Handlungsorientierte umweltmedizinische Leitlinie

Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleit

Beitragvon Thommy the Blogger » Freitag 24. Februar 2012, 09:52

Umweltmediziner des dbu gehen heute auf Kreuzfahrt nach Norwegen.
Auf der Reise wird die neue "handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie" von Dr. Anke Bauer/Fachkliniken Nordfriesland vorgestellt.

Um Zusammenhänge und die Hintergründe für diese "handlungsorientierten umweltmedizinischen Praxisleitlinien" besser zu verstehen hat Juliane einen Artikel geschrieben.

Lest im CSN Blog und klickt bitte die Links zu den Originaldokumenten an:


Umweltmediziner auf Kreuzfahrt
http://www.csn-deutschland.de/blog/2012/02/24/umweltmediziner-auf-kreuzfahrt/
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Handlungsorientierte umweltmedizinische Leitlinie

Beitragvon Kira » Freitag 24. Februar 2012, 13:06

Ein großes Dankeschön und [url=http://www.smilies.4-user.de][img]http://www.smilies.4-user.de/include/Schilder/klasse.gif[/img][/url] geschrieben Juliane!
- Editiert von Kira am 24.02.2012, 12:06 -
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(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Handlungsorientierte umweltmedizinische Leitlinie

Beitragvon mirijam » Freitag 24. Februar 2012, 14:09

Hallo Juliane,

dein Artikel ist sehr informativ und aussagekräftig, alle entscheidenden Faktoren, die man braucht, um Umweltpatienten weg zu diagnostizieren, sind aufgelistet.

Das Land braucht möglichst viele Psycho-Patienten, also müssen sie erfunden werden, am besten, indem man körperliche Krankheiten psychopathologisiert, nach dem so genannten Bio-Psycho-Sozialen-Modell, ein Geschäftsmodell, das eine Massenpsychiatrisierung der Gesellschaft erleichtert.

Dies lässt ungehante Möglichkeiten der Therapie entstehen. Allein im Jahr 2003 wurden insgesamt von den Kassenärzten für 1,5 Milliarden Euro Psychopharmaka und Schlafmittel verordnet, (nicht mitgezählt sind Medikamente auf Privatrezept, ohne Rezept gekaufte Medikamente und die im Krankenhaus gegebenen Mengen).

Dazu siehe hier: http://www.epsy.de/pp3.htm

\"In den letzten Jahren wurden weniger Benzodiazepine, dafür mehr Antidepressiva (z.B. Trevilor) verordnet. Bei den Neuroleptika werden vermehrt die teuren \"Atypika\" (Risperdal, Zyprexa) eingesetzt.

Die \"hyperkinetische Verhaltensstörung\" bei Kindern wird immer häufiger (seit 1998 ein 9facher Anstieg) mit Methylphenidat behandelt.

Unter den 2000 am meisten verordneten Medikamenten sind über 200 Psychopharmaka. Bisher gibt es leider noch keine \"offizielle\" Bewertung (Positiv/Negativliste) dieser Präparate.\"

Dazu siehe hier:

http://www.epsy.de/psychiatrie/psychopharmaka.htm


Nicht umsonst werden Autoren solcher Leitlinien von den Herstellern bezahlt. Es zahlt sich tausendfach aus. ;-)

Dazu siehe hier: http://www.aerzteblatt.de/cme/artikel?id=121092 (und zwar ganz unten unter: Interessenkonflikt).

- Editiert von mirijam am 24.02.2012, 13:09 -
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Beitragvon Silvia K. Müller » Freitag 24. Februar 2012, 17:10

Hallo Juliane,

vielen Dank für den informativen Artikel durch den jeder, der ein wenig Durchblickvermögen hat,
begreift was auf uns Umweltkranke zukommen wird.

Gestern rief mich ein Umweltmediziner an. Ein Satz aus diesem Gespräch wird mir im Gehirn eingemeiselt bleiben.
Eine Autorin dieser Leitlinie habe zu ihm gesagt: "Ich bin nicht an Menschen interessiert".

