zu betreiben und um Beweise für die Richtigkeit ihrer Auffassung, ihrer Sicht der Dinge zu finden.“
Zitat: „ Somit hat bei Frau (…) die anfängliche paranoide Reaktion, resultierend aus den überwertigen Gedanken zu einer paranoiden Entwicklung mit querulatorisch- kämpferischer Note , zu einer bleibenden Verrückung des persönlichen Standpunktes gegenüber der Umwelt, zu einem Verrücktsein geführt. Nachdem sie nun nicht mehr nur gegen PCP allergisch ist, sondern sich auch mit einer MCS behaftet sieht, hat sie von sich selbst nunmehr das Bild, eine Armee von Umweltschützern anzuführen, die ausgezogen ist, die Schüler vor dem Verrotten durch Umweltgifte zu retten. Ihr Husten ist dabei nur die – inzwischen eher bewusstseinsfern neurotisch aufgesetzte Fahne, die dem Heereszug, den anzuführen zu müssen sie glaubt, vorangetragen wird.
Die Behandlung eines derartigen paranoiden Syndroms bzw. einer solchen paranoiden Persönlichkeitsentwicklung ist ein nahezu aussichtsloses Unterfangen, weil ein Krankheitsbewusstsein gänzlich fehlt.
Auch eine Behandlung in einer psychiatrischen Klinik scheidet wegen des fehlenden Krankheitsbewusstseins aus, gerade das Abgesperrtsein von der Außenwelt würde, wenn man dann eine Behandlung erzwingen wollte, sie in ihrer misstrauischen und feindseligen Haltung eher noch bestärken, besonders, wenn man bedenkt, dass auch psychiatrische Kliniken öffentlicher Gebäude sind, die ihren Husten erst recht in Gang halten würden.“ ( Zitatende)

Dieses sogenannte „ wissenschaftliche Gutachten“ mit dem sich der Experte eigentlich selber disqualifiziert und damit zeigt, wer hier EIGENTLICH einer Behandlung bedürfte, äußert sich auf noch vielen weiteren Seiten in perfidester Weise zu den angeblichen psychischen Unzulänglichkeiten der Beamtin, die hier nicht alle aufgeführt werden können.

Die Ursachenforschung für die Erkrankungen an der Schule mit dem Ziel der Sanierung des Gebäudes wurden jedoch im Interesse der Schüler(innen ) weiter betrieben.
Die Schule wurde sieben Jahre nach dem Anfangsverdacht wegen extrem hoher Schadstoffbelastung mit krebserzeugenden PAK in der Parkettklebemasse saniert. Die psychi atrisierte Kollegin hatte also zu Recht genau dort nach den Schadstoffen gesucht, wo sie später auch zu finden waren."
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Beitragvon Stier » Mittwoch 31. Dezember 2008, 20:43

hallo Juliane,
danke für deinen informativen Beitrag.
Beim Durchlesen der Informationen des BBU (dein Link) zum Thema: "Schadstoffschulen" fand ich einen Beitrag recht aufschlussreich:

1. DIE BEHÖRDEN HABEN DEN KINDERN DEN KAMPF ANGESAGT:
MACHTAUSÜBUNG verhindert Sanierungen

Die Kosten für die SANIERUNg SCHADSTOFFBELASTETER SCHULGEBÄUDE in Deutschland würden in die Milliarden gehen. Es ist offensichtlich, dass die Verantwortlichen nicht dazu bereit sind, diese Gelder in die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu investieren.
Es fällt dagegen auf, dass andere öffentliche Gebäude ( Justizgebäude, Universitäten, Ministerien ) unter Aufwendung hoher Kosten zügig saniert werden.
Der behördliche Umgang mit Schadstoffproblemen an SCHULEN zielt darauf ab, STRATEGIEN zur VERHINDERUNG dringend notwendiger Sanierungen und zur Abwehr von Schadensansprüchen Geschädigter durchzusetzen . Außerdem sollen Präzedenzfälle möglichst vermieden werden.
Ziel dieses Verwaltungshandeln ist es also nicht, die Kinder vor den Schadstoffen, sondern das städtische bzw. kommunale Budget zu schonen.
Die gesundheitlichen Risiken, denen betroffene Kinder, Jugendliche und andere Gebäudenutzer dadurch ausgesetzt bleiben, finden dabei keinerlei Berücksichtigung.

