Bericht nach längerer Zeit

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Sonntag 7. August 2011, 22:20

Hallo, vor ca. zweieinhalb Jahren sendete ich meinen letzten Beitrag ins Forum.
Seitdem ist viel passiert. Ich habe vieles ausprobiert und manche Dinge sturr weitergemacht, obwohl nicht alle im Forum dieses guthießen.
In diesem Thread werde ich nach und nach alles Berichten.

Vor 2 Jahren konnte ich endlich in eine Erdgeschosswohnung, ein paar Häuser weiter, ziehen. Innerhalb von einem Jahr wollte ich alles renoviert haben; ich bin immer noch nicht fertig. Damals, in der Dachwohnung, ging es mir sehr schlecht. Hier unten im Erdgeschoss ist die Luft um einiges besser und das hat mein Leben wieder lebenswerter und ausgeglichener gemacht.

Ich mußte aber alles selbst renovieren. Alten Lenoliumbelag rausreißen, 1-5 mm Wandputz abkratzen (wegen Kleister-, Ölfarben- und Tapetenresten sowie Duftstoffen vom Vormieter), glasierte Fliesen auf Fußboden und Wand aufbringen mit zementhaltigem Fliesenkleber; einige Wandbereiche wurden nur mit Rotband überzogen oder mit Mauerputzmörtel.
Ich vertrage keine modernen Grundierungen, Brandschutz- und Antischimmelmittel, Kleister, Leime, Hölzer, Öle, Putz- u.Desinfektionsmittel, Seifen, Kunststoffweichmacher usw..

Das war und ist sehr anstrengend aber zahlt sich immer nach dem Abbinden aus, Fliesenkleber ca. 2 Wochen, zementhaliger Fugenbreit ca. 2-3 Monate, Acrylverfugungsmaterial ca. 2 Tage zum Ausdünsten. Rotband riecht immer bei sehr hoher Luftfeutigkeit, weshalb ich ihn nur in Nebenräumen benutzt habe (z.B. Bad).

Beim Abbinden der o.g. Materialien treten bei mir auch heftige Gesundheitsbeschwerden auf (Kopfschmerzen, Verstopfungen, Mundtrockenheit, Rückenschmerzen Verspannungen usw.) aber das kenne ich ja und ich weiß, daß es noch viel, viel heftigeres gibt.
Deshalb bin ich auch so langsam beim renovieren, da ich viele Austage mit Erschöpfungszuständen hatte oder auf günstige Lüftungstage (Wettertemperaturen, Windrichtungen, Trockenheit also auch Jahreszeit) warten mußte.
Ich möchte diese Anstrengungen aber nicht noch mal machen.

Noch immer wasche ich meine Wäsche mit Kaffeesatz, dekontaminiere meine Hände und Körper damit und trinke immer noch Kaffee und esse Schokolade. Und dieses sind Artikel, die nicht Bio sind. Nach ca. sieben Jahren habe ich dadurch keinen körperlichen Schaden erlitten, habe keine Hautausschläge von bekommen oder eine Hygienekrankheit eingefangen.
Ansonsten nehme ich nur Biokost zu mir, weil ich jede Abweichung gesundheitlich bemerke. -Fortsetzung folgt-

Fragen von Euch sind zu jederzeit willkommen, mit lieben Grüßen Twei.
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Montag 8. August 2011, 17:09

Fortsetzung 1:
Erstmal noch ein nettes Danke an das Forum, welches mir mit den glasierten Fliesen einen guten Tipp gegeben hatte. Ich habe helle weißgraue Bodenfliesen ca. 32 x 32 mm aus Italien in einem Baumarkt für 2,99 Euro den qm erhalten. Diese eigneten sich auch für die Wände.

Für Behördengänge bzw. -Zwecke habe ich wegen mangelnder Barrierefreiheit immer noch einen Betreuer. Die Rente wegen Arbeitsunfähigkeit wurde weiterhin bewilligt und mit HarzIV aufgestockt. Leider kommt es regelmäßig zu Zahlungsverzögerungen, weshalb ich mir immer wieder Geld leihen muß, bis die Nachzahlungen nach einigen Monaten erfolgen.

Vor zweieinhalb Jahren brach ich auch die Schmerztherapie mit XYLOCITHIN 0,5 % Wirkstoff: Lidocainhydrochlorid ab. Ich konnte einfach diese versprühten Desinfektionsmittel nicht mehr riechen und vertragen. Selbst erhielt ich die Infusionen ohne Desinfektionsmittel, aber die ganze Praxis und auch die Stühle waren damit so überzogen, daß meine Kleidung, Haut und Haare soviel abbekamen, daß auch meine Innenraumkleidung und Bettzeug, trotz heftigem Duschen und dekontaminieren mit Kaffeesatz, danach rochen.

Die Rückenschmerzen und Muskelverspannung ließen nach und ich komme seitdem ohne Arztpraxenbesuche aus. Ich brauchte nicht mehr zweimal die Woche weg und die Gerüche am Bahnhof, in den Zügen und des Stadtteilzentrums ertragen. So konnte ich mehr Kraft schöpfen für den Umzug und die Renovierung der neuen Wohnung.

Eigentlich könnte man sagen, daß ich nun fernab aber doch inmitten der Zivilisation lebe.

