Nahrungsergänzungsmittel :Wunder und Wahrheit

Nahrungsergänzungsmittel :Wunder und Wahrheit

Beitragvon Kira » Mittwoch 26. September 2012, 06:52

Nahrungsergänzungsmittel: Die Wunder der Hersteller und die Wahrheit der Präparate
Was das Gesetz erlaubt
Nahrungsergänzungsmittel werden gesetzlich definiert als Nährstoffe in konzentrierter Form, zum Beispiel in Kapseln oder Tabletten, die nur dazu bestimmt sind, die allgemeine Ernährung zu ergänzen. Die Vorgaben erstrecken sich bislang nur auf Vitamine und Mineralstoffe, und es fehlen nach wie vor Angaben zu den Höchst- und Mindestmengen für einzelne Stoffe. Die Regelungen im Einzelnen:
http://www.verbraucher.de/UNIQ134863392631923/Nahrungsergaenzungsmittel-Die-Wunder-der-Hersteller-und-die-Wahrheit-der-Praeparate-3
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Beitragvon Kira » Mittwoch 26. September 2012, 06:57

Die Tricks der Scharlatane
Ob per Zeitungsanzeige, Postwurfsendung oder übers Internet: Als Wundermittel angepriesene Präparate zur angeblichen Linderung von Krankheiten boomen. Wen beim Blick auf Anzeigen für geheimnisvolle Pflanzenextrakte, wieder entdeckte alte Heilpflanzen und Spezialzubereitungen asiatischer Lebensmittel Argwohn überkommt, der kann sich an zehn Hinweisen der Verbraucherzentralen und des Informationsdienstes "arznei-telegramm" orientieren.

Scharlatanerie bei Nahrungsergänzungsmitteln ist umso wahrscheinlicher, je mehr der folgenden Aussagen in der Werbung erscheinen. Das Produkt oder auch die Methode:
http://www.verbraucher.de/UNIQ134863392631923/link987671A.html
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Beitragvon Twei » Mittwoch 26. September 2012, 19:49

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Beitragvon Sileah » Mittwoch 26. September 2012, 20:00

Nun....
Ich kenne viele, die gerade mit Vit K1 erstaunliche Verbesserungen erfuhren. Cat's Claw und viele "exotische" Wunderdinge ;-) helfen, oder können helfen.
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Beitragvon Twei » Mittwoch 26. September 2012, 20:10

Ich finde, dass man vorsichtig mit Nahrungsergänzungsmitteln sein sollte. Eine gewisse medizinische Kontrolle sollte schon sein. Nur wenige Präparate werden eine sinnvolle medizinische Wirkung haben und entsprechen tatsächlich einem Medikament.

Siehe dazu "Nahrungsergänzungsmittel für MCS Patienten"
viewtopic.php?t=18402

Und " Anerkannte Wirksamkeit von 108 Therapienmethoden für Chemikaliensensible -
Low-Tech Lösungen für echtes Leiden"
http://www.csn-deutschland.de/108therapie.htm
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Beitragvon Sileah » Mittwoch 26. September 2012, 20:18

Es ist nun aber leider mal so, dass unseren Böden selenarm sind. Wie komme ich an Selen, außer NEM?

Ob bestimmte NEM für (jeden) MCS-Kranken sind, muss man wohl selbst raus finden.
Mir geht's mit vielen NEM wirklich besser. Und nicht alles, was hier recht unbekannt ist, ist "Hokus-Pokus". Ich habe viele NEM für meinen ersten Hund gekauft (kenne jedoch die Herstellerin) und sehr oft hat es ihm geholfen.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 26. September 2012, 20:32

Selen liefert die Kokosnuss.
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Beitragvon Sileah » Mittwoch 26. September 2012, 20:40

Es gibt Umweltärzte, die schwören auf hohe Selengaben. So viele Kokosnüsse kann man wohl gar nicht essen ;-)

Slippery Elm finde ich auch wirksam-wenn auch kein NEM, klingt aber fremd.
- Editiert von Sileah am 26.09.2012, 20:41 -
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 26. September 2012, 20:48

Na ja, Mediziner lernen an der uni wenig über Lebensmittelinhalte.

Mein Tipp

Souci/Fachmann/Kraut.
http://www.sfk-online.net/cgi-bin/sfkstart.mysql?language=german

http://www.amazon.de/kleine-Fachmann-Kraut-Lebensmitteltabelle-Praxis/dp/3804726798/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1348684917&sr=8-1

Viele Umweltmediziner verordnen Selen ohne vorher mal zu messen. Und dann oft noch als Selenmethionin.

Also wenn überhaupt Selen, dann bitte erst mal messen und nur als Selenit.


Video mit U. Gröber über Selen und Vitamin E
viewtopic.php?t=13997
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 26. September 2012, 20:51

Und dann

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie besser nicht ihren Arzt, sondern gleich einen Fachmann:

Mikronährstoffe für die Kitteltasche: Metabolic Tuning-Prävention-Therapie Uwe Gröber

http://www.amazon.de/Mikron%C3%A4hrstoffe-f%C3%BCr-die-Kitteltasche-Tuning-Pr%C3%A4vention-Therapie/dp/3804726151/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1348685360&sr=1-1
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Beitragvon Sileah » Mittwoch 26. September 2012, 21:11

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Beitragvon Juliane » Mittwoch 26. September 2012, 21:25

Ja, wer Nahrungsergänzungsmittel nimmt, sollte diesen Beipackzettel im Bücherregal haben.
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Beitragvon Twei » Mittwoch 26. September 2012, 22:25

Ich war meiner Meinung nach, mal eine Zeit lang sehr unvernünftig. - Eventuell ist das diskussionsbedürftig - zu mindest habe ich mir dadurch eine eigene Meinung gebildet, die natürlich "unwissenschaftlich" ist - also auch falsch sein kann...

Zu dem Zeitpunkt, wo meine Unverträglichkeiten immer schlimmer wurden und mein Körper bzw. dessen Leistungsfähigkeit abnahm, hatte ich auf Anraten eines guten Kumpels, der unter anderem an Asthma und ebenfalls an einigen Allergien litt, folgende Nahrungsergänzungsmittel (NEM) genommen - und zwar für ca. ein 3/4 Jahr und dann nach einem Ausetzer von ca. einem halben Jahr nochmal für einige Monate:

Vitamin C
Vitamin B Komplex Depot-Kapseln
Vitamin B12 mit Folsäure
Vitamin E 600mg
Vitamin D

Selen
Teufelskralle
Omega3 - Fischölkapseln 1000mg
Calcium
Magnesium
Gelatine Kapseln

Multivitamin mit Q10


Das hatte mich damals so ungefähr 30-35 Euro im Monat gekostet.
Und weil man das ganze Zeugs nicht so einfach nur mit der Nahrung schlucken kann, hatte ich noch ein Eiweißpulverpräparat und Babyflocken, das mit Milch bzw. Wasser angerührt wurde; das entsprach einer Zwischenmahlzeit.

Natürlich wirkten die NEM. Ich nahm nicht immer alle gleichzeitig, sondern in Gruppen und manche morgens oder abends, manche setzte ich zeitweise aus - also ich versuchte schon, dass keine Überdosierung stattfand, weil das Geldverschwendung bedeutet und-oder gesundheitliche Folgen haben könnte.

Irgendwann vertrug ich aber die Multivitamin nicht mehr. Ich konnte sie nicht mehr riechen, wurde müde davon und mußte aufstoßen. Aufgrund der zeitweisen Aussetzung einiger Präparate, wußte ich immer, welche Wirkung bzw. Körperreaktionen davon ausgingen und wie ich körperliche Wirkungen zu erwarten hätte, wenn ich jetzt mal wieder dieses oder jenes an NEM zu mir nahm.

Entscheidend waren auch meine Gelenkschmerzen und Abnutzungen, unter welchen ich litt, die mich zur Einnahme von NEM erwogen, - eben aufgrund der "Arbeitsanforderungen" und des zu erwartenden Verschleißes. Ich versuchte gegen das Älterwerden anzukämpfen.

Das ging auch eine Zeitlang gut. Mit den Multivitamin fing es an, dann vertrug ich auch die Vitamin B nicht mehr. Letztendlich fühlte ich mich bei der Art der Einnahme der Präparate nicht wohl. Es kam mir schon immer so unnatürlich vor. Als ich sie komplett aussetzte merkte ich, dass es mir ohne eigentlich besser ging.

Doch dann nahm ich sie nochmal, weil es mir immer schlechter ging. Heute weiß ich ja auch warum. Weil die alte Wohnung mich mit Giften nur so überschwemmt hat!
Letztendlich hatten die NEM aber nicht mehr die positive Wirkung auf mich. Mir ging es immer schlechter...