Der EIGENTLICHE SKANDAL sind also nicht die in die Gebäude eingetragenen Schadstoffe, sondern der UMGANG der zuständigen Verwaltungen mit diesem Problem.
Überall in der Bundesrepublik versuchen Behörden, durch Machtausübung über den Verwaltungsapparat, Gebäudesanierungen zu verhindern oder zu verzögern .
In mitunter jahrelang andauernden Prozessen wird die Existenz von Schadstoffen in Schulgebäuden geleugnet und deren Nachweis zu verhindern versucht.
Die SCHULTRÄGER sind darum bemüht, Ergebnisse von Schadstoffgutachten im eigenen Interesse zu gestalten und - wenn das nicht gelingt - umzuinterpretieren.
Dabei scheuen sie nicht davor zurück, qualifizierte Sachverständige, Gutachter und Umweltmediziner in der Öffentlichkeit und vor Gericht zu inkompetenten Außenseitern abzustempeln und so durch gezielte Falschinformation die Urteilsfähigkeit der Öffentlichkeit zu untergraben.
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Beitragvon Stier » Mittwoch 31. Dezember 2008, 21:03

Am 28.12.(siehe oben)schrieb ich folgenden Beitrag:

"Es würde mich nicht wundern, wenn im Fall der schadstoffbelasteten Realschule HAGEN seitens der Verantwortlichen (der Stadt) auch PROF. EWERS vom HYGIENEINSTITUT GELSENKIRCHEN noch hinzugezogen würde. Dieser wird häufig von den Kommunen hinzugezogen, wenn es um Schadstoffbelastungen in Schulen geht.
Prof. EWERS – KRITIK "Initiative Gesunde Schule Hamm" – hat Prof. EWERS abgelehnt (s. Beitrag oben)

Demnächst wird es wohl - wie öfter bei Problemen von Schadstoffschulen - auch in HAGEN einen sogenannten "PROFESSORENSTREIT" geben.
Prof. EWERS ist tatsächlich schon von der STADT HAGEN beauftragt worden. Dies war in einem Zeitungsartikel der WR vom 16.12.zu lesen, den ich jedoch heute erst ausfindig machen konnte.

Der Artikel hat die Überschrift: Bezirksbürgermeister fordert die Stadt zu zügigem Handeln auf
- Die Schadstoff -AG der STADT lädt TOXIKOLOGEN zum Ortstermin (Januar) ein

Zitat: "Bei einem Ortstermin des Umweltausschusses soll dann auch ein TOXIKOLOGE des HYGIENEINSTIUTS GELSENKIRCHEN anwesend sein und Auskunft geben. Der sei zumindest angefragt"

Anmerkung: Dieser Toxikologe des HYGIENEINSTITUTS GELSENKIRCHEN wird wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der in Insiderkreisen betitelte Prof. für "Unbedenklichkeit", Prof. EWERS sein. (s.hierzu obiger Eintrag vom 28.12. 08, entnommen dem Forum der "Initiative Gesunde Schule Hamm"
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Beitragvon Juliane » Freitag 2. Januar 2009, 17:59

Hallo Stier,

ich habe mir gerade die Kommentare angeschaut auf den Seiten
derwesten.

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/hagen/2008/12/21/news-99877838/detail.html


Folgender Eintrag viel mir u. A. auf:



"Mich würde mal interessieren, wieviel von den Eltern rauchen.

#7 von Otto99, am 22.12.2008 um 15:15 "


Dieses "Agument" kenne wir aus vielen anderen Zusammenhängen.
Und ich frage mich, was das für ein Otto ist.

Im Sommer 2008 ist auf einer Tagung in Berlin ein Dr.Otto aufgetreten. Der hatte auch wundersame Argumente:

viewtopic.php?t=6679

Erinnert mich irgendwie an den Otto99 ?
Juliane
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Beitragvon Stier » Freitag 2. Januar 2009, 20:49

hallo Juliane,

wie wäre es mit einem Kommentar bezüglich "Otto 99" in der HAGENER Zeitung?
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Beitragvon Juliane » Montag 5. Januar 2009, 16:44

Das lieber Stier lasse ich lieber hier mal so stehen.
Das Argument von Otto99 ist ja doch für kritische
Leser leicht zu durchschauen.
Juliane
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 8. Januar 2009, 20:57