Schaun' wir wohin die "Kreuzfahrt" der Umweltmediziner geht und arbeiten wir daran,
dass es für die Umweltkranken wenigstens einen Rettungsring gibt.
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Beitragvon Twei » Freitag 24. Februar 2012, 18:04

Ein Schiff auf Irrfahrt - Warum schlagen Umweltmediziner einen Kurs Richtung Psychiatrie ein?
Ich weiß es nicht.
Ich bin vollkommen enttäuscht.
Die ganzen letzten Jahre habe ich von den hiesigen Umweltmedizinern keine Hilfe erhalten. Sie fühlten sich für eine baubiologische Untersuchung meiner Wohnung nicht verantwortlich. Ebenfalls nicht für wichtige Blutuntersuchungen, welche sofort einen Beweis für eine Umweltvergiftung ergeben hätten. Sie weichten mit der Begründung aus, dass die Krankenkassen bei Kassenpatienten eine solche Untersuchung nicht finanzieren würden, ich müsse sie schon selber zahlen.
Auch würde mir kein Luft- und Wasserfilter für die Wohnung finanziert, keine schadstoffarme Renovierungen, Kleider, Möbel - also nichts, was ich zum unbedingten menschenwürdigen Überleben bräuchte.

UND JETZT WOLLEN mir deutsche Umweltmediziner als Hilfe eine Bio-Psycho-Soziale-Ausschlußdiagnostik aufbürden mit anschließender So-Wohl-Als-Auch Psychotherapie?

So-Wohl-Als-Auch MUSS, weil mir bei Weigerung dessen unter Umständen eine Leistungskürzung bzw. Streichung des Einkommens droht?

Der ICD-10 Code T78.4 schützt uns umwelterkrankte Menschen nicht vor Fehlbehandlungen einer Psychotherapie und einer menschenunwürdigen Befragung einer psychiatrischen Ausschlußdiagnostik, die dann nur den Sinn und Zweck hat, Umweltvergiftungen als eine seelische Hürde des Menschen zu verklären, die man mit Psychoeducation (Hypnose), Chemikalienimpfungen und Duftstoffexpositionen als "Desensibilisierungmaßnahme" weg zu therapieren habe.

Nur die staatlichen Behörden können unter dem Aspekt der Menschenwürde und Achtung die Einhaltung des ICD-10 Code T78.4 sowie die unbedingte Anwendung auf Betroffene garantieren. Eine Auschlußdiagnostik hat diesen Kriterien ebenfalls zu entsprechen. Noch eigenartiger ist es, dass es für Umwelterkrankte schon gesundheitsschonende Auschlußdiagnostiken und Linderungsbehandlungen OHNE Psychiater für Umweltmediziner gibt!

Wenn einzelne Medizinergruppierungen einen falschen Kurs einschlagen, haben m.E. die Behörden zu reagieren und jegliche Forschungs- und Unterstützungsgelder einzufrieren und gegebenenfalls juristische Maßnahmen zur Regulierung vorzunehmen.

Ich dachte, dass die Umweltmediziner endlich ihre Aufgaben in der Gesellschaft wahrnehmen würden und sich nicht nur als Hygieneputzteufelchen gegen die bösen Bazillen und Viren aufzuspielen hätten, sondern auch eine extra Sparte in ihrem Fach zu begründen hätten, um der immer gefährlicher anwachsenden Flut von Chemikalien auf den Menschen als Abhilfe begegnen zu können.

Ich dachte mein Leiden an MCS und das der anderen Mitbetroffenen, sowie von CFS, EMS und unter anderem auch Hauterkrankungen sowie ähnlichen Vergiftungserscheinungen, würden endlich mal eine Linderung erfahren. Seit meiner Erkrankung muß ich nur Einstecken, Ablehnung von Hilfeleistungen erfahren und darauf hoffen, dass diese Art von Abschiebung ins Vergessene, irgendwann einmal ein Ende erfährt.