Noch immer trenne ich die Kleidung und lagere sie an entsprechender Stelle. Durch die o.g. Arztbesuche wurde die Waschmaschine ebenfalls so verunreinigt, daß selbst die Innenraumkleidung immer mehr verseuchte. Auch die Zahnarztbesuche sind eine Katastrophe. Darum unterteile ich heute in Außenkleidung für stark verseuchte Gebiete, weniger verseuchte Gebiete, Innenraumkleidung für zu Hause beim Werkeln und um Besuch zu empfangen im Hinterraum, und Innenraumkleidung für meinen großen Hauptraum, was gleichzeitg meine Schlafbekleidung ist.

Im 17qm großen gänzlich gefließten Hauptraum befindet sich nur eine Matraze auf dem Boden (habe noch kein Metallbettgestell), ein Metallstuhl, Metalltisch, Fernseher und PC-LCD-Bildschirm, und Innenraumwäsche für diesen Raum. An zwei Wänden ist der obere Streifen ca.30cm ungefließt und mit reinem Mauerputzmörtel ausgefüllt, um die Feuchtigkeit aufzuhemen bzw. abzugeben. Am PC arbeite ich, wegen meinem Rücken im Liegen, weshalb der Bildschirm von der Decke runtergelassen werden kann.

Der PC und die Telephonanlage stehen im Hinterraum und die Versorgungskabel kommen durch eine Wand vom oberen Putzstreifen. Dort hatte ich ein 110mm Abflußrohr eingearbeitet und mit zwei Endkappen verschlossen. Schmale Langlöcher in den Endkappen ermöglichen die Kabel mit Stoffresten und im Hinterzimmer zusätzlich mit Klebeband einwandfrei abzudichten. Ich kann jederzeit Kabel mit beliebig großen Steckern nachziehen. An der Decke sind viele kleine Haken angebracht, die die Leitungen wie auf einem Kabelsteg in den Raum verteilen (so sind Fußboden und Wände frei, was zum Zimmerreinigen eine Erleichterung ist).

Um die Räume und die zu schützenden Gegenstände nicht gegenseitig zu verseuchen, muß ich strickte Trennung einhalten! Dieses bedeutet Händewaschen, wegen der Türklinken, Fenstergriffen und Schaltern. Zu schnell ist die Fernbedienung, das Eßbesteck, Geschirr usw. oder gar das Bettzeug kontaminiert. Ab einer bestimmten Stelle müssen die Hausschlappen angezogen werden. Es sei denn der Fußboden ist in der ganzen Wohnung einwandfrei dekontaminiert (was bei einer Bausstelle nicht zu 100% gelingt).
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Sonntag 14. August 2011, 10:08

Fortsetzung 2:
Zur Richtigstellung angemerkt möchte ich hier noch mitteilen, dass ich zur Renovierung und zum Umzug einige Unterstützung von 2 Bekannten hatte. Häufig wollte ich aber auch viele Dinge selber machen, um neueren Kontaminierungen vorzubeugen. Handwerker hätten vieles falsch gemacht. Nur ein verseuchter Anmacheimer indem zuvor Spülmüttel gewesen wäre, hätte das ganze Material verseucht usw..

In der alten Wohnung beklagte ich mich über die Lichtempfindlichkeit und die häufige Sehstärkenveränderungen meiner Augen, weshalb ich viel abdunkeln mußte. In der neuen Wohnung vertrage ich wieder helle Wände und ausreichendes Licht. Ab und zu verändert sich am Tage mal die Sehstärke, was eindeutig mit dem Parfüm der Nachbarn zu tun hat; die frühere Lichtempfindlichkeit ebenfalls, aber diese hatte sehr sehr viel mit den dauerhaften Waschmitteldämpfen zu tun.

Auch heute merke ich die Wasch-, Putz- und Lüftungszeiten meiner Nachbarn, aber wesentlich weniger als in der alten Wohnung. Hier kann ich jeden Tag mehrmals lüften, in der alten Wohnung manchmal 3 Tage lang nicht!
Endlich vermag ich wieder lange und oft die Rolladen Tagsüber zu öffnen, je nach Windrichtung u. -stärke oder Tageszeit. Diese Methode hilft mir das Eindringen von verunreinigter Luft von außen bzw. der Fensterritzen (-die Gummis nehmen den Geruch der nachbarschaftlichen Duftstoffe an) zu regulieren (häufiges Fensterputzen ändert gar nichts daran).

Früher verfügte ich über eine Nachtspeicherheizung, die zudem den Holzpressspanplattenfußboden mit PVC-Beschichtung heftig aufgeheizt hatte. Meine Nasenschleimhäute und der Rachen waren jeden morgen trocken und ich hatte Kopf- und Gliederschmerzen.
Bei der jetzigen Zentralheizung und den anderen von mir verwendeten Bausstoffen hat das sehr stark nachgelassen.

Anfangs machte mir der Heizkörper durch den Vormieter Probleme. Ich hatte die Möglichkeit ihn in der Badewanne mit heißem Wasser 1-2 Stunden mit Schrubber, Flaschenbürsten und Kaffeesatz zu bearbeiten. Bei Inbetriebnahme stank das immer noch so leicht Chemisch, aber jetzt träufel ich seit 2 Jahren Kaffee drauf und das hat nachgelassen. Auch hinter dem Heizkörper vermochte gefliest zu werden, weshalb ich immer alles gut mit Wasser reinigen kann.