"Mittwochmorgen, erster Schultag nach den Weihnachtsferien: 60 der aktuell 528 Heine-Realschüler sind gar nicht erst zum Unterricht erschienen: „Die Eltern wollen ihre Kinder bei Temperaturen jenseits der -10-Grad-Marke nicht in eisige Klassenräume schicken”, erläutert Frau Kafol die Situation. Zuletzt fand der Unterricht in Boelerheide nur bei geöffneten Fenstern statt, um angesichts der erhöhten Styrol-Belastung in mehreren Räumen und Fluren für anhaltenden Frischluftaustausch zu sorgen. Gestern beschränkte man sich an der Kapellenstraße aufs Stoßlüften. Mit dem Ergebnis, dass bis zum Schulschluss am Mittag weitere 60 Schüler mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindelgefühlen sich frühzeitig nach Hause verabschiedeten.

Dabei sollten systematische Lüftungsaktionen während der Winterferienwochen die seit dem Sommer offenbar durch die Brandsanierungsarbeiten entstandenen Luftbelastungen mit dem gesundheitsgefährdenden Stoff Styrol endgültig beenden. Immer wieder wurde der Bau rund um Weihnachten auf 25 Grad aufgeheizt, um anschließend wieder zu lüften. Die Ergebnisse einer abschließenden Raumluftmessung sollen am Montag, 12. Januar, dem Umweltausschuss bei einem Ortstermin präsentiert werden.

Eine erste Raumluftmessung durch die Münsteraner Gesellschaft für Schadstoffuntersuchung und Sanierungsbegleitung hatte laut Gutachter Dr. Hansjörg Kieper ergeben, dass „der Kautschukbodenbelag als Quelle für die erhöhten Styrol-Raumluftkonzentrationen anzusehen” sei"

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/hagen/2009/1/7/news-103281812/detail.html
Juliane
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Beitragvon Stier » Samstag 10. Januar 2009, 19:47

Heute stand bei den Kommentaren zu dem von Juliane angegebenen Zeitungsartikel bezüglich der "Schadstoffschule Hagen" der erste KOMMENTAR einer SCHÜLERIN:

"WIR SCHÜLER UND DIE LEHRER LEIDEN UNTER DER JETZTIGEN SITUATION!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
ALLE die meinen die Schüler wurden es übertreiben wissen gar nicht wovon sie reden. ICH bin auf dieser Schule und bekomme die Situation täglich mit. ICH leide, genauso vie meine Mitschüler, täglich unter den Raumluftbelastungen. ALLE die sagen es seie nicht schlimm und WIR würden es übertreiben würde ich gerne mal bei eisigen Temperaturen bei Büroarbeiten oder so sehen. Zusätzlich auch noch mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Schleimhautreizungen etc. DIESE LEUTE haben warscheinlich keine Kinder und auch kein Herz für andere Kinder. Dies finde ich echt schade denn ich bin eine von 528 Schülern die unter der Situation leidet. Dabe muss man auch bedenken, dass die Lehrer genauo darunter leiden und öfters krank sind. Wir haben dann Unterrichtsausfall und leiden insofern darunter, dass z.B. die 10. Klassen bald die Zentralen Abschlussprüfungen schreiben unddies ighre Zukunft bestimmt und Unterrichtsausfall und Gesundheitliche Beschwerden ebenso wie Fehlstunde nicht hilfreich sind.
ICH KANN BEZEUGEN DAS M;EINE SCHULE IN EINEM KATASTROPHALEN ZUSTAND IST UND WIR ALLE UNTER DEN RAUMLUFTBELASTUNGEN IN DEN MIT KAUTSCHUKBODEN AUSGESTATTETEN RÄUMEN LEIDEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"

#15 von Vanessa16, vor 3 Stunden
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Beitragvon Sato » Samstag 10. Januar 2009, 20:01

Vanessa, wo immer Du bist, dass ist mutig und es ist verdammt richtig,
dass Du es der Öffentlichkeit schreibst.