Auch verhinderten die NEM nicht den Verschleiß der Knochen.
NEM hatten auf mich teilweise die Wirkung von "Aufputschmitteln".
Na - da trinke ich heute lieber mal einen Kaffee.

Meine Meinung ist einfach, dass es keine Zweck hat, aus dem Körper mehr Leistung herausholen zu wollen, die er nicht durch natürliche Nahrungsaufnahme bewältigen kann.

Hier im Forum erfuhr ich, dass die meisten NEM mit Konservierung- und Farbstoffen versehen sind, - und so eventuell auch noch Pseudoreaktionen bei mir ausgelöst haben.

Wenn ich heute nur "Multivitamin" als NEM, Saft oder Limo rieche, muß ich niesen und ich bekomme Kopfschmerzen, bei Kaugummigeruch und ähnlichem ebenfalls.

Die MCS hatte sich währenddessen auch weiter entwickelt und ich muß echt sagen - "Ich weiß nicht"?

Anstelle von NEM stieg ich dann auf Bio-Honig um, den ich jeden morgen esse, sowie ein Ei. Und 2 mal am Tag etwas Obst. Und das wichtigste ist - nur noch die Leistung meinem Körper abzuverlangen, der er gewachsen ist.

Nur im äußersten Notfall würde ich unter Anraten und unter Beaufsichtigung von Ärzten, welche über ein kompetentes Wissen um MCS verfügen, spezielle MCS-gerechte NEM zu mir nehmen.
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 27. September 2012, 09:41

Nahrungsergänzung kann bei vielen Krankheiten sinnvoll sein.

Bei MCS gilt, dass in erster Linie ein Raum zur Verfügung stehen muss, der verträglich ist.

Weiterhin macht es wenig Sinn, Nahrungsergänzung aus der Apotheke mit den üblichen Zutaten einzunehmen.

Siehe meinen Eintrag

Nahrungsergänzungsmittel für MCS Patienten
viewtopic.php?f=78&t=18402

Wer das Geld hat, sollte vor der Einnahme von Nahrungsergänzung in einem Labor mit Erfahrung auf diesem Gebiet entsprechende Laboruntersuchungen vornehmen lassen.

http://www.ganzimmun.de/seiten/service_start.php
http://www.lab4more-online.de /kontakt.html


Nicht für Jeden ist das komplette Programm*

*Vitalstoffprotokoll NO/ONOO-Zyklus zu regulieren
viewtopic.php?f=78&t=12930

sinnvoll. Nicht nur wegen der hohen Kosten, sondern auch, weil man jeden Mensch individuell behandeln muss.


Eine einfache Urinuntersuchung zeigt schon, ob Nitrostress vorliegt
Methylmalonsäure zeigt, ob man B12 zuführen sollte
http://www.csn-deutschland.de/forum/sho ... p?id=13050



Eine sinnvolle Investition für MCS Patienten sind Ratgeber:

Souci/Fachmann/Kraut. als Buch
http://www.amazon.de/kleine-Fachmann-Kr ... 917&sr=8-1
Souci/Fachmann/Kraut. online
http://www.sfk-online.net/cgi-bin/sfkst ... age=german

Mikronährstoffe für die Kitteltasche: Metabolic Tuning-Prävention-Therapie Uwe Gröber
http://www.amazon.de/Mikron%C3%A4hrstof ... 360&sr=1-1


Viel über den Zusammenhang von Ernährung/ Nahrungsergänzung und Gesundheit kann man auch hier nachlesen:

Stopp Alzheimer! - Alzheimer kann wirksam vorgebeugt werden. Alzheimer kann behandelt werden.
Dr. Bruce Fife, C. N., N. D. Ernährungswissenschaftler und Naturheilkundler
,http://www.gesundheitsmanufaktur.de/shop/files/downloads/leseprobe_alzheimer_theorie-7673355.pdf
http://www.amazon.de/Stopp-Alzheimer-De ... 3942772264

Lesenswert ist auch ein Ratgeber des Neurologen, Dr. David Perlmutter aus Naples, Florida,
viewtopic.php?f=77&t=18033
http://www.amazon.de/Das-erleuchtete-Ge ... 3442219639
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Beitragvon Twei » Donnerstag 27. September 2012, 23:56

@Juliane

Hättest Du mich damals beraten, dann hätte ich lieber keine von meinen oben genannten NEM eingenommen. Wer weiß, was diese Konservierungs- und Farbstoffe bei mir gesundheitlich zusätzlich kaputt gemacht haben.

Letztendlich vertrage ich seitdem ja auch keine Gewürze mehr - aber wer weiß, was alles Mit-Auslöser bei meiner Erkrankung war, - es sind leider so viele Faktoren gleichzeitig gewesen???

Was Dr. Martin Pall demnach auch für MCS-Patienten empfiehlt (siehe - Vitalstoffprotokoll NO/ONOO-Zyklus zu regulieren - viewtopic.php?t=12930 wäre für mich eine Therapie gewesen, die ich damals in einer deutschen Umweltklinik z.B Bredstedt erwartet hätte.

Diese Therapie bzw. Nahrungsergänzung ist ja tatsächlich so umfangreich, dass ich persönlich Muffe hätte, sie selbst und alleine durchzuziehen. Eine ärztliche Aufsicht fände ich wirklich angebracht.

Auch ist der tägliche Kostenaufwand von ca. 10 Euro bzw. monatlich demnach ca. 300 Euro, für Personen mit Grundsicherung nicht zu stemmen - ja unmöglich.
Da bedarf es eher einer funktionierenden Gesundheitsversorgung für Umwelterkrankte, damit ALLE Erkrankten an einer ordentlichen medizinischen Versorgung teilhaben können.

Wikipedia schreibt
Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte zur erhöhten Versorgung des menschlichen Stoffwechsels mit bestimmten Nähr- oder Wirkstoffen im Grenzbereich zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln...

http://de.wikipedia.org/wiki/Nahrungser ... ungsmittel

Bei MCS werden besondere und bestimmte NEM tatsächlich zur Arznei. Voraussetzung ist dann aber auch die tatsächliche Reinheit und Güte des Produktes, wie oben schon erwähnt. Genauso wichtig ist die ärztliche Betreuung und Kontrolle!
Auch reagiert jeder Mensch, besonders mit einer MCS, unterschiedlich und kann seine THERAPIE kaum auf andere kopieren!


Schlimm sind also die vielen Scharlatane, die versuchen auf Kosten der Gesundheit sich an den Menschen mit fragwürdigen NEM zu bereichern und auch nicht davor zurückschrecken, sie mit Werbung dafür kirre zu machen.
- Editiert von Twei am 26.01.2013, 22:44 -
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Beitragvon Juliane » Sonntag 30. September 2012, 09:08

@Twei

Noch eine Anmerkung zum Thema "Reinheit und Güte des Produktes":


Wichtig ist, dass Produkte keine Trenn-, Träger-, Geschmacks-, Farb- oder andere Hilfsstoffe enthalten.

Ansonsten muss man sich immer klarmachen: Nahrungsergänzung wächst bis auf wenige Ausnahmen nicht auf dem Bioacker.

Die Zutaten von Nahrungsergänzungsmitteln werden heute global gehandelt.

Auf der Seite von Biogena kann man nachlesen

"Der größte Teil der Biogena-Produkte wird in unserer Produktionsstätte in Salzburg/Österreich hergestellt, der Rest in Deutschland und in der Schweiz. Unser gesamter Herstellungsprozess ist ISO 22000:2005 zertifiziert. Wenn möglich, greifen wir auf Rohstoffe aus biologischem Anbau zurück. Die qualitätsgeprüften Rohstoffe kommen von den besten internationalen Lieferanten. .."

http://www.biogena.at/web/biothek


Die "Rohstoffe kommen von ...internationalen Lieferanten"
Diese Aussage ist richtig.


Natürlich weiss heute Jeder, dass der Opel PKW, der in Rüsselsheim vom Band läuft, letztlich dort nur noch zusammengesetzt wird. Ansonsten ist er ein globales Produkt.

Und ebenso ist das auch bei Nahrungsergänzung.

Hier setzte ich einige Links, die Einblicke bieten, wie und wo produziert wird:


http://www.transgen.de/lebensmittel/ein ... .doku.html

http://www.transgen.de/datenbank/zusatz ... n_b12.html

http://orgprints.org/3257/1/3257-02OE07 ... verbot.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Pyridoxin

http://german.alibaba.com/trade/search? ... rzv9ub57o4

http://german.alibaba.com/trade/search? ... rzv9ub57o4


Man muss letztlich darauf vertrauen, dass der Produzent eines Nahrungsergänzungsmittels seriöse Zulieferanten hat.