Die Heizkörper der anderen Zimmer wurden ebenfalls so wie o.g. behandelt und die Rückwand befließt. Jedoch weiß ich, dass diese immer leichte Probleme beim Anstellen verursachen werden, da jenen Räumen auch ein anderer Zweck zugedacht ist. Hilfreich war es im letzten Winter, diese Raumtemperaturen geringer zu halten, als die in meinem Hauptzimmer.
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Samstag 27. August 2011, 14:00

Fortsetzung 3
Hier verweise ich noch auf zwei Links, die die Situation und meine Krankheitsgeschichte zu diesem Thread \"Bericht nach längerer Zeit\" verständlicher machen.

Krankengeschichte und erste Maßnahmen: Newcomer vom 11.01.2009 - 14.02.2009
CSN - Forum / Umweltkrankheiten / Duftstoffe, Kosmetika, Reinigungs- und Putzmittel / Newcomer
[url]http://www.csn-deutschland.de/forum/showthread.php?id=8544[/url]

Krankengeschichte: Was sag ich dem Amtsarzt? vom 09.01.2009, 12:28:23 und 15:57:02
CSN - Forum / MCS & Alltag / MCS & Behörden, Gutachter, Kliniken,... / Was sag ich dem Amtsarzt?
[url]http://www.csn-deutschland.de/forum/showthread.php?id=8573[/url]
- Editiert von Twei am 08.12.2011, 21:03 -
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Samstag 27. August 2011, 22:35

Fortzetzung 4
a) Die Decke vom Hauptzimmer besitzt immer noch den alten Anstrich des Vormieters. Da haftet kein Rotband dauerhaft drauf und neue Farbe wollte ich auch nicht auftragen - hier nicht! Also schruppte ich die Decke mit Wasser immer und immer wieder ab, auch mit einer Rolle (das dauerte 2-3 Stunden). Am nächsten Tag rieb ich die Decke mit einem alten Handtuch 2-3 Stunden ab und nochmals wurde alles mit Schrubber und Wasser nachbehandelt....
Mit der Decke habe ich heute keinen Ärger mehr. Irgendwann (so 1-2 Jahre) gehe ich mit so einem Flachwischgerät feucht drüber, um den Staub uä. abzuwischen.

b) Die Rolladen waren ursprünglich alt. Die neuen Kunststoffpanzer wurden auf die alten stinkenden unrunden Holzachsen aufgebracht. Das habe ich reklamiert und bekam die fachgerechten Metallachsen. Dabei viel mir auf, dass die Fenster nicht richtig eingeputzt waren. Auch die Holme oben waren offen. Da schmiss ich ein paar Kellen Rotband drauf, damit das alles dichter wurde.

Klar stanken die alten Rolladenkästen und bei Feuchtigkeit noch mehr. Mit einem alten Handtuch wusch ich das Innenholz mehrfach ab (ekelhaft) - das Handtuch ging zum Müll. Der Geruch wurde minnimiert und den Rolladenkastendeckel habe ich besonders gut abgedichtet, indem ich zwischen jeder Schraube noch eine weitere fügte.
Anschließend wurden die Kästen mit Acrylfugenmasse abgedichtet und mit Acrylvorstrichfarbe und -endlack versiegeld.

c) In allen Zimmern waren Steinfensterablagen, nur nicht im Hauptzimmer. Dieses alte stinkende Holzspaanbrett landete auf den Müll und ich habe mir selbst eine Ablage gefließt. Auch die Fensterfaschen sind gefließ - nur so konnte alles zusätzlich mit o.g. Acrylmaterialien zu den Kunstofffensterrahmen luftdicht versiegelt werden. Ebenfalls werden so keine Wände naß beim reinigen. Diese Maßnahmen wurden in allen Zimmern umgesetzt. Ebenfalls umrahmte ich alle Metalltürrahmen mit Fliesen und versiegelte sie mit Acryl.

Die Decken der anderen Zimmer wurden vom Vermieter mit Gibsplatten abgehängt. Die Ränder versah ich mit einer Acrylnaht. Diese schlemmte ich zweimal mit Rotband mittels einer Rolle ein. Bis jetzt bin ich mit deren Zustand zufrieden.

d) Leider stank es auch in dieser Wohnung aus den Steckdosen und Lichtschaltern. Ich stellte fest, dass die Kabel und Dosen nicht überall richtig eingeputzt waren. So zog an einigen Stellen die Luft aus dem stillgelegten Kaminschacht oder Kabel- u. Wasserleitungsschächten in meine Wohnung. Teilweise mußte ich alle Dosen von hintenrum zuspachteln - also Wand aufschlagen und Hinterfüllen bzw. Kabel nachverlegen.

Das alte Mauerwerk und der alte Putz stinken so tiefgründig nach Waschmittelduft, dass ich anschließend die Unterputzdosen noch mit Fliesenfugerresten ausgerieben habe. Die Kabel wurden dabei schön entwirrt aus den Löchern gebündelt ausgelassen und ich habe mit den bloßen Fingern versucht soviel von dem Fliesenfuger in die Lochritzen reinzuverfüllen wie möglich. Die groben Fliesenfugerreste wurden nochmal schön rundum in der Dose verschmiert und der Überschuß entfernt. Dann durfte ich nichts mehr für ca. 36-48 Stunden berühren, damit die Masse keine Risse bekommt. Dann erst konnte ich die Steckdosen und Schalter wieder anschließen und einbauen.

e) Natürlich habe ich vorher die Sicherungen herausgenommen und erst frühstens wieder eingeschaltet, als alles trocken war. Ich hatte immer etwas Bammel, weil ich nicht wußte, wie der Elektriker die Kabel abisoliert bzw. die äußerste Ummantelung abgeschnitten hatte. Wenn dabei Einschnitte in die Drahtisolierung getätigt wurden, dann besteht bei Feuchtigkeit Kurzschlußgefahr oder Kabelbrannt. Überall wo sich Fliesenfuger am Kabel befindet, könnte auch später bei hoher Luftfeuchtigkeit, Schwitzwasser o.ä. ein Kurzschluß entstehen. Bei mir ist so was aber nicht passiert.