Bleibt stark!!!
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Beitragvon pretty women » Samstag 10. Januar 2009, 22:47

Ihr müsst Alle zusammenhalten Vanessa. Die Gesundheit gibt einem Niemand zurück, wenn man in solchen Klassenräumen krank geworden ist. Und hier im Forum kann man
lesen, was mit denen passiert, die nicht Chemie-kompatibel sind. Es geht um mehr als
gute Noten in der Prüfung. Seht Euch zusammen den Film im ZDF Archiv an. Das ist das Schlimmste was einem passieren kann, an MCS zu erkranken. Fast noch schlimmer
als Krebs. Das glauben Sie Dir nämlich, weil sie noch dran verdienen können.
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Beitragvon Stier » Sonntag 11. Januar 2009, 14:42

Bezüglich der Schadstoffproblematik der Heinrich-Heine Schule in Hagen gibt es in diesem CSN Forum noch eine Gruppe von Einträgen, und zwar unter dem Thema: Schon wieder eine Stinkeschule
Auch bei diesen Beiträgen gibt es gute Anregungen und Tipps für Betroffene (Lehrer, Schüler, Eltern).

Zu finden unter:

viewtopic.php?t=8131 (Link: : Sick-building-Syndrom, verseuchte Schulen
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Beitragvon Vanessa16 » Sonntag 11. Januar 2009, 17:41

[color=black]Farbtext[/color]
Ich finde es toll, dass es viele gibt die Verständnis für die Schüler und Lehrer haben.
Ich kann nur so viel dazu sagen: Viele meinen wir würden es Übertreiben und das die meisten Schüler rauchen oder in Raucherfamilien wohnen. Es gibt zwar einige Schüler die an unserer Schule rauchen. Es sind aber nur um die 30 von ca. 530 Schüler. Ich selber bin Nichtraucherin, habe noch nie geraucht und lebe in einem Nichtraucherhaushalt. Komisch, dass ich seit dem Bezug in die Neusanierte Schule auch gesundheitliche Beschwerden habe.
Schüler, Lehrer und Eltern meiner Schule werden dafür kämpfen, dass wir wieder einen sicheren Ort bekommen, an dem wir lernen können!!!! Denn es kann nicht angehen, dass sich nichts ändert. Für die nächste Zeit ist geplant in die benachbarte Schule zu ziehen. Es wird Schichtunterricht geben. Dies nicht nur für uns sondern auch für die Schüler der anderen Schule. Ich denke viele Eltern der anderen Schule werden dies nicht einsehen und genauso wie unsere Schule protestieren. Dies ist auch das, dass wir damit erreichen wollen, denn bis jetzt hat noch niemand eingewilligt das die Kautschukböden entfernt und neue Böden verlegt werden. Wie lange soll denn der Schichtunterricht anhaltehn. Nicht nur, dass wir Nachmittagsunterricht haben werden. Wir werden zusätzlich verkürzten Unterricht haben. Dies hat zur Folge, dass wir bei den Vorbereitungen auf die zentralen Abschlussprüfungen begrenzte Zeit haben und im Zweifelsfall schlecht abschneiden und damit vielleicht die Qualifikation oder den Abschluss nicht bekommen. Viele haben vor auf das Gymnasium oder eine Berufsschule zu gehen und können sich somit keinen Schlechten Abschluss ohne Quali leisten!!!
Vanessa16
 

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Beitragvon Amazone » Sonntag 11. Januar 2009, 18:01

Hallo Vanessa,

ich denke, dass es vielleicht für Euch von Nutzen sein könnte, wenn all diejenigen von Euch, die gesundheitlich Beschwerden durch den Fußbodenbelag haben, zum Arzt gehen und sich das attestieren lassen. Das könnte mittel- oder langfristig wichtig sein, um Beweise zu haben.

Strafanzeige gegen die Stadt wegen Körperverletzung wäre auch anzu raten.

Alles Gute
Amazone
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Beitragvon Frank-N-Furter » Sonntag 11. Januar 2009, 19:09

Hallo Vanessa,
ich finde es richtig gut, dass Ihr Euch einsetzt, dass sich an Eurer Schule etwas ändert.
Es ist Eure Zukunft, die auf's Spiel gesetzt wird und Eure Gesundheit.

Wenn Ihr Hilfe braucht, wir sind hier. Viele hier im Forum kennen sich gut mit Chemikalien aus
und sie wissen wo man Sicherheitsdatenblätter und Informationen über bestimmte Chemikalien finden.

Sagt nur was Ihr braucht, wir suchen es für Euch.