Wieso werden MCS, CFS und EMS vom Gesundheitssystem und den staatlichen Träger nicht ernstgenommen?
Warum dürfen Umweltmediziner unter Ausschluß der Betroffen zweifelhafte Studien veröffentlichen und für Schwerstkranke Maßnahmen zum Anordnen ausdenken, die alle bisherigen Forschungsergebnisse des ICD-10 Code T78.4 außer Acht lassen, sowie den modernsten Forschungen und Behandlungstherapien aus den USA und anderen Staaten widersprechen?
Stattdessen schweigt man zu Gunsten der industriellen Wirtschaft und überweist/verweist umwelterkrankte Menschen zu Psychiatern.

Eine Boshaftigkeit mir gegenüber, empfinde ich außerdem durch die falschen Unterstellungen, die die Leitlinienschreiber und Unterstützer auf Seite 9 (siehe Zitat aus Beitrag Juliane oben) niedergeschrieben haben.

ZU SOLCHEN INDIVIDUEN KANN ICH KEIN VERTRAUEN ENTWICKELN !
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Beitragvon Leckermäulchen » Freitag 24. Februar 2012, 18:22

Und ich empfinde es als Frechheit, was auf den Seiten 26 und 27 (Pkte. 8 und 9) zur Patientenkommunikation steht.
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Beitragvon mirijam » Freitag 24. Februar 2012, 18:47

@ Twei

"Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht."

(Helmut Kohl)
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Beitragvon mirijam » Freitag 24. Februar 2012, 19:03

Psychiatrische Zwangsbehandlung verfassungswidrig!

"Am 23.3.2011 trat für die deutsche Psychiatrie der Supergau ein: Aufgrund entsprechenden Verfassungsbeschwerden erklärte das Bundesverfassungsgericht psychiatrische Zwangsbehandlung für verfassungswidrig. Entsprechend wurden Teile des Massregelvollzugsgesetzes in Rheinland-Pfalz und des Unterbringungsgesetzes in Baden-Württemberg dann im Oktober jeweils sofort für nichtig erklärt.

Es gab also noch nie eine verfassungskonforme Rechtsgrundlage für psychiatrische Zwangsbehandlung in der BRD.

Damit macht sich jeder Psychiater, der jetzt noch zwangsbehandelt der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Mit Schadensersetzforderungen und Klagen von Opfern psychiatrischer Zwangsbehandlung ist zu rechnen."


Den ganzen Artikel hier:

http://www.meinungsverbrechen.de/?p=203
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Beitragvon mirijam » Freitag 24. Februar 2012, 20:25

Die Psychiater machen schon Fortbildungskurse in allgemeiner Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie, -psychotherapie und
-psychosomatik:

Fortbildungsinhalte u. a.

\"Häufigkeit psychischer Störungen bei körperlich Kranken

Besonderheiten der psychopathologischen Diagnostik bei körperlich kranken Patienten

Somatoforme autonome Funktionsstörungen (kardiovaskulär, gastrointestinal, respiratorisch, urogenital)

Schwindel und Tinnitus

Psychische Störungen und Belastungen („Psychosomatische Störungen“) in der
Dermatologie\"

Fibromyalgie,

Chronic-Fatigue-Syndrom,

Multiple Chemical Sensitivity,

Elektrosmog,

Sick- Building-Syndrom

und andere “Umweltkrankheiten”\"


Siehe hier:

viewtopic.php?t=17221

- Editiert von mirijam am 24.02.2012, 19:31 -
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Beitragvon Blonde Babe » Freitag 24. Februar 2012, 20:45

UMG 1/2012
In der Mitte des Heftes ist die dbu-Leitlinie zu finden.
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Beitragvon Twei » Freitag 24. Februar 2012, 20:45

Danke Mirijam, dass hört sich für mich erst einmal beruhigend an. Jedoch sehe ich mich von sehr schlauen o.g. Ärzten umgeben, welche meines Erachtens Regeln akzeptieren können, aber gleichzeitig mittels eigener Strategien akzeptierte Regeln durch Verschachtelung der Zuständigkeit zu umgehen zu vermögen.

