Nahrungsumstellung hilft bei ADHS

Nahrungsumstellung hilft bei ADHS

Beitragvon Karlheinz » Donnerstag 7. April 2011, 07:18

Diät gegen ADHS

Nahrungsumstellung hilft bei Aufmerksamkeitsstörung
Von Thekla Jahn

Bis zu 500.000 Kinder in Deutschland zeigen Symptome der Aufmerksamkeitsstörung ADHS. Viele Betroffene bekommen Medikamente gegen die Krankheitszeichen, obwohl die Ursachen bislang nicht geklärt sind. Eine neue Studie legt nahe, dass Nahrungsmittelunverträglichkeit hinter ADHS steckt.

"Was wir momentan machen, ist: Symptome zählen - es gibt 18 mögliche Symptome bei ADHS, und wenn ein Kind zwölf davon hat, steht die Diagnose fest. Wir zählen einfach nur Symptome und verkaufen Medikamente. Das ist ADHS."

Lidy Pelsser vom ADHS Research Center in Eindhoven ist damit einfach nicht zufrieden. Zusammen mit ihren niederländischen Kollegen von der Universität Rotterdam hat sie sich auf Ursachensuche begeben und dabei die Ernährung ins Visier genommen. Bei ihrer Studie mit 100 ADHS-Kindern im Alter zwischen vier und acht Jahren bekam die Hälfte eine sogenannte Eliminationsdiät. Sie aßen nur Reis, Gemüse und Fleisch. Alles andere wurde aus dem Speiseplan herausgenommen, "eliminiert". Das Ergebnis:

"Bei den Kindern, die unsere Eliminationsdiät machten, stellten wir fest, dass 64 Prozent aufgrund der Diät keinerlei Probleme mehr hatten. Die Symptome waren vollständig verschwunden und sie verhielten sich wie normale, durchschnittliche Kinder ohne ADHS."

...

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1430292/

#####

Effects of a restricted elimination diet on the behaviour of children with attention-deficit hyperactivity disorder (INCA study): a randomised controlled trial

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(10)62227-1/abstract
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Nahrungsumstellung hilft bei ADHS

Beitragvon mirijam » Donnerstag 7. April 2011, 23:08

Noch eine Studie

Ursache für ADHS liegt im Gehirn. Charité-Studie weist Fehlfunktion im Membranstoffwechsel nach
Kerstin Endele GB Unternehmenskommunikation
Charité-Universitätsmedizin Berlin

11.09.2007 15:41
Berlin, 11. September 2007. Beim Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitäts¬syndrom (ADHS) handelt es sich nicht um eine reine Verhaltensstörung. Eine Untersuchung der Charité - Universitätsmedizin stützt jetzt die These einer neuronalen Fehlfunktion im Gehirn. Für die aktuell im Journal of Psychiatric Research publizierte Studie * haben Dr. Michael Colla und seine Mitarbeiter vom Centrum für ADHS im Erwachsenenalter am Campus Benjamin Franklin 15 erwachsene Patienten mit der Diagnose ADHS sowie zehn gesunde Personen untersucht. Das Ergebnis: Die ADHS-Patienten benötigen eine deutlich längere Reaktionszeit für Aufgaben, bei denen sie sich über längere Zeit auf eine Sache konzentrieren und irrelevante Aspekte ausklammern müssen. Die Ursache dafür liegt offenbar im Gehirn. Dort weisen die Patienten nämlich in dem Gebiet, das für die Steuerung von Aufmerksamkeit zuständig ist, eine erhöhte Konzentration des Markerstoffes Cholin auf.

ADHS wird häufig fälschlicherweise als Verhaltens¬störung angesehen, die nur Kinder und Jugendliche betrifft. Bei bis zu zwei Dritteln bleibt die Störung aber bis ins Erwachsenenalter bestehen. Erste Symptome treten bereits im Kindesalter auf und können sich im Laufe der Zeit verändern. Betroffene lassen sich zum Beispiel leicht ablenken und leiden unter innerer Unruhe, Impulsivität und Hyperaktivität. Das führt sowohl im Berufsleben wie auch im privaten Bereich zu großen Problemen. Häufig entwickeln die Patienten zusätzliche Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Sucht.

Für die Behandlung von erwachsenen ADHS-Patienten gibt es noch kein erprobtes Konzept. Für Personen ab 18 Jahren ist bislang auch kein Medikament zugelassen, da die Wirkung noch unbewiesen ist. Das soll sich jetzt ändern. "Wir überprüfen die Wirksamkeit von Verhaltenstherapie kombiniert mit dem Einsatz von Medikamen¬ten", erklärt Dr. Michael Colla. "Bisher hat es derartige Studien in Europa nicht gegeben." Das Bundesministeri¬um für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt über drei Jahre mit einer Summe von 650.000 Euro. Beteiligt sind fünf Arbeitsgruppen des deutschen ADHS-Kompetenznetzes aus Berlin, Freiburg, Mannheim, Saarbrücken und Würzburg.