Und man muss sich auch immer klar machen, dass ein Produkt das Wirkungen zeigt logischerweise auch Nebenwirkungen haben kann.

Es macht auch einen Sinn, wenn Nahrungsergänzung mit Laboruntersuchungen begleitet wird.
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Beitragvon Kira » Sonntag 30. September 2012, 10:45

@danke Juliane,
du bringst es auf den Nenner :0)
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Beitragvon Beobachter » Donnerstag 18. Oktober 2012, 12:19

Zeit.de:

Nahrungsergänzungsmittel

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2012-10/nahrungsergaenzungsmittel-magnesium-nutzen

Zitate:

"NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL
Die Deutschen lieben überflüssige Magnesiumpillen
Viele schwören auf Vitamine und Mineralstoffe als Pille oder Pulver. Brauchen tun sie wenige, manchen schaden sie. Schuld sind auch die Heilsversprechen der Hersteller."

"Wer Obstsalat oder einen Broccoli-Auflauf zu sich nimmt, mag das im Bewusstsein tun, etwas Gesundes zu essen. Zugleich stehen die Chancen gut, dass ihm das Gericht auch schmeckt. Bei Nahrungsergänzungsmitteln in Pillen- oder Pulverform ist das anders. Wer sie schluckt, tut das allein wegen der erhofften gesundheitlichen Wirkung. "Allerdings kaufen vor allem diejenigen Konsumenten solche Produkte, die ohnehin schon eine günstige Nährstoffzufuhr haben", sagt Thorsten Heuer vom Institut für Ernährungsverhalten am Max-Rubner-Institut in Karlsruhe.

Wie die Nationale Verzehrstudie II ergab, für die fast 14 000 Bürger zu ihrer Ernährung befragt wurden, ergänzen fast 30 Prozent der Frauen und 19 Prozent der Männer ihren Speisezettel durch Pillen, Kapseln und Drinks, die Vitamine, Mineralstoffe oder Pflanzenprodukte, Botanicals, enthalten. Bei den Frauen über 65 ist es sogar fast die Hälfte. Das 14. Forum Verbraucherschutz des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Berlin widmete sich nun dem Thema "Nahrungsergänzungsmittel: Notwendig, Luxus oder gesundheitliches Risiko?" Die Antwort lautete: Kommt ganz drauf an."


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Beitragvon Twei » Samstag 8. Dezember 2012, 17:59

Toxikologische Aspekte von Nahrungsergänzungsmittel - siehe viewtopic.php?t=18998
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Beitragvon Yol » Samstag 8. Dezember 2012, 19:52

Wie bei allem - es muss schon gezielt eingesetzt werden. Um das tun zu können muss gewusst sein, was im Körper fehlt, was NICHT vertragen wird, ggf. vertragen werden kann usw. Jedenfalls nicht einfach so auf's Geratewohl irgendwelche Präparate reinfuttern, das sollte jeder mit MCS wissen.
Ohne NEM würde ich schon 10 Jahre nicht mehr leben - mir bleibt zuwenig ernährungsmässig um dem Körper das Nötigste zuzuführen.

Wenn ich bei Twei lese Gelatinekapseln! das z.B. würde mich extrem krank machen. Omega 3 Kapseln - ebenfalls, die sind immer aus Gelatine + Fisch. Das sind nur 2 kleine Beispiele was nicht so einfach geht.

Ohne Analysen und Arzt würde ich sowieso nichts in den Mund tun - und noch mit geht längst nicht alles.

Ohne NEM würde mir nur noch der Tropf zur Ernährung bleiben - mit kann ich aus eigner Kraft dennoch leben und körperlich/geistig arbeiten. Aber wie gesagt, es wird gezielt eingesetzt und kontrolliert ob noch notwendig und wieviel und was - und welche Hersteller. Da ich hochgradig intolerant im Essensbereich bin ist es notwendig nur Produkte zu nehmen die tlw. ohne Kapseln auskommen (zusammengepresst oder Cellulosekapseln). Nicht alles muss teuer sein - Belife ist sehr gut verträglich, preiswert und verarbeitet in der Regel die Reinsubstanz.

Vielleicht sind nicht alle mit MCS so limitiert was essen angeht wie ich - dennoch sollte man nicht generell NEM als Überlebensmöglichkeit oder zum Besserfühlen ablehnen - es gibt auch die andere Seite...
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Beitragvon Frank-N-Furter » Samstag 8. Dezember 2012, 20:27

Nahrungsergänzungsmittel sind bei vielen Chemikalienintoxikationen sinnvoll und können sogar das Überleben sicherstellen.
Ich hätte ohne nicht überlebt. Allerdings habe ich ausschließlich NEM von Herstellern genommen die sauber und ohne Zusätze produzieren.
Mein Nährstoffstatus wurde regelmäßig kontrolliert und die Dosierungen angepasst.

Wer NEM nimmt sollte einen kompetenten Arzt zur Seite haben oder er muss sich selbst in die Materie vertiefen.
Uns blieb vor 20 Jahren nichts anderes übrig. Es gab in good, old Germany keinen der nennenswerte Kompetenz.
Als dann ein paar von uns in US Umweltkliniken gingen bestätigte sich dass wir richtig gehandelt hatten.
Dass gewisse Chemikalien und viele Pestizide hoch oxidativ wirken ist durch die medizinische Fachlliteratur bekannt.
Wer nicht substituiert - also gegensteuert - läuft Gefahr Endorganschäden zu bekommen.
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Beitragvon Juliane » Sonntag 9. Dezember 2012, 08:42

@ Yolande

Omega3 gibt es inzwischen auch in der gut verwertbaren Form als Algenöl ohne Gelantinekapsel. Im Gegensatz zu Leinöl, Walnüssen etc. kann der Körper das Algenöl direkt verwerten.


vegetarisches Omega-3 aus Mikroalgen

Diese Formel liefert die beiden essentiellen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), garantiert aus vegetarischer Herkunft, in Gelatine-freien Kapseln.

http://www.purecaps.net/de/produkte/pro ... ectID=2852

http://www.purecaps.net/de/
http://www.purecaps.net/at/

Über PZN in jeder Apotheke bestellbar


http://www.apo-rot.de/index_details.htm ... 1116627178


Algenöl wir auch von dem Neurologen Dr.David Perlmutter Naples, Florida empfohlen

viewtopic.php?t=18033


Das besondere an Algenöl? Nun, Fische haben ihre Omega3 Fette auch nur aus der Nahrung. Meist aus Krill, der wiederum auch Algen futtert.
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 9. Dezember 2012, 09:46

Ich esse sehr gerne Rollmöpse, in der Woche mindestens ein großes Glas.
Das ist auch einer der wenigen Fische die ich vertrage,dann sind da Sardinen und ab und zu Thunfisch, das wars aber ein bis zweimal im Jahr grille ich eine große Dorade, die schmeckt mir immer so gut aber danach stoße ich immer so stark auf :-(
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon asd123 » Donnerstag 13. Dezember 2012, 00:21

Danke für die vielen Infos. Auch dieses interessante Thema scheint mla wieder nur was für Besserverdienende zu sein. Bei mir liegt Nitrostress vor, und Zinkmangel, soviel habe ich mit meinen bescheidenen finanziellen Mitteln heraus finden können. Ach ja und Serotoninmangel und eine völlig verdrehte Cortisolkurve, morgens zu wenig, abends zu hoch. Nur beheben lässt sich das nicht, da ich nichts vertrage. Produkte mit mehreren Inhaltsstoffen wie Serene Pro und anderes geht gar nicht. Das sind dann immer die teuren Laborempfehlungen, die ich früher gekauft habe, aber genauso gut hätte ich das Geld auch direkt in die Toilette werfen können. Noch nicht mal das 5HTP - soll gut sein zum Serotoninaufbau - habe ich vertragen. Von Zink habe ich starke Nebenwirkungen, obwohl mir Zink fehlt.
Ich verstehe das nicht. Ich muss das aber auch nicht mehr verstehen.

Das einzige, was bleibt, ist Vitamin C und D. Das vertrage ich komischerweise. Vit C als Pulver ist sogar billig. Vit D als Dekristol geht auch gut. Und Weihrauch. Wirkung? Keine Ahnung. Ist einfach nur teuer. Aber wer weiß wie es ohne wäre.
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 13. Dezember 2012, 09:29

@ asd123

Schätzungsweise hat das Labor Bieger die Diagnose gestellt?

Dr. Bieger hat so seine idealtypischen Vorstellungen zur Biochemie seiner Patienten.
Bei Dir wollte man wohl eher den Neurostress behanden ?