Wenn ich einen Umweltmediziner um Hilfe bitte, dann darf er mir nur durch Hinzunahme eines Psychiaters helfen. Akzeptiere ich den Psychiater nicht freiwillig, dann erhalte ich keine weiteren Hilfen. Da keine Zwangsbehandlung durch Psychiater erfolgen dürfen, bekomme ich so selbstredend auch keine umweltmedizinischen Hilfen. Ob ich umweltmedizinische Hilfen mit einem Psychiater bekommen würde, mag ich mittlerweile auch zu bezweifeln. Für Psychiater ein Proband sein zu dürfen, daran glaube ich eher.

Wenn kein Umweltmediziner meine Krankheiten zielführend diagnostizieren darf, mich nicht zu einem Toxikologien schicken kann, bzw. es werden keine Gelder für die Testverfahren von den Krankenkassen zur Verfügung gestellt, dann kann eine körperliche Erkrankung und die Arbeitsuntüchtigkeit eines Patienten nicht festgestellt werden.

Fazit: Die Behörden werden auf ein psychiatrisches Gutachten oder eine Rehabilitationsmaßnahme pochen. Eine umweltmedizinische Hilfeleistung, wie oben erwähnte schadstoffarme Wohnung, Inneneinrichtung, Kleidung u.ä. erfolgt nicht. Es gibt einen jahrelangen Gerichtsstreit, jahrelang keine erste Hilfsmaßnahmen und wenn man im Pech noch etwas Glück hat, wird man Höchstens eine Rente wegen völliger Erwerbsminderung auf Zeit zugesprochen bekommen.

Wenn man aber Pech im Unglück hat, dann wird man einer Arbeitsbelastungsprobe oder irgendwelchen anderen Maßnahmen unterzogen, da die Leistungsträger oder der psychiatrische Ausschlußdiagnostiker bzw. Gutachter behaupten kann, man sei Arbeitsfaul oder -müde.

Im Übrigen kann und muß ein Leistungsträger einen arbeitsuntüchtigen Leistungsempfänger einer Rehabilitationsmaßnahme unterziehen, da beide Seiten einen Anspruch zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt besitzen. Ein psychiatrisches Gutachten wird erst durch die Sozialgerichte bei Widerspruchsverfahren oder Rentenverfahren angeordnet.

Solche Verzögerungsschleifen als auch falsche Maßnahmen, verschlimmern den Krankheitsverlauf auf eine Stufe, die dem Patienten häufig seine letzte Kraft zum teilweise selbstständigen und menschenwürdigen Überleben beraubt.
Viele Umweltkrankheiten mit Vergiftungsfaktoren sind Unheilbar und erfahren durch eine psychiatrische Behandlung keine Heilung als auch keine wirkliche gesundheitliche Verbesserung. Jene Gegenthesen dessen, sind meines Wissens nach Verschönerungsbehauptungen oder wohlgefeilte Studien. Wer etwas anderes angibt, wird eine solche Krankheit nie ernsthaft erlebt haben.

Was hier gerade als Leitlinien auf einer Kreuzfahrt abgesegnet und gefeiert wird, ist meiner Auffassung nach nicht nur Anstiftung zur unterlassenen Hilfeleistung, sondern eine zukünftig zu erwartende grobe Körperverletzung an schwerstkranke Patienten und zudem eine Irreführung der BRD-Grundgesetze sowie des Urteiles des oben genannten Bundesverfassungsgerichtes.

(PS: Habe die Absätze nacheditiert...)
- Editiert von Twei am 24.02.2012, 21:29 -
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Beitragvon Mia » Samstag 25. Februar 2012, 00:01