* Colla M et al., Cognitive MR spectroscopy of anterior cingulate cortex in ADHD. Journal of Psychiatric Research (2007), in press.

Kontakt:
Kerstin Endele
Leiterin Unternehmenskommunikation
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Tel 030 - 450 570 400
Kerstin.endele@charite.de
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news225088">http://idw-online.de/pages/de/news225088


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mirijam
 

Nahrungsumstellung hilft bei ADHS

Beitragvon mirijam » Donnerstag 7. April 2011, 23:12

Eine weitere Studie


Studie
Umweltgifte können ADHS verursachen
Freitag 18.06.2010, 15:17

Über die Ursachen für ADHS ist noch wenig bekannt. Ein Jenaer Wissenschaftler untersuchte nun den Einfluss von Umweltschadstoffen. Das Ergebnis scheint eindeutig zu sein.
Die Diagnose ADHS ist für viele Eltern ein großer Schock. Die Frage nach den Ursachen rückt dabei schnell in den Hintergrund. Im Schnitt gehen Forscher davon aus, dass sechs bis zehn Prozent eines Jahrgangs von der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung betroffen sind – das entspricht ein bis zwei Kindern pro Schulklasse. Bei Jungen wird die Verhaltensauffälligkeit mit 7,9 Prozent häufiger diagnostiziert als bei Mädchen (1,8 Prozent).

Der Jenaer Forscher Ulf Sauerbrey führte eine Meta-Studie durch, die den Ursachen von ADHS auf den Grund geht. Er fand heraus, dass Umweltgifte womöglich in hohem Maße die Entwicklung von ADHS fördern.

Erstaunlicherweise würden Gifte in der kindlichen Umwelt in Veröffentlichungen über ADHS kaum eine Rolle spielen, erklärte Sauerbrey. „Aber zahlreiche Einzelstudien sprechen eine deutliche Sprache.“ Im direkten Lebensumfeld von Kindern liegen demnach zahlreiche potenzielle Gefahrenquellen. Dazu gehörten Ausdünstungen aus Teppichen, Tapeten und Anstrichen, die sich zu einem brisanten Chemiecocktail vermischen können. Die Wechselwirkungen verschiedener Giftstoffe sind oftmals gar nicht oder nur unzureichend erforscht.


Diagnose umstritten
„Selbst niedrigste Konzentrationen sind schädlich, vor allem wenn sie dauerhaft auf den kindlichen Organismus einwirken“, so Sauerbrey. Der Forscher rät Eltern zur Vorsicht bei Polstermöbeln, die aus Ländern importiert wurden, in denen andere Grenzwerte gelten als in Deutschland. Gefährlich sei zudem auch Spielzeug aus Fernost, das häufig bleibelastet ist.


Über die Diagnose ADHS wird in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. „Im Grunde ist ADHS eine Störung erwünschten Verhaltens“, sagt Sauerbrey, die Kriterien für die Diagnose wurden um 1990 entwickelt. Die unter ADHS beschriebenen Symptome sind jedoch weit älter: Bereits 1845 schrieb Heinrich Hoffmann in dem Klassiker „Struwwelpeter“ über Zappelphilippe, die die Merkmale von ADHS aufweisen. Für Sauerbrey scheint die Ursache offensichtlich: „Im 19. Jahrhundert war die Schadstoffbelastung der Umwelt noch viel größer als heute.“



http://www.focus.de/schule/lernen/lernstoerungen/studie-umweltgifte-koennen-adhs-verursachen_aid_520958.html
mirijam
 

Nahrungsumstellung hilft bei ADHS

Beitragvon mirijam » Donnerstag 7. April 2011, 23:16

Auch lesenswert

Studie: ADHS eine Störung der Basalganglien

Dienstag, 18. November 2008


Baltimore – Die Basalganglien scheinen eine wichtige Rolle in der Pathogenese der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) zu spielen. Größe und Form dieser an der Kontrolle der Motorik beteiligten Hirnregionen waren in einer Studie im American Journal of Psychiatry (2008; doi: 10.1176/appi.ajp.2008.08030426) verändert.

Dass die Basalganglien (also Nucleus caudatus, Putamen und Globus pallidus) an der Entstehung des AHDS beteiligt sind, ist bereits früher vermutet worden. Strukturelle Veränderungen konnten mit den bisherigen Analysemethoden der Kernspintomografie aber nie nachgewiesen werden.

Eine bessere Darstellung verspricht ein neues Verfahren, dass die Hirnforscher als LDDMM (für large deformation diffeomorphic mapping) bezeichnen. Mit ihm lässt sich nicht nur die Größe einzelner Hirnareale exakter als bisher ausmessen. Die LDDMM liefert auch dreidimensionale Darstellungen der einzelnen Regionen von bisher nicht gekannter Präzision.