Hier einige Links:

viewtopic.php?t=6414
viewtopic.php?t=18971
viewtopic.php?t=15510


SerenePro kann natürlich manchen Patienten helfen.

http://neurolab.eu/produkte/serenepro/">http://neurolab.eu/produkte/serenepro/
http://neurolab.eu/produkte/serenepro/">http://neurolab.eu/produkte/serenepro/

Andere vertragen den Mix nicht.

Versuchen kann man dann eine Monoprodukt das zum Beispiel auch Patienten von Kirkamm
bei verdächtigen Laborwerten empfohlen wird:


GABA 500
http://www.biogena.at/web/produkte~id-140-GABA_500

Es geht aber auch anders:

Bewegung, Low-Carb am besten unter Verzicht auf Milchprodukte/Sojaprodukte und zu viel süßem Obst, vielmehr aber Fisch, Eier, Gemüse, Oliven-, Raps und Leinöl auch Kokosfett nativ...und Techniken wie Yoga, TaiChi, Meditation etc., Kneipp-Kur inklusive der Ordungstherapie.

So kann man das Cortisol wieder in normale Bahnen lenken.

viewtopic.php?t=12304
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Beitragvon bling.bling » Donnerstag 13. Dezember 2012, 11:08

Was ist eine "Ordnungstherapie" Juliane?
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Nahrungsergänzungsmittel :Wunder und Wahrheit

Beitragvon Beobachter » Donnerstag 13. Dezember 2012, 14:08

@ bling.bling :

Jeder Interessierte mit Internet-Zugang kann danach googeln -
und bekommt eine Menge Informationen über "Ordnungstherapie".
Es gibt offensichtlich keine allgemein gültige, exakte Definition.

Der Bedeutung am nächsten kommt wohl die Beschreibung:
"Gesunde Lebensführung in allen Bereichen" -
also das, was i. d. Regel unsere Eltern bzw. "Altvorderen" :-) ihr Leben lang praktiziert haben und was schon S. Kneipp empfohlen hat ...

Und zwar ganz ohne Mind-Body-Hokuspokus, NEM und Esoterik u. ä. ...

BDI - Internisten im Netz:
http://www.internisten-im-netz.de/de_or ... _1723.html

"Naturheilkundliche & Alternative Verfahren, Andere Medizinsysteme
Ordnungstherapie

Ursprung
Eine allgemein gültige Definition der Ordnungstherapie gibt es bislang nicht. Grundsätzlich versteht man darunter ein Konzept für eine gesunde Lebensführung, in dem die Selbstverantwortung des Einzelnen für seine Gesundheit eine wichtige Rolle einnimmt. Darüber hinaus steht der Begriff für ein übergeordnetes Prinzip der Naturheilverfahren, denn jede naturheilkundliche Therapie versucht die Ordnung im Organismus wieder herzustellen."
(Zitat, Auszug)

weitere Suchergebnisse z.B.:

http://www.test.de /alternative-heilmethoden/grundprinzipien/ordnungstherapie/

http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit ... e-8062.php

http://naturheilkunde.immanuel.de/natur ... dizin.html

http://www.phytodoc.de/therapie/ordnung ... bewertung/


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Nahrungsergänzungsmittel :Wunder und Wahrheit

Beitragvon Yol » Donnerstag 13. Dezember 2012, 16:27

@ Beobachter:
Jeder gesunde Mensch kann wohl diesem Ordnungsprinzip folgen - was nicht genau definierbar sein kann. Leider können Multi-Allergiker das nicht - ihnen fehlt dazu die Möglichkeit.

Vielleicht sollte man das in der Betrachtungsweise anderer auch miteinbeziehen. Wer alles essen kann sollte intelligent genug sein sich gut zu ernähren - das geht auch mit wenig Geld. Wenn aber der Körper zu viel zu vielen Nahrungsmitteln nein sagt - dann gelten andere Massstäbe - die die der Körper vorgibt - und nur mehr diese. Im Grunde genommen weiss jeder Körper was er kann - man muss ihm nur zuhören. Ob das, was ein Körper noch kann auch ausreichend ist, das steht auf einem andern Blatt - und da wäre dann der Geist gefordert sich um die Möglichkeiten des Fehlenden zu kümmern - der Gesit des Betroffenen zu aller erst.

Toleranz ist eine Eigenschaft die jedem seine Möglichkeiten lässt - und diese auch respektiert. Egal ob das nun Esoterik, NEM oder sonstwie heisst, ganz egal wie abstrakt es erscheint - es gehört zum Persönlichkeitsbereich anderer was beachtet/geachtet werden sollte.

Aus deiser Betrachtungsweise heraus und in diesem Zusammenhang stört mich das Wort Hokuspokus dafür...
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Beitragvon Beobachter » Donnerstag 13. Dezember 2012, 20:18

Zur Erläuterung:

Mit Mind-Body-Hokuspokus meinte ich solchen Unsinn wie Hopper/Gupta-Seminare und DNR-Kassetten, NLP -"Therapie", Oberon-"Therapie" etc.

Ich bin nicht prinzipiell gegen NEM -
bei Mangelerscheinungen oder Verwertungsstörungen oder sonstigen Erkrankungen ist der individuelle Einsatz bestimmt angezeigt; aber unter verantwortungsvoller ärztlicher Kontrolle.
Die GKV finanzieren Ernährungsberatung.

Ich habe nur etwas dagegen, wenn Gesunde NEM wahllos in sich reinfuttern, weil das gerade en vogue und zeitgeistmäßig angesagt ist -
und dann glauben, sie bräuchten sich nicht mehr vernünftig zu ernähren und könnten ihre Abende weiterhin auf dem Sofa bei Chips und literweise Cola oder Bier vor der Glotze verbringen - weil ja durch NEM vitaminmäßig etc. alles abgedeckt ist.
Brausetabletten versus frischer Salat ... Ersteres ist halt bequemer und zeitsparender ...
Die Werbung für NEM oder mit NEM angereicherte Lebensmittel/Produkte in den Medien tut ihr Übriges ...

Und ich habe etwas dagegen, wenn selbsternannte Experten, vielleicht aufgrund EIGENER Erfahrungen, ANDEREN Ratschläge und Empfehlungen erteilen, ohne deren Vorgeschichte und krankheitsbedingte Problematik genau zu kennen.


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Beitragvon Beobachter » Donnerstag 13. Dezember 2012, 22:06

Nachtrag zum Teil-Thema \"Ordnungstherapie\" und der Frage danach:

In einem anderen Forum wird zur \"modernen Ordnungstherapie\" auch die Mind-Body-Medizin gezählt, inkl. des Hokuspokus nach Gupta/Hopper (Amygdala Retraining), der dort diskutiert wird.
Und auch BETEN wird dazu gezählt:
Rosenkranz-Beten und Yoga-Mantras ... :

http://www.symptome.ch/vbboard/mcs/91768-kritische-auseinandersetzung-amygdala-retraining-programm-7.html

Man sieht, wie d e h n b a r der Begriff ist ...


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- Editiert von Beobachter am 13.12.2012, 21:19 -
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Beitragvon Beobachter » Freitag 14. Dezember 2012, 04:47

Anmerkung:

Offensichtlich werden u. U. auch NEM mit homöopathischen Präparaten gleichgesetzt;
siehe Thread zur Homöopathie.

Beides scheint also eine "Glaubensfrage" zu sein ... -
mit der man dick Geld verdienen kann ...


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Beitragvon Sileah » Freitag 14. Dezember 2012, 08:52

Oder dick selbst Geld bezahlen muss.

Durch meine (ärztlich festgestellte) Kryptopyrrolurie habe hab ich Zink und B6-Mangel.

Folsäure ist auch unter dem Normwert Magnesium ist nah an der Grenze und und und

Ich habe 4 Privatrezepte,wo nicht nur je 1 Dings draufsteht.
Alles so was von überprüft und trotzdem kann ich wohl alles selbst zahlen. :-(

- Editiert von Sileah am 14.12.2012, 07:53 -
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Beitragvon Twei » Freitag 14. Dezember 2012, 10:13

@Sileah
für Leute, welche nur an die Schulmedizin festhalten, ist dieses Kranheitsbild schwer zu verstehen:
...Hämopyrrollaktamurie (HPU), Kryptopyrrolurie (KPU) oder Malvaria ist ein von der Orthomolekularen Medizin postuliertes Syndrom,...

...Als diagnostisches Verfahren gilt einigen Anhängern der orthomolekularen Medizin der Nachweis von Hemopyrrollactamcomplex im Urin.[3] In Deutschland sind die so genannten HPU-Tests von Krankenkassen nicht anerkannt, können aber auf eigenen Wunsch kostenpflichtig durchgeführt werden.