Der Fliesenfuger ist sehr ätzend für die Haut. Über einen Monat lang, waren die Finger und Hände an vielen Stellen wund. Am Schlimmsten ist eben dieses Ausschwämmen der Unterputzdosen mit bloßen Händen gewesen. Mit Handschuhen hätte ich das mit meinen großen Händen nicht geschafft - auch hätte mir das Feingefühl gefehlt.


Zwischenbemerkung: Die Elektrifizierung war hier neu (Kabel, Dosen, Schalter). Ich traute mich erst gar nicht an diese funkelnagelneue Einrichtung. Ich kam mir vor, als wenn ich ein Verbrechen gegenüber dem Eigentümer tätigen würde. Alle oberflächlichen Abdichtungen brachten keinen dauerhaften Erfolg. Ich versuchte mich im Bett zu erholen - doch das Gegenteil passierte. Je stärker der Wind und bei entsprechender Richtung desselbigen, wurde ich ganz Müde, das Hiern matschig, die Augen brannten, konnte mich auf keinen Film mehr konzentrieren, bekam Sehstörungen, wurde unruhig - ach - ich mußte das ändern!

Auch die Türrahmen waren neu. Jedoch ebenfalls nicht richtig eingeputzt! An manchen Stellen wurde das Mauerwerk mit Gibskarton ausgefüllt, da der Trockenbau schneller geht, als die herkömmliche Naßverputzung. Eigentlich habe ich die ganze Wohnung nacharbeiten müssen und alle Probleme, sind in den anderen Räumen auch noch nicht ganz behoben, aber fast. Das ist eine wahnsinns Arbeit. Bald werde ich fertig sein.
Der Eigentümer und fast jeder andere Bürger glauben, dass dieses eine hervorragende und günstige Wohnung ist. - Es hätte mich noch viel Schlimmer treffen können.
Jedoch ist der alte Putz viel zu sandig und nicht gut tragfähig. Wenn ich Pech habe, krachen irgendwann die Fliesen runter. Dann könnte ich aber an den Stellen richtigen Mauer- und Wandputz benutzen und die Fliesen darin einbetten. Dann bräuchte ich keinen Fliesenkleber oder -verfuger mehr.
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Montag 29. August 2011, 20:26

Fortsetzung 5:
Den o.g. Gibskarton zur Putzausfüllung hat der Eigentümer zu verantworten. Das ist ja mit eine der Ursachen, weshalb die Elektrifizierung solche Undichtigkeiten aufweist. Ich bevorzuge festes Mauerwerk und ordentlichen Wandputz oder besser glasierte Fliesen.

a) In der Küche wurde fast eine ganze Wand mit Gibskarton ausgebessert. Als ich dort mal 4 Wochen schlafen mußte, um meinen Hauptraum zu Ende zu Fliesen, ging es mir Nachts sehr schlecht. Die Adern/Venen wurden ganz dick und blau, Muskeln verkramfpten sich und ich konnte nur noch "Wachschlafen". In diesem Zimmer befand sich nur noch das Spülbecken mit dem selbstgebauten Rohrgestell. Die Wände hatte ich schon gefliest und die Unterputzdosen mit Rotband ausgeschlemmt. Trotzdem kamen dämpfe durch - "Weil diese Wand aus Gibskarton bestand und die Dosen in einer solchen, nie richtig Dicht ausgeschlemmt werden können, aufgrund des Hohlraumes"!

b) Also klebte ich alle betreffenden Steckdosen, samt Verkleidung mit Kaffeeverpackungstüten und Klebeband zu. Das half - aber - diese Wand wurde mit dem grünen Feuchtraumgibskarton bestückt. Unter der Spüle ließ ich extra einen ca. 1,20m x 2m breiten Streifen unbefliest alsauch einen ca.0,50m Streifen oben zur Decke. Dort sollte eventuelle Luftfeuchtigkeit aufgenommen bzw. abgegeben werden können. Diese Stellen versah ich mit einer 5mm Schicht Rotband und einem Aufstrich Kalk. Hinter dieser Wand sind die Abwasserrohe, Wasserleitungen und Kabelschächte vom Keller bis nach oben zu allen Stockwerken.

c) Alle Dämpfe vom Keller werden durch diese Wand nach oben gesaugt, je nach Windrichtung und Luftdruck hinuntergedrückt. Die Abwasserleitungen sind nicht an allen Stellen Dampfdicht. Dieses merkte ich schnell, wenn obere Mieter bis Nachts 3 Uhr ihre Waschmaschine oder Geschirrspüler laufen ließen bzw. duschten. Diese aufkommende Feuchtigkeit und Wärmeunterschiede bewirkten und bewirken zusätzlich, dass der Feuchtraumgibskarton seine Imprägnierung in der Küche zusätzlich freisetzt. Ich roch nochmal an der mit Kalk überzogenen Wand und konnte nun mit Sicherheit den letzten Ausschlaggeber für meine Durchblutungsstörungen und Verkrampfungen ermitteln - die Ausdünstungen der grünen Feuchtraumgibsplatten.