Viele Grüße,
Frank-N-Furter
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Beitragvon Eddy » Sonntag 11. Januar 2009, 19:35

Hallo Vanessa,

dass Du in Deiner Schule nach deren Sanierung starke Gesundheitsprobleme hast, tut mir leid für Dich und Deine Mitschüler und Lehrer. Aber wie Frank und die anderen es schon sagten, wenn Ihr was braucht, werden wir helfen. Kämpfen können wir auch, das müssen wir MCS Kranken ja leider, weil man uns ebenfalls als Übertreiber hinstellt, genau wie Euch.

Amazones Idee finde ich gut. Wenn Ihr einen guten Arzt kennt, könntet Ihr auch alle dort hin gehen. Wenn er Euch allen entsprechende Atteste ausstellt, verstärkt dieses die Tragweite der gesundheitlichen Folgen Eurer Schulsanierung. Dann könntet Ihr mehr Druck ausüben.

Gruß Eddy
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Beitragvon Betty Zett » Sonntag 11. Januar 2009, 20:45

Hallo Vanessa,

willkommen im Forum!
Wirklich gut, dass Ihr Euch einsetzt.
Eine Strafanzeige würde ich allerdings nicht machen, lieber bei der Stadt vorsprechen.

Vielleicht täglich Mails an den Bürgermeister schicken und ihm sagen wie es Euch geht.
Den Weg würde ich besser finden.

Liebe Grüße,
Betty
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Beitragvon Betty Zett » Sonntag 11. Januar 2009, 20:55

friedlicher Widerstand ist immer besser, weil die Euch schon jetzt als Simulanten hinstellen.

Ihr könnt Euch E-Mailadressen anlegen und ab gehts.

Einfach ungefähr so schreiben:

Hallo Herr Bürgermeister,

heute war ich 4 Std. in der Schule. Ich habe wieder schlimme Kopfschmerzen, mir ist
schwindlig. ....

Bitte helfen Sie uns!

Jeder kann jeden Tag beschreiben was er für Symptome hat,
das wird bestimmt ernst genommen.


Verboten ist daran auch nichts und wenn ich Bürgermeister wäre,
wäre ich froh die Infos zu kriegen. Ich kenne nämlich einen Bürgermeister,
der ist dann selbst zur Schule hin und hat sich die vergammelten giftigen
Container angeschaut. Die Dinger wurden dann kurz darauf abgerissen auf
Anweisung des Bürgermeisters.

Hut ab für diesem Mann!
Betty Zett
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Beitragvon Juliane » Sonntag 11. Januar 2009, 22:50

Liebe Vanessa, Du schreibst


"Viele meinen wir würden es Übertreiben und das die meisten Schüler rauchen oder in Raucherfamilien wohnen. Es gibt zwar einige Schüler die an unserer Schule rauchen. Es sind aber nur um die 30 von ca. 530 Schüler. Ich selber bin Nichtraucherin, habe noch nie geraucht und lebe in einem Nichtraucherhaushalt. Komisch, dass ich seit dem Bezug in die Neusanierte Schule auch gesundheitliche Beschwerden habe."

Den Schuh, den Euch Otto99 und andere hingestellt haben, den müsst ihr euch nicht anziehen.

Das ist eine beliebte Masche, den Menschen, die durch irgendwelche Chemikalien in der Schule oder am Arbeitsplatz krank geworden sind die Wahrnehmung abzusprechen.

Jeder Mensch kann von Chemikalien krank werden. Egal, ob Raucher oder Nichtraucher, Passivraucher oder Nicht-Passivraucher, Arbeiter oder Direktor. Du kannst sicher sein, dass es Millionen Menschen gibt, die von Chemikalien krank geworden sind. Die Menschen haben halt Krankheitsanzeichen, die man auch mit vielen anderen Krankheitsanzeichen verwechseln kann.

Das Schlimme ist, dass die meisten Ärzte in unserem Land keinen Dunst haben, was Chemikalien so alles für Krankheiten machen können. Das ist kein Zufall Vanessa.

Es geht immer um sehr viel Geld. Stell Dir mal vor, ein unabhängiges Labor würde unter realen Bedingungen feststellen, dass Baumaterialien Schadstoffe abgeben, die sich auch im Blut der Raumnutzer wieder finden. Stell Dir weiter vor, ein unabhängiger Mediziner käme zu der Feststellung, dass Krankheiten, die in dem belasteten Raum aufgetreten sind, von den Schadstoffen eines Baumaterials kommen.