Andere sehen als Folgen dieser Erkrankung, dass die Erinnerungsfähigkeit für akustische Informationen, die nicht verstanden worden sind, reduziert sei und Erinnerungen an die Träume der Nacht[4] unmöglich würden. Auch dies meinen Anhänger der orthomolekularen Medizin diagnostisch nutzen zu können.
Das Krankheitsbild der Hämopyrrollaktamurie und die Wirksamkeit von entsprechenden Therapien konnten in unabhängigen klinischen Studien bislang nicht nachgewiesen und zum Teil verworfen werden.
siehe - http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4mopyrrollaktamurie

Als Begründung für Nahrungsergänzungsmittel reicht die Diagnose Kryptopyrroluri einer Privatärztin meiner Meinung nach nicht aus.
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Beitragvon Sileah » Freitag 14. Dezember 2012, 10:36

@Twei: Ich habe die Mangelzustände ganz schulmedizinisch durch Blutwerte bestätigt.
Die KPU ist nur EIN Beispiel, was wahrscheinlich auch mit meiner Hashimoto zusammenhängt.

Dass ein Zink und B6-Mangel UND die die KPU-Werte mehr als verdoppelt sind....
Ich kann mich übrigends an Träume erinnern, sehr gut sogar.

Zink&B6 sind ja nicht die einzigen Mängel.
Frage mich nur, wie ich das supplimieren soll *grübel*
Es hilft ja nicht, Stoff x, der fehlt, einzunehmen. Das ganze ist ja etwas komplizierter.
Na, mal sehen.

Und es sind PrivatREZEPTE von einem Kassenarzt.


Der \"gute\" Udo Polmer hätte seine Freude an dem Thread.
Blutwerte werden doch nicht angezweifelt, oder? ;-)
- Editiert von Sileah am 14.12.2012, 09:51 -
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Beitragvon Yol » Freitag 14. Dezember 2012, 17:03

@ Sileah: Mein ältester Sohn hat auch Kryptopyrrolurie, wahrscheinlich auch Morbus Wilson, beides genetische Störungen. Ganz nebenbei noch seit 20 Jahren eine Psychose...(war Autist)
Seit er beim UWA in Behandlung ist, konnte Psychopharmaka schon sichtlich reduziert werden - ohne negative Wirkungen.
Ihm geht es von Tag zu Tag besser - geistig und körperlich.

Bei Kryptopyrrolurie reicht das was Wikipedia angibt aber nicht aus. Unser UWA hat ein viel breitgefächertes Behandlungsspektrum, dazu gehört Kryptopyrol, Glutathionspritzen und vieles mehr.

Mittlerweile wird dann auch langsam bekannt, dass Autismus mit Schwermetallbelastung zu tun hat.

Wenn man dies alles so betrachtet, dann wundert man sich dass im medizinischen Bereich immer noch das gleiche Schema durcherxerziert wird - Symptombekämpfung zu horrenden Summen - aber keinen Blick über diesen begrenzten Tellerrand.
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Beitragvon asd123 » Freitag 14. Dezember 2012, 19:10

Hallo,

@Yol: UWA = ist das ein Umweltarzt? Auch was für Leute mit viel Geld...
@Silea: Ja ich habe auch hashimoto. Das hängt irgendwie alles zusammen. Klar sind die Mängel schulmedizinisch bestätigt, eben durch Laboruntersuchungen. Zahlen muss ich aber trotzdem selber.

Für Dr. Kuklinski ist HPU nur ein Symptom der Mitochondropathie und es dürfe keinesfalls das fehlende Zink ergänzt werden. Statt dessen dann halt andere NEMS, aber die muss man auch selbst bezahlen. Wenn man die denn verträgt.

Ich bin Allergiker und sehr eingeschränkt mit dem Essen.

@Juliane: Ich weiß nicht mehr, welches Labor das war. Auf jeden Fall nicht das von Dr. Kirkamm, den mag meine Hausärztin nicht. Danke für die links. Gerne lese ich mir das mal durch.

Du schriebst:
"Es geht aber auch anders:
Bewegung, Low-Carb am besten unter Verzicht auf Milchprodukte/Sojaprodukte und zu viel süßem Obst, vielmehr aber Fisch, Eier, Gemüse, Oliven-, Raps und Leinöl auch Kokosfett nativ...und Techniken wie Yoga, TaiChi, Meditation etc., Kneipp-Kur inklusive der Ordungstherapie."

Äh, Rapsöl war vor kurzem in den Medien, das habe ich gestrichen, mit Bewegung habe ich, da chronisch erschöpft, so meine Probleme, und wie gesagt, beim Essen bin ich sehr eingeschränkt was natürlich die Situation nicht verbessert. Kneipp-kur, grusel, ich habe chronisch kalte Füße und fast immer Blasenreizung, also das ist nichts für mich.

Bin der Meinung, das mit dem Cortisol ist so, aufgrund meiner derzeitigen Lebensumstände, nicht in den Griff zu bekommen. Ich bräuchte, wie so viele andere auch hier, eine ganzheitliche Behandlung mit ganz vielen auf mich abgestimmten NEMS, ständiger Kontrolle eines erfahrenen Arztes, das über mind. 2 Jahre, und meine Erfahrung sagt, das kann ich nicht bezahlen.
Ausserdem bräuchte ich eine Änderung meiner krankmachenden Umwelt, die ich alleine nicht bewerkstelligen kann, da ich arm bin.
Nein, und arbeiten ist doch tatsächlich nicht mehr drin.
Ergo bleib ich krank. Ich kann nur sagen: Hoffentlich koste ich das "deutsche Gesundheitswesen" noch recht viel. Schließlich helfen die mir nicht. Dann sollen sie auch zahlen.
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Beitragvon Yol » Freitag 14. Dezember 2012, 20:12

Umweltarzt ist ein grosses Wort. In Luxemburg sind nur mehr 4 Normalpraktiker mit Zusatzausbildung Umweltmedizin - das nennen wir Umweltarzt. Dann sind mittlerweile auch 2 Zahnärzte dazu gekommen. Da diese aber allesamt engagiert sein müssen - sonst machen sie den schlechtbezahlten Job mit sehr viel Arbeit nicht - ist das eine gute Lösung. Natürlich müssen die Patienten mitarbeiten, mitdenken, Info's einbringen usw. - wir haben nichts an Strukturen - alles muss noch getan werden, deshalb ist eine enge Zusammenarbeit Arzt/Patient notwendig. Wir sind aber froh, dass wir wenigsten 4 Ärzte haben, die wissen was MCS bedeutet. Wir fordern zusammen das, was wir bräuchten - wann wir was erreichen ist ungewiss, ich werde jedenfalls keinen Nutzen mehr davon haben, meinem Alter gemäss - dennoch stehe ich als Patient hier alleine an der Front!

@asd123: Auch wenn Du verbittert bist - es wird sich so nichts ändern. Wir alle müssen in die Arena, damit sich was ändert - alle und nicht nur einige mit MCS. Auch ich bin sehr krank, habe wenig zu essen, weil ich auf fast alles reagiere - aber ich lasse es nicht zu, dass meine Frustration über das Versagen unsrer Solidaritäts-Sozial-Gesundheitssysteme mir den letzten Rest an Energie auffrisst. Weil ich die nämlich zum kämpfen brauche - ohne Kampf wird sich in Sachen MCS rein gar nichts tun!!!! Wenn wir augeben bevor wir in den Kampf gezogen sind - dann bleiben wir an der Kreuzung sitzen, solange bis es uns nicht mehr gibt.

Ich bitte Dich darum etwas zu tun, was Dir Freude bereitet - das brauchst Du zum überleben - das brauchst Du um mit allen andern für die Sache MCS einzutreten - egal wieviel Du dazu beitragen kannst - Du hast MCS, also gehörst Du auch dazu mitzumachen, dass sich etwas ändert. Und sinnlose Kosten die Du den System abforderst, sie werden in Sachen MCS keine Wende bringen.

Wünsch Dir trotz aller Widrigkeiten den Blick auf Zukunft zu richten - keinem von uns geht es gut - aufgeben macht es aber noch mieser....
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Beitragvon Sileah » Freitag 14. Dezember 2012, 21:32

@Yol: Ich weiß, dass der Wiki-link recht zweifelhaft ist.
Ich habe mich schon vorher mit KPU/HPU beschäftigt, da es in meinem Hashimoto-Buch erwähnt wird und einige Symptome wirklich gut zutreffen (besonders Lichtempfindlichkeit, die ist tw recht unangenehm).

Die seelischen Symptome hab ich GsD nicht, außer schneller Erschöpfung, Konzentration. Aber der KPU-Wert ist "nur" etwas mehr als doppelt so hoch. Ich frage im Februar meine Endokrinologin.