Wenn man uns nicht helfen will, sollten wir diese Verweigerung nicht vielleicht öffentlich machen? Nutzen wir doch, soweit wir uns damit auskennen, die Möglichkeiten der weltweiten Communities wie facebook und twitter. Wie, weiß ich auch noch nicht; aber die Macht der Medien ist doch riesig! Lassen wir die Herrschaften ihre Kreuzfahrten machen, wer immer sie auch ihnen spendet, und organisieren wir uns als das, was wir sind: über den Tisch gezogene Patienten, die bevormundet und entrechtet werden sollen und sich dagegen wehren.
Glaubt Ihr, es macht Sinn, wehrhaft zu sein? Und weiß jemand, wie man sich zusammentun kann, auch wenn wir in verschiedenen Orten und Ländern wohnen?
Wir wissen oft zu gut, was unsere Allergien, Überempfindlichkeiten und die Reaktionen auf Chemikalien ausgelöst hat. Wir haben Laborananlysen, Untersuchungsbefunde, können seitenweise Tagebücher füllen mit diesem veränderten Leben;kommen aus Berufen oder Schulen, haben jahrelang gut funktioniert und könnten noch gesund sein, wenn Ämter , Behörden, Firmenverantwortliche usw. nicht weggesehen hätten, verschwiegen hätten, Prävention nicht verhindert hätten usw. Als Opfer eines unfähigen und schlecht ausgebildeten Kammerjägers und fehlender Hilfe durch dafür zuständige Ämter bin ich zutiefst empört, was jetzt geschieht.
Ich will nicht schon wieder Opfer werden, diesmal verantwortungsloser sogen. Experten.

Mia
P.S.: In der BRD gibt es mittlerweile 25 Millionen Allergiker, laut einem Pressebericht. Wie will man denn wohl diese Erkrankung so vieler Bürger erklären? Etwa auch psychisch??
Mia
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Beitragvon Galaxie » Samstag 25. Februar 2012, 02:15

Jetzt haben wir das nur schriftlich, was schon seit Jahren mit uns passiert. Denn wir merken doch schon lange, wie mit uns verfahren und gelogen wird. Hilfe immer in ferner Sicht, das erinnert an die Pest, wo Menschen ausgesetzt und ausgegrenzt wurden, wie es mit uns ähnlich von statten geht und alle verdienen noch mal an uns....

LG
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Beitragvon Alex » Samstag 25. Februar 2012, 11:07

Dem Vernehmen nach soll versucht werden uns davon zu überzeugen, dass ein wenig "Psycho" nicht schlimm ist und
die Leitlinie sonst nicht durch gegangen wäre. Wo durchgegangen wollte der Informant nicht sagen.
Jedenfalls will man den Psychoteil bagatellisieren und die dbu Leitlinie in vollem Umfang durchziehen.
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Beitragvon Juliane » Samstag 25. Februar 2012, 12:46

Natürlich ist ein Erklärungszusammenhang der aktuellen Leitlinienschreiberei die Begehrlichkeit der Mediziner, der Pharmaindustrie und der Klinikbetreiber

Andererseits kann man aber sagen, dass unsere Lebensweise Kollateralschäden produziert. Unter anderem MCS.

Die Zahlen steigen.

Wer soll das bezahlen?

Eine schadstofffreie Wohnung und einen schadstofffreien Arbeitsplatz auf Krankenschein? Gar Berentung wegen Berufskrankheit?

Geht nicht.

Also wie handeln wir das?

Risikomanagement.

Und wie kann man das auch noch in die sogenannte Marktwirtschaft integrieren?

Ganz einfach:

In Zukunft werden wir den "Patienten mit nicht-spezifischen, funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden" seiner systemkompatiblen Behandlung zuführen


Schauen wir mal hier:

Hausarzt online Mittwoch, 01. Dezember 2010 um 12:49

Mobilfunk und Gesundheit

Empfehlungen für die ärztliche Praxis

Für Patienten und Personen, die vermuten, dass ihre meist unspezifischen Beschwerden in einem Zusammenhang mit der Exposition zu Feldern des Mobilfunks stehen, konnte bisher in Studien nicht gezeigt werden, dass sie, bei entsprechender Exposition in Labor-
studien, diese Felder sensibler wahrnehmen als Personen, die dies nicht vermuten. Gleichwohl müssen diese Patienten in ihrer Beschwerdelage ernst genommen werden, ohne dass ihnen dabei der angenommene Umweltbezug leichtfertig bestätigt wird. Im Rahmen einer vorzugsweise interdisziplinären Diagnostik und Risikokommunikation muss es gelingen, sie für alternative Konzepte zur Ursache ihrer Beschwerden und Krankheiten zu öffnen um ihnen dann eine angemessene Therapie zukommen zu lassen [10].......