d) Ich hielt diese schrecklichen 4 Wochen aus. Dabei mußte ich Nachts fast jede Stunde urinieren, hatte Hitzewallungen, o.g. Beschwerden und nur Trockenheit im Mund. Zusätzlich fühlte sich die ganze Haut so samtartig bzw. so 0,5mm-artig geschwollen an, ebenfalls Kopfhaut und obere Stirnhöhle. Ich wußte nur, dass ich das auf keinen Fall lange, ohne eine ernsthafte Verschlimmerung der Krankheit, aushalten werde.
Diese Beschwerden habe ich bei bestimmten Waschmitteln, Spraysorten, Desinfektionsmitteln, Holzschutzfarbe, Feuchtraumplatten, Holzleimplatten, Bauschaum uä..

Irgendwann werde ich in der Küche diese Wandstellen noch versiegeln. Ebenfalls werde ich die Steckdosen ausbauen, Kabel in der Unterputzdose verlängern - isolieren - Plastiktütchen u. Fliesenstückchen drübersetzen - Rotband drauf und mit Acrylfarbe versiegeln sowie Aufputzsteckdosen übermontieren (so ist ein einfacher späterer Rückbau ermöglicht).
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Clarissa » Montag 29. August 2011, 20:42

Steckdosen verlängern, versuch mal a bisserl an den kabeln zu ziehen gerade bei hohlwänden ist häufig etwas kabel drin was man ziehen kann.

schau mal bitte hier undvergleiche ob du winddichte dosen hast

http://www.elektrikshop.de/Installation/Dosen/Hohlwanddosen:::348_277_308.html

http://www.luftdicht-forum.de/
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
Benutzeravatar
Clarissa
Prof. Forum
 
Beiträge: 6492
Registriert: Montag 9. Januar 2006, 17:00

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Dienstag 30. August 2011, 17:47

Danke, ich wußte gar nicht, dass es winddichte Dosen gibt. Allerdings wurde vom Eigentümer alles drumherum gefliest, weshalb ich keinen Austausch mehr vernehmen könnte. Vielleicht sind die Kabel ja lang genug, aber mir ist hier schon aufgefallen, dass die Kabelummantelungen viel zu weit abgetrennt wurden. Wenn die einzelnen Drähte lang genug sind, will ich sie aber nicht zusammen in Rotband oder Gibsspachtel einlegen. Da gehört schon eine Feuchtraumummantelung drum. Es gibt aber auch Schrumpfschlauch - doch eine ordentliche Verlängerung kann ich besser umsetzen.

Wenn ich dieses Problem in der Küche angehe, schaue ich, was ich mittels Deiner Hinweise umsetzen kann, zZ. lasse ich noch alles zugeklebt.
Im Hinterzimmer habe ich eine Trennwand realisiert - diesmal selbst (aber) mit grauem Gibskarton, der noch überfliest wird. Da werde ich die windichten Dosen einsetzen. Ich wollte erst Aufputzsteckdosen verwenden - die dann unpraktisch hervorständen.
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Clarissa » Dienstag 30. August 2011, 18:48

du kannst die dosen noch mehr abdichten wenn du das kabel durch eine plastiktüte ziehst, mit isoband umwickelst und dann die dose erst in die wand einsetzt, also beutel mit rand aussen lassen, dann die dose rein und montiert, danach das objekt eingebaut und diú hast eine sehr dichte dose, da dürfte nix mehr winden.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
Benutzeravatar
Clarissa
Prof. Forum
 
Beiträge: 6492
Registriert: Montag 9. Januar 2006, 17:00

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Dienstag 30. August 2011, 19:05

Ja Danke Clarissa, dass probiere ich mal aus. Z.Z. habe ich an zwei Stellen einen Stecker drin und die ganze Kaffeetüte drumherum abgeklebt, als Provisorium. Dieses klappt ja auch - also müßte das innendrin auch funktionieren. mfg Twei
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Donnerstag 27. Oktober 2011, 22:08

Fortsetzung 6:

a) So - ich hatte ja im hinterem großen Zimmer eine Trennwand aus grauen Gibsplatten und Metallgestell realisiert. Ebenfalls fasste ich eine Stahltür ein und 3 riesengroße Fenster (eine Glaswand). Diese Fenster sind sehr alt und ich brauchte einige Wochen, um sie wieder aufzuarbeiten. Um sicher zu gehen, wegen den mit Farbe versiegelten Holzrahmen, habe ich auch die Fensterrahmen mit Gibsplatten versehen.

b) Nun rührte ich eine Schlämme mit Fliesenzementkleber und ausreichend Wasser an und verstrich diese mit einer Fellrolle über die Pappe der Gibsplatten. An den Ecken nahm ich einen Pinsel. Auch einen Handbreit der Mauerwände und die ganze Innenseite der Tür- und Fensterseiten (-faschen) wurden geschlämmt.
(So habe ich nur die Flächen des zu nutzenden Aufenthaltsraumes bearbeitet. Die Rückseite wird später nur mit Rotband geschlämmt und vermutlich mit kreidehaltiger Silikatfarbe gestrichen).

c) Einige Tage später flieste ich die wenigen Flächen über. An den Fensterninnenseiten kamen auch glasierte Fliesen hin und zwar so, dass ich nur noch die Aluleiste des Rahmen sehen konnte. Einige Tage später verfugte ich die Spalten mit Zementschlämme. Wieder mehrere Tage später konnte ich eine ordentliche Acrylnaht an den Wandecken ziehen, deshalb auch die Handbreiten Fliesenstreifen an den Zimmerwänden.