Dann könnten die geschädigten Raumbenutzer wegen Körperverletzung klagen. Und das könnte teuer werden ,insbesondere dann, wenn die Raumbenutzer durch die Schadstoffe dauerhaft erkrankt wären.
Und die Hersteller eines Baumaterials, das Schadstoffe freisetzt, hätten das Nachsehen.


Ihr müsst euch auch nicht den Schuh anziehen ,ihr würdet übertreiben. Wenn neun Raumbenutzer in einem Raum nicht akut krank werden und der Zehnte wird krank, ist das kein Beweis, dass der Raum gesund ist. Ob man von bestimmten Chemikalien krank wird, hängt von vielen Faktoren ab. Jeder Mensch ist anderes. Jeder hat andere Erbanlagen und eine andere Lebensgeschichte. Und der Eine erkrankt in einem schadstoffbelasteten Raum innerhalb kurzer Zeit und erholt sich wieder, während eine Anderer zeitlebens krank bleibt. Manchmal kommt die Krankheit erst Jahre später. Ich habe mal einen Vortrag gehört von einem schwerkranken Schulleiter, der in einer stark belasteten Schule krank wurde. Viele seiner
Kollegen sind schon an Krebs gestorben. Es ist nämlich nicht so, dass die Schadstoffe Manchen nichts ausmachen.


Würden wir in einer vernünftigen Gesellschaft leben, dann würde man die Krankheitsanzeichen die Du und Deine Mitschüler haben sofort als Warnhinweis erkennen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Weißt Du, früher haben die Bergleute Vögel mitgenommen,
wenn sie untertage gingen. Die Vögel fallen nämlich schneller um als die Menschen und so hatten die Bergleute eine Art Frühwarnsystem.

Heute ist es üblich alle Frühwarnsysteme einfach zu übersehen.

Wenn das mit dem Schichtunterricht klappt, ist es erst mal die beste Lösung.
Das Wichtigste ist, dass ihr alle aus diesen Räumen herauskommt.

Warum das am dringlichsten ist, kann ich Dir sagen. Niemand wird vorhersehen können,
welcher Schüler oder welche Schülerin von Schadstoffen so stark geschädigt wird, dass
die Krankheit für immer bleibt. Da kannst mir glauben, dass die meisten Benutzter dieses Forums hier alles gemacht hätten, wenn sie vorher gewusst hätten, was die Schadstoffe anrichten können. Die meisten Menschen haben sich zur Arbeit und in die Schule geschleppt bis zum endgültigen Zusammenbruch.

Keine Note kann so wichtig sein, wie die Gesundheit. Deshalb seid froh, wenn ihr aus den Räumen herauskommt.

Macht aus der Not eine Tugend und schließt euch in kleinen Lerngruppen zusammen.
So kann man auch prima lernen zu Hause. Die Noten müssen wegen des Schichtunterrichts nicht schlechter werden.
Juliane
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Beitragvon Juliane » Montag 12. Januar 2009, 09:02

Hallo Vanessa,

Amazone hatte ja schon empfohlen einen Arzt aufzusuchen.

Was für alle Schüler und Schülerinnen aber insbesondere für diejenigen, die bereits
gesundheitliche Probleme haben, wichtig wäre, ist eine Untersuchung der Blutwerte.

Schau mal hier in diesen CSN Blog rein, den ich im Mai 2008 geschrieben habe:

"Im Nidegger Schulzentrum fand man im Blut der Kinder Aceton, Dichlormethan, Methylethylketon, Methanol, Xylol, Toluol.

Der höchste gemessene Toluol Wert bei einem Kind betrug 1195 Mikrogramm/l. Der Referenzwert beträgt 5 Mikrogramm/l.

Schüler und Lehrer in Neubauten und sanierten Altbauten leiden bei belasteter Raumluft unter Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Übelkeit, trockenen und brennenden Augen, Atemwegsproblemen, Bauchweh und manchmal auch unter grippeähnlichen Reaktionen "

http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/06/der-stoff-aus-dem-die-schulen-sein-teil-ii/

Die Interessengemeinschaft in Nideggen kann euch Auskunft geben. Man braucht einen sachkundigen Arzt und ein Labor, das solche Untersuchungen durchführen kann.

http://www.gift-in-schulen.de/
http://www.giftschulen.de/
Juliane
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