Prof. Dr. Caroline Herr: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Oberschleißheim, E-Mail:
Caroline.Herr@lgl.bayern.de

http://www.hausarzt-online.at/hausarzt/index.php?option=com_content&view=article&id=251:mobilfunk-und-gesundheit&catid=1:fortbildung&Itemid=2


Man merke auf
"vorzugsweise interdisziplinären Diagnostik und Risikokommunikation"

Kann man leisten. Mit einem Großaufgebot von Fachgesellschaften und Verbänden

Henningsen macht es vor:


S3- Leitlinie „Nicht-spezifische, funktionelle und somatoforme
Körperbeschwerden“ (051/001): Langfassung


Deutsches Kollegium für
Psychosomatische Medizin
(DKPM) (federführend)
(Mandatsträger: Peter Henningsen)

Deutschen Gesellschaft für
Psychosomatische Medizin und
Ärztliche Psychotherapie e.V.
(DGPM) (federführend)
(Mandatsträger: Peter Henningsen)


Deutsche Gesellschaft für
Allgemeinmedizin und
Familienmedizin (DEGAM)
(Mandatsträger: Markus Herrmann)

und weitere teilnehmende/ federführende Fachgesellschaften und Verbände:


Deutsche Gesellschaft für
Psychosomatische
Geburtshilfe und Gynäkologie
(DGPFG) (Mandatsträgerin:
Friederike Siedentopf)

Deutsche Gesellschaft für
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde,
Kopf- und Hals-Chirurgie
(DGHNO) (Mandatsträgerin:
Astrid Marek)

Deutsche Gesellschaft für
Allgemeinmedizin und
Familienmedizin (DEGAM)
(Mandatsträger: Markus Herrmann)

Deutsche Gesellschaft für
Urologie (DGU)/ AK
Psychosomatische Urologie
und Sexualmedizin
(Mandatsträger: Dirk Rösing)

Deutsche Gesellschaft für
Psychiatrie, Psychotherapie und
Nervenheilkunde (DGPPN)
(Mandatsträger: Volker Arolt)

Deutsche Gesellschaft für
Zahn-, Mund- und
Kieferheilkunde (DGZMK) /AK
Psychologie und
Psychosomatik
(Mandatsträgerin: Anne
Wolowksi)


Deutsche Gesellschaft für
Chirurgie (DGCH) (Mandatsträger:
Marcus Schiltenwolf)


Deutsche Gesellschaft für
Gynäkologie und Geburtshilfe
(DGGG) (Mandatsträgerin.
Friederike Siedentopf)

Deutsche Gesellschaft für Innere
Medizin (DGIM) (Mandatsträger:
Hubert Mönnikes)

Deutsche Gesellschaft für
Kardiologie (DGK)
(Mandatsträger: Karl-Heinz
Ladwig)


Deutsche Gesellschaft für
Neurologie (DGN)
(Mandatsträgerin: Marianne
Dieterich)

Deutsche Gesellschaft für
Rheumatologie (DGRh)
(Mandatsträger: Wolfgang Eich)

Deutsche Gesellschaft für
Psychoanalyse, Psychotherapie,
Psychosomatik und
Tiefenpsychologie (DGPT)
(Mandatsträger: Gerd Rudolf)

Deutsche Gesellschaft für
Verdauungs- und
Stoffwechselkrankheiten
(DGVS) (Mandatsträger: Hubert
Mönnikes)

Deutsche Psychoanalytische
Vereinigung (DPV)
(Mandatsträger: Ulrich Schultz-
Venrath)

Deutsche Gesellschaft für
Orthopädie und
Orthopädische Chrirurgie
(DGOOC) (Mandatsträger:
Marcus Schiltenwolf)

Deutsche Gesellschaft für
Medizinische Psychologie
(DGMP) (Mandatsträgerin: Heide
Glaesmer)

Deutsche Dermatologische
Gesellschaft (DDG)
(Mandatsträger: Uwe Gieler)