Die ganze Wand mit Fenster und Rolladenkasten zur Straße hin, ist ebenfalls so gefliest, der Türrahmen und die anderen Ecken des Zimmer auch. So brauche ich keine Angst vor Mauerrissen haben. Ebenfalls kann ich mit dem Besenwischer immer alles schön sauber halten, bis oben hin zur Decke (in den Ecken verfängt sich der meiste Dreck - also vermutlich auch Duftstoffe).

Die Decke ist nur mit Rotband geschlämmt. Jetzt habe ich in dem Raum nur noch zwei in Fliesen gerahmte Wandflächen und die Decke, die ich bald streichen werde, vielleicht auch erst im Frühling.

d) Im hintersten und neu entstandenen Zimmer sind noch mal ein ganz kleiner Flur/Mittelgang drin und 2 kleine Räume - eins mit großem Fenster zur Straße und Rolladenkasten (Vorstellungsweise für den Grundriss: die Zahl Pi von oben gesehen.).
Diese Kabuffen werden mit Stahlblechregalen versehen (habe ich schon) und dort kann ich dann endlich wieder Ordnung in mein Leben einziehen lassen. Kleider, Papiere, etwas Werkzeug - einiges in Plastiktüten, vielleicht auch mal ein Alukoffer, können dort wieder griffbereit gelagert werden.

In einem der Kabuffen befindet sich auch jetzt schon die Telefonanlage und der PC (Drucker soll folgen). An dieser Wand stehen Stahlbleche, damit ich im Haupt-/Schlafzimmer keine Strahlungen abbekommen kann. Auch führen durch diese Wand die Versorgungskabel des Rechners und Telefons, in das andere Zimmer.

e) Weil ich noch ein kleineres Fenster hatte, faste ich dieses in eine der Seitenwände des Mittelganges ein. Also alles in allem, ein recht offenes und lichtdurchflutetes Raumprojekt.

Im Mittelgang befindet sich eine Absauganlage mit Rohr nach draußen, was ich zum Wäschetrockenen im Aufenthaltsraum oder bei Besuch oder ungünstiger Windrichtung benutzen kann. Ebenfalls befinden sich über der Stahltür kleine 110mm Abflussrohre zum Luft ansaugen Richtung Aufenthaltszimmer und eins für eventuelle durchzuziehene Kabel. Diese Rohre sind mit Blindkappen versehen.

f) Alle Zimmer in meiner Wohnung haben eine Zwischendecke, bis auf mein Haupt-/Schlafzimmer. Nur dieses eine Zimmer ist das Dichteste.
Die anderen sollten Folgen. Deshalb hatte ich oben mit dem Schraubendreher eine Nut entlang der Zwischendecke geritzt, damit der Acryl dort besser und länger halt finden kann. Die ganzen Zwischendecken und alle anderen Ritze in den Ecken, wo gefliest ist und den Türrahmen, habe ich mit Acryl abgedichtet. Ebenfalls nochmal alle Fenster, Abfluß- und Wasserrohre.
Jetzt fehlt nur noch der Durchlauferhitzer - ich dachte nicht, dass dieser Neueingebaute, die gleichen Probleme verursacht, wie der in der alten Wohnung. - Achja, der Absperrhahn im Toilettenspülkasten fehlt auch noch und die Türrahmen, stellte ich ja jetzt fest, müssen auch noch mit Dichtmasse in der Türfalle und an den Einstelllöchern der Angel/Bänder versehen werden.
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Freitag 28. Oktober 2011, 18:36

Zu 6:
g) An dem Metallständerwerk wurden ja die Gibskartonplatten geschraubt - vorne 2 Platten übereinander, wegen verfliesen und rückseitig nur eine Platte, wie auch an den Seitenwänden des Mittelganges.
Zum Schrauben verarbeitete ich neue Schnellbauschrauben. Diese waren aber mit Maschinenöl versehen, weshalb mir das Schrauben und Arbeiten im Raum nur mit Kopfdruck möglich war. (Ich hätte die Schrauben vorher 15 Minuten unter heißem Wasser abwaschen sollen). Der ganze Raum stank nach jedem Schrauben ca. 3 Tage danach.

Dieses Öl (riecht wie neues Automotoröl) wäre an den Schrauben gar nicht nötig gewesen. Das ist aber heute fast überall drauf, obwohl diese Schrauben eigentlich gar nicht rosten können. Zum Reinbohren in das Blech, bringt das wegen der Gibsplatte überhaupt nichts. Naja - heute riecht da nichts mehr. War nur für die Hände blöd, weshalb ich mir, wenn ich was Sauberes anfassen wollte, immer die Hände dekontaminieren mußte.
Auch bekomme ich so langsam eine Vorstellung davon, wie viel unnötige Chemikalien sich in dem modernen Bau einschleichen.

h) Anschließend verschloss ich alle Lücken, auch zur Wand, Decke, Fenster, Tür und zum Boden hin, mit Verfugenfüller-leicht für Gibskarton. Ebenfalls verfüllte ich damit die Türzarge. So bekommt sie Stabilität und verzieht sich nicht so schnell, ebenfalls ist so alles Dicht (was ich zu den vorgefunden Zargen in meiner Wohnung hier nicht sagen kann). Die Spachtelmasse eignete sich auch zum Einarbeiten der Kunstoffabwasserrohrstücke. Diese wurden an den einzuspachtelnden Stellen mit Sandpapier aufgeraut und mit der Säge oder Feilenkante mit Schrägmustern beritzt.
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Detlef » Samstag 29. Oktober 2011, 15:26

Geniale Idee, die Raumunterteilung! Magst Du bei Gelegenheit mal Photos einstellen?