@asd123: mir hat mal ein Umweltmediziner gesagt, kalte Füße und Hände seien oft Vergiftungserscheinungen. Mir hilf, wenn mir richtig schlecht geht, richtig heiß duschen und meine Heizdecke im Bett.


Ich merke auch, wie ich wieder müder werde, seit ich wieder in der Wohnung bin. *brrr*

Und klar verbraucht der Körper in belasteter Umgebung mehr Vitalstoffe.
Low Carb ist nix für mich. Vollkorn, kein Zucker, so passt's für mich.
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Beitragvon Maria Magdalena » Samstag 15. Dezember 2012, 02:19

Zur Kryptopyrrolurie fand ich im Internet vor einiger Zeit folgende Website:

http://www.kpu-berlin.de/de/Kryptopyrrolurie.html

Die Infos dort fand ich interessant. Allerdings kenne ich mich weder mit dem Thema gut aus noch kenne ich die Betreiberin der Seite, die KPU-Patientin zu sein scheint. Man müsste sich also selbst eine eigene Meinung bilden. Eventuell könnte man dort interessante, hilfreiche Tipps bekommen.
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Beitragvon Maria Magdalena » Samstag 15. Dezember 2012, 02:25

Dort kann man nachlesen:

"Kurzinformationen zum Stand der Forschung

Geschichte:

Erste Dokumentationen, dass bei bestimmten Patienten Pyrrole im Urin vorkommen, sind aus dem Jahre 1894 bekannt. Beachtenswerte Studien liegen allerdings erst seit den sechziger Jahren aus den USA und Kanada vor – immer als Ursachenforschung bei Schizophrenien, Autismus, Epilepsie, psychischen Störungen und Hyperaktivität bei Kindern. Dokumentiert wurde Besserung und Heilung durch Gaben von Vitamin B6, Zink, Mangan, Kupfer und Vitamin C (um nur einige zu nennen).

Erst in den letzten zwei Jahren haben einige Ärzte und Wissenschaftler weitere interessante Arbeiten zur Kryptopyrrolurie veröffentlicht. Vermutlich gaben die im letzten Jahrzehnt gehäuft vorkommenden Krankheitsbilder ADS und ADHS sowie psychische Störungen und Multiorganerkrankungen Erwachsener, deren Ursachen nicht geklärt werden konnten, neuen Auftrieb zu entsprechenden Studien.

Kryptopyrrolurie ist keine Krankheit. Dieser so genannte „harmlose“ Stoffwechselnebenweg, dessen Name heute immer noch an den versteckten und im Urin ausgeschiedenen Pyrrolen festgemacht wird, erzählt uns nichts von der Tragik, die das Fehlen der zwei wichtigen Bausteine B6 und Zink in der Zelle, bewirken kann. Der Mensch wird krank – und kaum jemand findet den Grund.

Die Ursache für das Zustandekommen dieser Mängel ist immer noch weitgehend unbekannt. Bis vor kurzem gingen Ärzte, die sich mit der Kryptopyrrolurie beschäftigten, davon aus, dass diese Defizite von Geburt an bestehen. Neueste Forschungen hingegen belegen, dass die Mangelerscheinungen auch im Laufe eines Lebens durch gewisse Umstände erworben werden können (siehe hierzu die Aufsätze von Doz. Dr. sc. med. Kuklinski).

Angeborene Kryptopyrrolurie:

In diesen Fällen kann der Mangel von Vitamin B6 und Zink unter ungünstigen Bedingungen bereits bei Kindern im Vorschulalter zu Verhaltensstörungen wie Aufmerksamkeitsdefizite, Hyperaktivität, psychische Störungen führen und/oder es kann sich unter Umständen eine Suchtgefährdung bei Jugendlichen entwickeln.

2005 erschien von Dr. J. Kamsteeg das Buch HPU und dann ...?
das sich an Betroffene und an interessierte Laien richtet.
Professor Dr. med. Armin E. Heufelder, München, arbeitet zur Zeit an einem Ratgeber bei Kryptopyrrolurie.
Dr. Eleonore Procházka, Hörnum/Sylt, arbeitet an dem Buch Warum essen Delphine keinen Käse?
Hintergründe für maskierte Allergien – Medizinische Ökologie – Qualität unserer Nahrung – Rotationsernährung


Erworbene Kryptopyrrolurie:

Durch eine instabile Halswirbelsäule (HWS-Syndrom) und den daraus entstehenden Begleiterscheinungen kann ebenfalls ein chronischer Mangel an Vitamin B6 und Zink in der Zelle entstehen. Zu diesen neuen Erkenntnissen sind zwei neue Bücher erschienen:

Dr. Bodo Kuklinski:
Das HWS-Trauma.
Ursachen, Diagnose und Therapie, Aurum im Kamphausen Verlag, 1. Aufl., Okt. 2006, 285 Seiten, ISBN-10: 389901068X, ISBN-13: 978-3899010688. - Dieses Buch bietet viele wissenschaftlich fundierte Fachinformationen für interessierte Ärzte und Therapeuten.
Dr. Bodo Kuklinski/ Dr. Anja Schemionek:
Schwachstelle Genick.
Ursachen, Auswirkungen und erfolgreiche Therapie, Aurum im Kamphausen Verlag, 1. Aufl., Nov. 2006, 111 Seiten, ISBN-10: 3899010752, ISBN-13: 978-3899010756. - Mit diesem Buch wenden sich die Autoren an Betroffene und interessierte Laien.
Ich selbst arbeite an einem Manuskript zu einem Buch, das sich ebenfalls an Laien wendet und in dem Betroffene zu Wort kommen. Hier wird, unter anderem anhand einer nicht alltäglichen Lebensgeschichte, in der es um die Suche nach Normalität geht, die Verbindung von angeborener und erworbener Pyrrolurie aufgezeigt. Ein bis dahin unverständlicher Lebenslauf wird so plötzlich fassbar."


http://www.kpu-berlin.de/de/Forschung.html
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Beitragvon Beobachter » Samstag 15. Dezember 2012, 07:48

@ Maria Magdalena:

Du zitierst in Deinem obigen Post zum
"Stand der Forschung" aus der Website:

http://www.kpu-berlin.de/de/Forschung.html

Für die zeichnet laut Impressum eine Frau Hannelore Weizenegger verantwortlich:

http://www.kpu-berlin.de/de/impressum.html

Zur ihrer Person lässt sich nur herausfinden, dass sie "Publizistin" ist:

http://www.kpu-berlin.de/de/index.html

Eines ihrer Bücher wird derzeit vom VHUE e.V. beworben:

http://www.umweltbedingt-erkrankte.de/i ... as-ist-ads

Unter "Link des Monats" wird sie u. a. bei einem "Schilddrüsenguide.de" empfohlen, für den eine Diplompädagogin verantwortlich zeichnet:

http://www.wochenserie.schilddruesengui ... 51111.html

http://www.schilddruesenguide.de/impressum.html

Frau Weizenegger bezieht sich in ihren "Kurzinformationen zum Stand der Forschung" vorwiegend auf Dr. med. Bodo Kuklinski
http://www.kpu-berlin.de/de/Forschung.html
http://www.kpu-berlin.de/de/For_Neu_Kuklinski.html


Zu Dr. med. Bodo Kuklinski gibt es bei psiram.com eine Seite:

http://psiram.com/ge/index.php/Bodo_Kuklinski

Daraus Auszüge:

"Bodo Kuklinski (geb. 25. Januar 1944, Ostpreußen) ist ein deutscher Internist, Umweltmediziner und Buchautor aus Rostock. Nach Kuklinski ist eine "Kuklinski-Therapie" benannt, die auf Hypothesen fußt, nach denen eine "instabile Halswirbelsäule", "HWS-Traumata" oder "nitrosativer Stress" die Ursache zahlreicher chronischer Erkrankungen seien. Kuklinski steht der orthomolekularen Medizin nahe und kann als Anhänger von Konzepten zu einer so genannten Mitochondrienmedizin gesehen werden. Kuklinski, der auch Befürworter der wissenschaftlich nicht anerkannten Krankheitserfindung Kryptopyrrolurie ist, ist Erfinder einer eigenen Krankheitslehre, die unter Nichtbeachtung wissenschaftsmedizinischer Erkenntnisse eine große Zahl von Krankheiten auf Einwirkungen auf den Genickbereich zurückführt. Sowohl seine Krankheitslehre als auch die dazu gehörige Therapie haben keine nennenswerte Rezeption erfahren.
Kuklinski wird derzeit (2012) als Dozent des Instituts für transkulturelle Gesundheitswissenschaften (IntraG) der Europa-Universität Viadrina genannt."