Deutsche
Gesellschaft für
Verhaltensmedizin
und
Verhaltensmodifikation
(DGVM)
(Mandatsträger:
Winfried Rief)

Deutsche Gesellschaft für
Allergologie und Klinische
Immunologie (DGAKI)
(Mandatsträger: Uwe Gieler)

Fachgruppe Klinische
Psychologie und
Psychotherapie der Deutschen
Gesellschaft für Psychologie
(DGPs) (Mandatsträgerin:
Alexandra Martin)

Deutsche Gesellschaft für
Kinder- und Jugendmedizin
(DGKJ) (Mandatsträgerin:
Kirsten Mönkemöller)

Gesellschaft für Hygiene,
Umweltmedizin und
Präventivmedizin (GHUP)
(Mandatsträgerin: Caroline Herr)

Deutsche Gesellschaft für
Sozialmedizin und Prävention
(DGSMP) (Mandatsträger:
Wolfgang Deetjen)

Deutsche Gesellschaft für
Arbeitsmedizin und
Umweltmedizin (DGAUM)
(Mandatsträger: Dennis Nowak)

Deutsche
Arbeitsgemeinschaft
Selbsthilfegruppen (DAG
SHG) (Mandatsträger: Jürgen
Matzat)


http://www.funktionell.net/S3-LL%20N...angfassung.pdf
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Beitragvon Juliane » Samstag 25. Februar 2012, 13:06

Wird sich was ändern in der Wahrnehmung der Risikomanager?

Wohl kaum.

Wir leben in einem Land, wo die Industrie mit an Leitlinien bastelt:

Leitlinien-Detailansicht
Umweltmedizinische Leitlinie: Human-Biomonitoring
Stand: 30.09.2011 , gültig bis 30.09.2016

Adressaten:
Arbeitsmedziner, Umweltmediziner, Betriebsärzte


http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/002-024.html">http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/002-024.html

Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für
Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM)
Umweltmedizinische Leitlinie Human-Biomonitoring


Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e. V. (DGAUM)

Erarbeitet von: M. Bader und H. Lichtnecker (2003)

überarbeitet von: M. Bader (2011)

Vom Vorstand der DGAUM verabschiedet (September 2011)

http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/002-024l_S1_Human_Biomonitoring_2011-10.pdf


Interessenkonflikt-Erklärung
Leitlinienkoordinator: PD Dr. rer. nat. Michael Bader

Leitlinie: Umweltmed. LL Human-Biomonitoring
http://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Leitlinien/002_D_Ges_fuer_Arbeitsmedizin_und_Umweltmedizin/002-024i_S1_Human_Biomonitoring_2011-10.pdf


http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/002-024.html">http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/002-024.html



http://www.mh-hannover.de/
Umweltmedizin2011.pdf


Biomonitoring in der Umweltmedizin
Grundlagen und aktuelle Themen


PD Dr. Michael Bader
BASF SE
Occupational Medicine & Health Protection
GUA/CB H 308
67056 Ludwigshafen

http://www.mh-hannover.de/fileadmin/institute/arbeitsmedizin/downloads/Vorlesungen_Umweltmedizin/Bader_Umweltmedizin2011.pdf
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Beitragvon Juliane » Samstag 25. Februar 2012, 13:55

Schauen wir nochmal 12 Jahre zurück:

"Der Beginn des Jahres 1999 war für die Umweltmedizin ein Neubeginn in dem Bemühen, das klinische Fach Umweltmedizin weiter zu etablieren. Am 16. Januar 1999 trafen sich in Gießen Vertreter des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner (Dr. Fabig, Dr. Friedrichsen, Dr. Müller, Dr. Ohnsorge) und der Internationalen Gesellschaft für Umweltmedizin (International Society of Environmental Medicine (ISEM), Prof. Drexler, Prof. Eikmann, Prof. Gieler, Dr. Herr) zu einem Gedankenaustausch über die zukünftige Entwicklung des Faches Umweltmedizin.......