Geölte Schrauben, der Teufel steckt wie immer im Detail und bestätigt mal wieder meine These:
>Man kann gar nicht mißtrauisch genug sein, bevor man sich etwas ins Haus holt...!<

Zu Rotband / Gipsputz:
Bevor ich etwas verwende hätte ich Fragen wie: Volldeklaration u. Produktdatenblatt nach DIN.
Gips stammt bisweilen a.d. Rauchgasentschwefelung...
Detlef
Besserwisser
 
Beiträge: 259
Registriert: Freitag 29. August 2008, 15:57

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Samstag 29. Oktober 2011, 18:51

Fortsetzung 7:
a) Mit den Fotos wird noch eine Weile dauern - muß hinten erst ganz fertig und auch leer geräumt sein. Mit Rotband komme ich klar. Außerdem wird er am Ende noch überstrichen. Ich glaube nicht, dass alle Materialien zu verteufeln sind - hoch Loben möchte ich sie auch nicht. Bei der Sackentnahme von der Palette, nehme ich immer von der Mitte und eine Lage drunter. In den Baumärkten wird zu viel mit Reinigungsmitteln gearbeitet und die ganzen anderen Ausgasungen der Produkte, setzen sich an den Säcken und deren Inhalte fest.

b) Als nächstes gehe ich aber mein Bett an. Seit Einzug in die Wohnung schlafe ich mit der Matratze auf dem Fußboden. Das ist für die Matratze wegen Ansammlung von Feutigkeit und deshalb auch für mich, überhaupt nicht gut.
Alle obigen Arbeiten mußten leider vorgezogen und auch bezahlt werden.

c) Für mein Bett habe ich nun folgende Idee:
Für meine damals noch minderjährigen Kinder hatte ich immer 2 Männekesbädden aus Stahl. Die schraube ich mit Bolzenschrauben zusammen. So erhalte ich das Maß 190x160cm. Da ich aber 200cm benötige, muß ich von den Fußklappgestelllehnen die mittleren Standrohre/-beine kürzen. Dabei wird auch die Stabilisierungsschiene zerstört also abgesägt. Die beiden äußeren Standbeine werde ich mit einem Winkeleisen mittels Schrauben verbinden/stabilisieren. - Oder verzinkte Wasserrohre mit 90Grad-Biegungen aufsetzen.
Ebenfalls werden die beiden gekürzten Standbeine mit 2 Bolzen oder Gewindestangen, oben und unten, verschraubt. Vielleicht setze ich alle vier Beine irgendwann auf ein Winkeleisen (jeweils die 4 Vorder- alsauch 4 Hinterbeine).

d) Weil ich die eingerahmten Holzplatten der Rückenlehne nicht vertragen kann, nehme ich diese raus und Schraube Aluminiumregalablagen an.
Was ich mir kaufen muß, sind 5 sehr stabile Stahlregalleisten, je 10 Euro und 2m lang. Die werde ich auf 160cm kürzen.
Die Betten haben Spannfedern und ich werde jeden dritten Seitenhaken entfernen und dort die Regalleisten drunter einschieben. Die kleinen Hakenlöcher und die entsprechenden Langlöcher der Regalleisten, können dann mit kleinen Gewindeschrauben festgeschraubt werden.

e) Aus den fünf 40cm Regalleistenresten werde ich für die 10cm Bettverlängerung benötigen. Die Schraube ich auch noch irgendwie hinten drann und eine Aluminiumregalablage, die auch auf 160cm gekürzt wird, als Matratzenendbegrenzung.

Die letzten 2 Aluminiumregalablagen, die ich noch habe, schraube ich oberhalb der Matratzenauflage seitlich längs an den fünf 160cm-Leisten an, so dass meine 140cm breite Matratze dazwischen passt.

Dann wäre endlich mein Bett fertig.
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Sonntag 30. Oktober 2011, 10:22

Link zur Bildergalerie: [url]http://img4web.com/g/DHVGK[/url]

01vorne-rechts, 02vorne-mitte-links, 03links-seitig, 04von-Kab-zu-Kab, 05Mittelgang-oben, 06Mittelgang-ende, 07Kabel-durch-Wand

- Editiert von Twei am 10.01.2013, 22:07 -
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Miss Excel » Montag 24. Dezember 2012, 02:41

Ich kann mir nicht so gut vorstellen, wie Du die Wohnung unterteilt hast.

Kannst Du vielleicht eine Skizze einscannen und auch da einstellen, wo die Fotos sind?


Dann habe ich noch die Frage, was denn Dein Vermieter dazu sagt, dass Du überall die Wände gekachelt hast. Weiß der das? Musst Du die Fliesen wieder entfernen, wenn Du mal ausziehst?

Ich habe einen sehr toleranten Vermieter, aber wenn ich alles kacheln würde, ich glaube, damit wäre er nicht einverstanden.... und wie ist die Atmosphäre in den Räumen?