"Kuklinski ist auch für ein "KFS - Privatinstitut für präventive und regenerative Medizin - Kompetenzzentrum zur Förderung der Selbstheilung" in Wien tätig, das im Prinzip die Ordination der Ärztin Charlotte Philipp ist und unter anderem Therapien um ein "proMitoMed"-Konzept von Nahrungsergänzungsmitteln und alternativmedizinische Wege einer Matrixtherapie (aus dem Bereich der Mitochodrienmedizin) verfolgt. Zu pseudodiagnostischen Zwecken werden Methoden wie etwa die Bio-Elektronische Terrain-Analyse nach Vincent oder das Scharlataneriesystem Emotionscan sowie ein undurchsichtiges und nicht erläutertes Verfahren namens "ProCheck" ("professionelle medizinische Tendenzanalyse") eingesetzt."

"Eine bedeutende Komponente nehmen Nahrungsergänzungsmittel und "Mikronährstoffe" (Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, Biotin, C, E, D, K, Folsäure und B12. Kalium, Magnesium, Zink, Selen, Eisen und Jod) und Coenzym-Q10 ein, die auch als ProMito-Kost angeboten werden. Dieses solle der Behandlung von nitrosativem und oxidativem Stress dienen sowie einer Bindegewebsentschlackung. Die propagierte ProMito-Kost wird als kohlenhydrat-reduzierte Kost beschrieben (Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr auf 150 bis 200 g pro Tag, keine süßen Speisen, Erhöhung der Zufuhr an Fetten mit einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren), die im Sinne einer Krebsdiät auch helfe, auf wissenschaftlich unbekannte Weise Krebserkrankungen vorzubeugen.[5]"


M. E. handelt es sich bei Deinem Post im Endeffekt um Schleichwerbung für die umstrittenen und fragwürdigen Verfahren, Therapien und Produkte des Dr. med. Bodo Kuklinski (der interessanterweise "derzeit (2012) als Dozent des Instituts für transkulturelle Gesundheitswissenschaften (IntraG) der Europa-Universität Viadrina genannt" wird)
über die
"Publizistin" H. Weizenegger (KPU Berlin), die offensichtlich über keinerlei medizinische/wissenschaftliche Qualifikation verfügt.

Außerdem wird hier - ausdrücklich -
Werbung für zwei Bücher des Dr. med. Kuklinski gemacht ...


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Beitragvon Juliane » Samstag 15. Dezember 2012, 09:12

@ Sileah und Yol


Kryptopyrrolurie/HPU Strang inCSN Forum:

viewtopic.php?t=12692


Zum Thema B6 Mangel:

"Der kleine Souci/Fachmann/Kraut. Lebensmitteltabelle für die Praxis" schreibt:

"Vitamin B6 :Trotz ausreichender Zufuhr wird vielfach ein Mangel konstatiert".

Seite 13

Der kleine Souci/Fachmann/Kraut. Lebensmitteltabelle für die Praxis

Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart

2. Auflage 1991


viewtopic.php?t=18429
viewtopic.php?t=14083
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Beitragvon Beobachter » Samstag 15. Dezember 2012, 09:31

NACHTRAG:

Auch zur KPU und HPU gibt es bei psiram.com einen Eintrag:

http://psiram.com/ge/index.php/Kryptopyrrolurie

Bei Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4mopyrrollaktamurie


Wenn man unter "KPU, HPU" weiter googelt, findet man eine Menge Link-Angaben zu privaten Instituten, Praxen von HPs und Homöopathen u. ä.
Es lohnt sich, sich genauer anzusehen, mit was sich die jeweiligen Verantwortlichen (ersichtlich im Impressum) sonst noch beschäftigen und welche Qualifikation sie besitzen - wenn überhaupt vorhanden ...


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Beitragvon Sileah » Samstag 15. Dezember 2012, 09:52

@Beobachter: Welchen Krankheit wird nicht von Homöopathen behandelt?

Bei mir war es eine ganz normales Institut, angeordnet durch einen Kassenarzt, bezahlt von der Krankenkasse.
Würde mich interessieren, ob in anderen Foren auch MCS immer durch Wiki erklärt wird ;-)Hoffe nicht!

@Juliane: "Vitamin B6 :Trotz ausreichender Zufuhr wird vielfach ein Mangel konstatiert".
Das widerspricht sich doch! Wie kann was ausreichend sein, wenn ein Mangel da ist?

Bei Eisen wurden die Werte vor einigen Jahren nach unten korrigiert, plötzlich hatten viele Frauen keinen Eisenmangel mehr. Ein Schelm, wer denkt ;-)
Zudem ist es auch interessant, wie unterschiedlich Werte in verschiedenen Ländern sind.

Zum Beispiel die Schilddrüsenwerte sind (oder waren?) anders in den USA wie hier.
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Beitragvon Beobachter » Samstag 15. Dezember 2012, 10:58

@ Sileah:

Ich will durch Angabe von Wiki - Links nichts "erklären", sondern auch diese Info zur Verfügung stellen.
(ES GING HIER NICHT UM MCS !)
Denn "alternative, ganzheitliche, spirituelle" u. ä. Sichtweisen werden hier von manchen Usern schon zu Genüge vorgestellt und auch entsprechend beworben (Bücher, Tests, Praxen, Labors usw.)

Mit der prinzipiellen Ablehnung von Wiki-Einträgen stehst Du übrigens nicht alleine, sondern befindest ich in "bester Gesellschaft":

http://www.umweltbedingt-erkrankte.de/index.php/umweltpolitik/158-keine-spenden-fuer-wikipedia


"Welche Krankheit wird nicht von Homöopathen behandelt?"
Wohl wahr - es werden ALLE Krankheiten von Homöopathen behandelt; bis hin zu AIDS ...
Das ist ja das Problem.

Wenn Du mit MCS durch Kassenarzt, Labor und Krankenkasse eine kompetente, gute und nützliche Behandlung erfahren hast, kannst Du Dich glücklich schätzen ...


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Beitragvon Juliane » Samstag 15. Dezember 2012, 11:19

@ Sileah

Das heißt, dass man meint(DEG), die Bevölkerung sei ausreichend über die Nahrung versorgt aber Laboruntersuchungen zeigen den Mangel bei einem Teil der Bevölkerung.

Schau doch nochmal in die Links, die ich eingestellt hatte.

viewtopic.php?t=18429
viewtopic.php?t=14083
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Beitragvon Sileah » Samstag 15. Dezember 2012, 12:18

@Juliane: SEHR interessante Links, auch zu KPU/HPU. http://www.smileygarden.de/smilie/Schil ... ke-001.gif
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Beitragvon asd123 » Samstag 15. Dezember 2012, 13:36

@Yol: "Auch wenn Du verbittert bist - es wird sich so nichts ändern. Wir alle müssen in die Arena, damit sich was ändert - alle und nicht nur einige mit MCS. Auch ich bin sehr krank, habe wenig zu essen, weil ich auf fast alles reagiere - aber ich lasse es nicht zu, dass meine Frustration über das Versagen unsrer Solidaritäts-Sozial-Gesundheitssysteme mir den letzten Rest an Energie auffrisst. Weil ich die nämlich zum kämpfen brauche - ohne Kampf wird sich in Sachen MCS rein gar nichts tun!!!! Wenn wir augeben bevor wir in den Kampf gezogen sind - dann bleiben wir an der Kreuzung sitzen, solange bis es uns nicht mehr gibt.

Ich bitte Dich darum etwas zu tun, was Dir Freude bereitet - das brauchst Du zum überleben - das brauchst Du um mit allen andern für die Sache MCS einzutreten - egal wieviel Du dazu beitragen kannst - Du hast MCS, also gehörst Du auch dazu mitzumachen, dass sich etwas ändert."

Ach es ändert sich nichts, ich habe auch keine Lust auf die nächste von der "Schulmedizin" nicht anerkannte Krankheit, was habe ich von der Diagnose, wenn sie nicht anerkannt wird? Nichts, ausser Kosten, für die ich kein Geld übrig habe. Da verwende ich mein bisschen Geld und mein bisschen Energie lieber für was sinnvolles als für einen Kampf, der sinnlos ist. Wir werden alle gezielt krank gemacht, googel mal nach "chemtrails" und "codex alimentarus" und "neue weltordnung", da wirst du fündig. Wir könnten alle supergesund sein, wenn es das Gesundheitssystem denn zulassen würde. Es ist aber nicht im Sinne der Pharma-Mafia, eine gesunde Bevölkerung zu haben, denn an gesunden Menschen kann ebendiese Mafia nichts verdienen. Und so wird weiter verseucht, vergiftet (z.b. über Gentechnik, Impfungen, die keiner braucht), gezielt krank gemacht, es wrden Krankheiten erfunden, um besser abzocken zu können, es wird psychiatrisiert und so weiter. Die Unbequemen werden weg gesperrt. Meinst du, das ist alles Zufall? Nein, das ist Absicht. Dr. Raths Vorträge sind auch sehr interessant, mal nach googeln.

Ich habe schon lange den Verdacht, dass der Hype um NEMS eben ein Hype ist. Unbestritten ist, dass es vielen Menschen an Nährstoffen fehlt, hervorgerufen durch ausgelaugte Böden; auch will man in der "Ärzteschaft" nicht die wichtige Rolle des Vitamin D anerkennen, das nur als Beispiel. Die andere Seite sind aber die unzähligen Labors und Homöopathen und Privatärzte, die mit den kranken Menschen mächtig Kasse machen. Durch jahrelanges Lesen und Verfolgen solcher Themen im Internet, v. allem in diesem einen bewussten Schweizer Gesundheitsforum, aber auch anderswo, ist mir das bewusst geworden. Es geht nur um Geld. Um Abzocke der armen, chronisch kranken Menschen, denen man durchaus helfen könnte, wenn denn die krankenkassen bewährte Therapien bezahlen würden. Dazu zähle ich zb. das Vitamin D. Oder die Sache mit der Lyme-Borreliose. Offiziell wird das nicht anerkannt, und keine Kasse zahlt die Diagnostik bzw. die Therapie. ...Nein, die Krankenkassen und die Pharma-Mafia fahren da ein doppeltes Spiel; alle, die sich Privatdocs leisten können, kann man auf diesem Weg noch mal abzocken, und die, die sich Privatdocs nicht leisten können, fallen da eben raus und sind nicht weiter abzockbar, man kann kein Geld mehr mit diesen langjährig chronisch Kranken machen, und deshalb sind sie für die o.genannten Gruppen uninteressant.


Merke: Es zählt NUR das GEld! Es geht nie um die Gesundheit der Bevölkerung.

@Sileah: Ja, mag sein, mit den Vergiftungserscheinungen. Manchmal habe ich einen komisch metallischen Geschmack im Mund, wie als wenn man einen Löffel im Mund hätte. Fragt sich nur, wie entgiften. Das scheint ja auch nicht so einfach zu sein. Ich habe da schon einiges drüber gelesen, weiß aber nicht mehr, was. Das ist ja auch alles ziemlich verwirrend.

Ja, B. Kuklinski sagt, das käme alles von der Halswirbelsäule, ich habe sein Buch, das war teuer, und ich muss sagen, was er schreibt, klingt alles sehr stimmig, aber, ob es stimmt? Seine Therapie scheint einfach zu sein, immer nur B12, B12 und so weiter... danach irgendwann die anderen B-Vitamine, und so weiter... mit low carb komme ich nicht klar, ich brauche Vollkorn, ich komme nur ca 4 - 5 Stunden ohne Essen aus, danach geht es nicht mehr. Blöd ist, dass ich keinen B12-Mangel habe. Also stimmt doch da was nicht. An der Stelle habe ich angefangen, Kuklinskis Theorie ("das äussert sich in einem starken B12-Mangel") zu hinterfragen. Ich halte Pall mit seiner Theorie für wesentlich schlüssiger, der hat zumindest mehrere Ursachen für Mitochondropathie, was ja nichts anderes als chronischer Energiemangel ist, auf Lager. Aber nützen tut das keinem was, wenn man die Ursachen weiß, denn man kann ja nicht gegensteuern. Ausser, sich vernünftig zu ernähren, so weit es geht, und vernünftig zu leben. Was ich ja tue. Schon sehr lange. Leider schränkt das alles sehr ein. Party machen ist nicht mehr, durchtanzen auch nicht. Partnersuche als chronisch Kranker kann vergessen werden. Geschweige denn, regelmässig arbeiten gehen. Schon traurig, und sowas mit 50. Das ist wie fast begraben sein. Dabei ist das leben doch noch lange nicht vorbei.


Viele Grüße!
asd123
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Nahrungsergänzungsmittel :Wunder und Wahrheit

Beitragvon Yol » Samstag 15. Dezember 2012, 15:39

Nicht alles ist gewollt gesteuert - das anzunehmen wäre dann doch zu simpel. 7 Milliarden Menschen - das ist eine Menge. Und diese Menge hat alle die gleichen Grund-Bedürfnisse - und dann kommt noch dazu dass der ärmere/benachteiligtere Teil dieser 7 Milliarden sich den Teil noch holt, den die Industrienationen schon lange für sich in Anspruch nehmen.
7 Mlliarden Menschen machen eine Menge Mist - wenn ich mal den Vergleich des Bauern anwede: viel Vieh macht viel Mist - und das stimmt. Das ist nicht änderbar.

Und das ist nicht einfach so steuerbar. Man muss jedem das zugestehen was man für sich selber in Anspruch nimmt - und das hat die Mehrheit der Menschheit auf unserem Planeten nicht. Teilweise wird in nächster Zukunft umverteilt, was auch gerecht ist.

Alles - aber auch alles dies geht gegen die Umwelt. Und eine kranke Umwelt kann keine gesunde Menschen tragen - das wäre nicht logisch. Die Menschen können nur so gesund sein wie ihr gesamtes Umfeld, mehr nicht. Einiges hierzu kann man steuern - was man isst - welche Baustoffe/Wohnstoffe man um sich herum hat - Kleidung - Wasch/Putz/Kosmetikmittel usw. - da ist einiges machbar was man selber für sein Gesundsein tun kann. Pillen muss man tatsächlich nicht schlucken - also kann man die Pharmaindustrie nicht total für alles verantwortlich machen - auch wenn sie mit allen Tricks arbeiten - jeder kann NEIN sagen.
Hier beginnt die Freiheit des einzelnen - wobei Freiheit auch Verantwortung allgemein heisst.

Dies wäre so meine Sicht der Dinge - jeder entscheidet einen Teil seines Lebens selbst - alles andere haben wir nicht in der Hand. (Als Atheist glaube ich wohl auch nicht an höhere Kräfte - als Realist aber an mich selbst).

Wer aufgegeben hat - der wird natürlich nichts bewegen - nicht für sich - auch nicht für andere - nicht für die Kinder, die die Zukunft eigentlich bedeuten. Ich kämpfe tatsächlich nicht für mich - bin mir auch bewusst, dass ich davon nichts mehr habe, die Kastanien für andere aus dem Feuer zu nehmen - aber solange ich lebe habe ich eine Verpflichtung - nämlich die, zu ändern versuchen, was möglich wäre. Nicht der Erfolg ist wichtig - das TUN ist es. Es bewahrt mich davor jeden und alles für alle Missstände verantwortlich zu sprechen - ich bin auch in der Verantwortung - hier und heute in der Zeit wo ich lebe -- ich habe nämlich keine andere zur Verfügung! Jede Veränderung braucht ca 25 Jahre - auch das ist mir bewusst - solange lebe ich nicht mehr. Wo aber liegt hier denn ein Grund heute nichts zu tun und abzuwarten bis auch diese 25 Jahre nutzlos verstrichen sind? Jeder kann nur einen ganz kleinen Teil dazu beitragen, dass sich in diesen 25 Jahren etwas ändert - viele zusammen haben schon immer etwas geändert - das ist wie ein Mosaik bauen - da muss jeder Stein passend zum andern geschliffen werden - und das ist verdammt harte Arbeit. Und das Leben - auch für uns mit MCS ist ein Mosaik - wie es schlussendlich aussieht und ob es ein Ganzes wird/werden kann - wir haben einiges dazu in der Hand - packen wir's an...
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Nahrungsergänzungsmittel :Wunder und Wahrheit

Beitragvon Annamaria » Samstag 15. Dezember 2012, 15:39

Hallo asd123,

du schreibst sehr eindrücklich über die Nöte von uns MCS-Kranken.
Entschuldige bitte, wenn ich mich mit meiner "Antwort" nun auf etwas sehr Banales beziehe, was mir beim Lesen gerade auffiel.

Du schreibst, dass du keinen Vitamin B12-Mangel hast.
Wurde das durch eine Blut- oder durch eine Urin-Untersuchung festgestellt?

Vitamin B12 sollte nämlich schon lange nicht mehr im Blut, sondern im Urin bestimmt werden.
Wenn MMA (Methylmalonsäure, ein Abbauprodukt von Vit. B12) sehr hoch ist und Homocystein sehr hoch ist, dann kann man davon ausgehen, dass ein Vitamin B12-Mangel vorliegt.

Viele Grüße
Annamaria
Annamaria
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