Trotz bestehender Differenzen zeigte sich in dem von gegenseitigem Interesse geprägten Gespräch, daß sowohl der dbu als auch die ISEM beidseitige Anliegen haben, die im Rahmen eines gemeinsamen Konsens weiterverfolgt werden sollten.

Es wurde übereinstimmend festgestellt, daß bei der Bearbeitung und Beurteilung umweltmedizinischer Problematiken etablierte wissenschaftliche Erkenntnisse die Basis darstellen müssen. In diesem Bereich ist Grundlagenarbeit zu leisten.

Die Umweltmedizin wurde von allen als eigenständiger Bereich angesehen, der weiter entwickelt und gefördert werden muß und ähnlich wie die Allergologie auch in verschiedene Teilbereich der ärztlichen Tätigkeit hineinreicht. Sie ist als eigenständiger interdisziplinärer Bereich anzusehen, in den Kenntnisse vor allem von Seiten der Hygiene und Umweltmedizin, Toxikologie, Arbeitsmedizin und Inneren Medizin beziehungsweise Pädiatrie, Dermatologie-Allergologie und Psychosomatik-Psychiatrie sowie Zahnheilkunde neben anderen Fächern wie HNO etc. einfließen müssen...."


Fr, 24.11.2000 14:41 / Dr. Peter Ohnsorge

http://www.umweltmedizin.de/content/articles/511/539/164/index.html?catid=164&artid=3273&nosum=1

http://www.umweltmedizin.de/content/articles/511/540/?catid=540&artid=9667
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Beitragvon Juliane » Samstag 25. Februar 2012, 14:20

Eine lange Zeit von 2000 bis 2012.

Hätte viel geschen können.

Nun, jetzt wissen wir wohin die Reise geht

Alle auf demselben Dampfer.
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Beitragvon Juliane » Samstag 25. Februar 2012, 14:22

Was tun?


Auf kurative Mediziner, die sich, wie der Wolf in Grimms Märchen, Kreide auf die Pfoten streuen gar Kreide schlucken, kann man verzichten.

Eine saubere Wohnung, einen sauberen Arbeitsplatz/Schule kann der kurative Mediziner ohnehin nicht liefern. Und eine Psychotherapie wird Niemand heilen.

Also bleibt nur die Selbsthilfe.

Schlimm für all jene Patienten, die auf Befunde/Gutachten angewiesen sind.
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Beitragvon mirijam » Samstag 25. Februar 2012, 21:08

Alex:

2Dem Vernehmen nach soll versucht werden uns davon zu überzeugen, dass ein wenig "Psycho" nicht schlimm ist und
die Leitlinie sonst nicht durch gegangen wäre. Wo durchgegangen wollte der Informant nicht sagen.
Jedenfalls will man den Psychoteil bagatellisieren und die dbu Leitlinie in vollem Umfang durchziehen."


Das ist ein trojanisches Pferd! Der alte Trick aus der Antike.
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Beitragvon Melville » Samstag 25. Februar 2012, 21:16

Selbsthilfe, ganz genau.

Unter dem Strich habe ich mir in den letzten Jahren immer selbst geholfen.
So ganz schlecht bin ich nicht damit gefahren. Ich rege an, dass wir uns in anderen Threads intensiver austauschen
wie man sich helfen kann, ohne das Geld zum Fenster rauszuwerfen oder kränker zu werden durch Experimente.
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Beitragvon Mia » Sonntag 26. Februar 2012, 10:58

Dr. Friedrichsen hat zur Zeit seiner Leitung der ehem. Umweltklinik in Inzell, so auch 1991, vielen Patienten sehr geholfen und durch Diagnostik und Methodik wie die Miller- Technik zur Allergieaustestung, Rotationsdiät mit großem Angebot zur Rotation, Ernährungsberatung, usw. vielen zum ersten Mal überhaupt helfen können.
Die Patienten kamen von weither und viele Krankenkassen übernahmen die Kosten.
Noch heute sind einige von uns Patienten untereinander in Kontakt und können diese Erfahrungen bestätigen.
Diese Klinik gibt es in der Form schon lange nicht mehr.

Mia
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