Die Gruppe um Stewart Mostofsky vom Kennedy Krieger Institute in Baltimore hat das Verfahren auf 47 Kinder mit AHDS angewendet, darunter 27 Jungen. Bei den Jungen, nicht aber bei den Mädchen, waren die Basalganglien kleiner als bei gleichaltrigen gesunden Kontrollen.

Auch in der Form gab es Unterschiede. Jungen mit AHDS (nicht aber Mädchen) hatten eine „Volumenkompression“ in Kopf und Körper des Nucleus caudatus und im vorderen Abschnitt des Putamens. Auch der linke vordere Globus pallidus und das rechte ventrale Putamen waren verkleinert. Dagegen war das hintere Putamen größer als bei den gesunden Jungen.

Die Forscher ziehen aus den vielfältigen anatomischen Veränderungen den Schluss, dass das AHDS nicht mit Störungen in einem einzelnen neuronalen Kreislauf assoziiert ist, sondern dass vermutlich verschiedene Dysfunktionen zusammen kommen. Das Ergebnis ist dann eine Bewegungsstörung, dessen zentrales Merkmal die Schwierigkeit der Kinder ist, impulsive Aktionen zu unterdrücken. © rme/aerzteblatt.de



zum Thema
Abstract der Studie im American Journal of Psychiatry
Pressemitteilung des Kennedy Krieger Institute
Hintergrund zur LDDMM


http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34439
mirijam
 

Nahrungsumstellung hilft bei ADHS

Beitragvon mirijam » Donnerstag 7. April 2011, 23:24

Weitere Erkenntnisse

Impfen und ADHS: Salzburger Elternstudie geht in eine neue Runde
(ht) Die Forderung nach ergebnisoffenen Vergleichen zwischen Geimpften und Ungeimpften als einzig seriösen Nutzennachweis ist eines der zentralsten Anliegen der Impfkritik. Das am häufigsten von Impfbefürwortern gegen solche Studien gebrachte Argument sind ethische Bedenken. Es sei unethisch, Kindern im Zuge solcher Forschungen bewusst Impfungen vorzuenthalten.

Diese Argumentation, die sich übrigens kürzlich auch die Pressesprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), der deutschen Zulassungsbehörde für Impfstoffe, in einem Interview öffentlich zu eigen machte, könnte man bei Impfstoffen, die sich im breiten Feldeinsatz bereits unzweifelhaft bewährt haben, unter Umständen noch angehen lassen. Doch ist im Zulassungsverfahren nicht gerade ein Vergleich zwischen Geimpften und Ungeimpften der einzige objektive und unbestechliche Nachweis für einen Nutzen der Impfung?

Der Antikörpertiter allein, der auch nach Meinung des Robert-Koch-Instituts (RKI), einer Schwesternbehörde des PEI, nur eine Ersatzmessgröße sein kann und nur sehr bedingt eine Aussage über die Immunität gegenüber einer spezifischen Krankheit zulässt, reicht als Nutzennachweis nicht aus. Und doch verlässt sich das PEI im Zulassungsverfahren ausschließlich auf diese hypothetischen Laborwerte. Dieser merkwürdige Umstand stellt eines der größten Rätsel der öffentlichen Impfpolitik dar.

Frustriert über die mangelhafte Datenlage hat schließlich vor einigen Jahren eine Salzburger Elterngruppe einen selbst entwickelten Fragebogen zur gesundheitlichen Situation von ungeimpften Kindern herausgegeben, über den inzwischen über 700 Familien und mehr als 1000 ungeimpfte Kinder erfasst wurden. Das Ergebnis ist geradezu verblüffend:


Der Anteil der an Asthma erkrankten ungeimpften Kindern liegt demnach bei 0 % - Bevölkerungsdurchschnitt = ca. 10 %.

Der Anteil der an Allergien leidenden ungeimpften Kindern liegt bei 3 % - Bevölkerungsdurchschnitt = ca. 25 %

Der Anteil der an Teilleistungsstörungen leidenden ungeimpften Kindern liegt bei unter 1 % - Bevölkerungsdurchschnitt = mind. 10 %.

http://www.impfkritik.de/pressespiegel/2007033005.htm
mirijam
 

Nahrungsumstellung hilft bei ADHS

Beitragvon mirijam » Donnerstag 7. April 2011, 23:26

In diesem Thread von Karlheinz geht es auch um Zusammenhänge zwischen Impfungen und Gehirnschäden:

viewtopic.php?t=13562
mirijam
 

Re: Nahrungsumstellung hilft bei ADHS

Beitragvon Kira » Freitag 5. Juli 2013, 11:55

Was ADHD angeht hier noch ein interessanter Thread :

Dr. Rapp M.D.:ADHD nimmt zu!! Was werden wir dagegen tun?
viewtopic.php?f=48&t=19688
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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