Ich kann mir nicht vorstellen, den ganzen Tag von Kacheln umgeben zu sein. Kacheln sind so kalt. Geht Lehmputz nicht auch? Oder verträgst Du den nicht?
Miss Excel
 

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Montag 24. Dezember 2012, 14:56

http ://img4web.com/view/729T95]

@Miss Excel
Bitte siehe oben die Skizze der Kabuffe. Beim draufklicken auf das Bild gelangt man zur Großansicht.
Ich hatte mir zuvor vom Vermieter zur Renovierung die Erlaubnis eingeholt. Ein Verschweigen der Erkrankung wäre da nicht dienlich gewesen. Beruhigt war er, als ich ihm mündlich zusicherte, dass ich hier eigentlich mindestens 30 Jahre lang wohnen wolle.
Daraufhin war ihm alles egal und meinte, dass er sich in die Lebensgewohnheiten und Wohnwünsche der Mieter nicht einmische.

Mir ist klar, dass nicht jeder Umwelterkrankter das Glück haben wird einen verständnisvollen Vermieter zu finden. Diese Problematik wurde deshalb auch aufgegriffen und in die "Behindertengerechte ÜBERGANGSREGELUNG
für Umwelterkrankte (BÜfU)" aufgenommen, siehe - http://www.csn-deutschland.de/MCS_Ueber ... hnraum.pdf

In dem oben genannten Dokument BÜfU finden sich auch weitere wichtige Informationen zur Wohnungsgestaltung/Renovierung/Materialien. Weiterhin wurde dieses Thema diskutiert in jenem Zukunftsdialog, siehe - https ://zukunftsdialog.spdfraktion.de/d/1070

Ansonsten lassen sich zu Materialen und Renovierungen wichtige Erfahrungen in der CSN-Rubrik "Urlaub, Wohnen, Sanierung, Dekotipps für MCS Kranke" finden, siehe viewforum.php?f=60


Wenn man auszieht, muß man in der Regel die Wohnung in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Allerdings gibt es noch die Nachmieterregelung, wenn der Nachmieter bei der Wohnungsübernahme mit dem Zustand des Vormieters einverstanden ist. Auch sollte eine Wohnung nach 30 Jahren, wenn ein Mieter auszieht saniert werden. Deshalb ist es dann eventuell einigen Vermietern egal.

Desweiteren verschlechtert sich beim Älter werden der gesundheitliche Zustand, sodass die Rückrenovierung der Wohnung aufgrund eines ärztlichen Artest eine andere Lösung finden könnte.


Die Atmosphäre in meinen Räumen ist vorzüglich. Eine so gute Atmosphäre hatte ich bisher nur in großen Marmor- und Sandsteinhallen erlebt. (Allerdings bekomme ich ab und zu immer noch genügend Expositionen von den Nachbarn ab - darum wäre der nächste Höhepunkt nur durch eine MCS-gerechte Wohnung zu erreichen (als armer Menschnicht zu verwirklichen!!!)).
Leider bin ich auch auf Farben, Papier und Kleister allergisch. Deshalb bin ich wohl auch so beeindruckt von den verfliesten Räumlichkeiten.

Tapeten nehmen auch schnell die Gerüche der Lüftungs- und Raumluft an. Glasierte Fliesen haben eine geringere Oberflächenbeschaffenheit und können praktisch gar nichts an Gerüchen oder Pollen aufnehmen. Ebenfalls lassen sie sich gut abwaschen so alle paar Monate. Auch halten sie die hochbelasteten Altlasten (Expositionen) von den Ziegeln und des Mauerputzes sowie bedenkliche Baustoffe der früheren Vorbewohner zurück.

Lehmputz läßt sich später nicht so dekontaminieren, wie glasierte Fliesen. Aufgrund meiner Unverträglichkeiten ließ ich mich nicht weiter auf Experimente ein. Ich erhielt den absolut sicheren Tipp von Clarissa mit den glasierten Fliesen sowie die Verwendung an einigen Stellen mit Kalkputz. Dieser Tipp war für mich goldrichtig.

Weitere Fragen zu anderen Materialien, die ich nicht in meiner Wohnung verwendet habe, bitte in andere Threads zu stellen (siehe meinen oberen Threadtitel).

Meine Fliesen/Kacheln sind nicht kalt. Aufgrund der relativ gut gelungenen Expositionsvermeidung innerhalb meiner Räumlichkeiten als auch durch die Auswahl der Baumaterialien, kann ich meine Zimmer immer gut aufheizen - es ist warm und trocken hier. Ein griechischer oder römischer Tempel könnte auch nicht besser aussehen :-)

Ps: Was man heute noch an Materialien, Umweltluft und-oder Gartenluft verträgt, ist für einen an MCS erkrankten Menschen unter Umständen morgen nicht mehr verträglich. Diesen Grundsatz sollte man in seine Renovierungswünsche immer mit einbeziehen...
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30

Bericht nach längerer Zeit

Beitragvon Twei » Freitag 8. März 2013, 12:15

Weitere Tipps siehe:

*Wohnungstür abdichten - Tippsammlung* - viewtopic.php?t=19235

*Brainstorming: plötzlich MCS und nun?* - viewtopic.php?t=18986
Benutzeravatar
Twei
Forumswisser
 
Beiträge: 3709
Registriert: Samstag 6. August 2011, 23:30


Zurück zu Alltag, Leben, Überleben mit MCS

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste