Neues Konzept Fachklinik Nordfriesland gGmbH

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Beitragvon Juliane » Dienstag 20. Dezember 2011, 11:17

In Nordfriesland werden schon die Weichen gestellt.

Ingo Tüchsen Geschäftsführer der Firma Fachkliniken Nordfriesland gGmbH
schreibt in der Hauspostille

Zitat


"Meilensteine in der Umsetzung.....

Wechsel in der umweltmedizinischen Versorgung von einem somatischen in ein psychologisches Behandlungsangebot"

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Presse/Dialog_HP_12_2011_2.pdf

Mazzei hatte informiert:

viewtopic.php?t=16829
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Beitragvon Juliane » Dienstag 20. Dezember 2011, 11:21

Dr. Susanne Steinlechner:


"Beibehalten werden die bewährten Maßnahmen
der individuellen Ernährungsberatung - Berücksichtigung
individueller Nahrungsmittelunverträglichkeiten
oder auch Rotationsdiät - sowie der Verabreichung
von Mikro- und Makronährstoffe in
hochdosierter hypoallergener Form oral und intravenös.
Ebenso halten wir auch an der VOC-Minimierung
fest (z. B. Duftstoff-Verbot, adäquate bauliche Bedingungen
und entsprechende Möblierung).
Hieraus ergibt sich naturgemäß kein Rechtsanspruch,
da wir keine Kontrolle über Besucher und
Mitarbeiter anderer Abteilungen haben, die die
Klinik aufsuchen. Wir können lediglich appellieren,
Rücksicht zu nehmen und zur VOC-Minimierung
beizutragen. Patienten mit umweltmedizinischen
Erkrankungen werden weiterhin in unseren speziellen
Zimmern untergebracht, um sie in der Vermeidung
von Auslösern möglichst umfangreich zu"
unterstützen.

von Dr. Susanne Steinlechner
Kontakt: susanne.steinlechner@fklnf.de

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Presse/Dialog_HP_12_2011_2.pdf
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Beitragvon Juliane » Dienstag 20. Dezember 2011, 11:26

Oberärztin: Dr. med. Susanne Steinlechner
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie


"Ziel unserer kombiniert psychotherapeutischensomatischen Behandlung ist weniger die komplette Reizabschirmung und Vermeidung von Auslösern, die im Alltag kaum umsetzbar ist. Vielmehr wird ein möglichst hohes Maß an Reduktion externer Auslöser, kombiniert mit einer Modifikation interner Trigger angestrebt. Es gilt eine Verbesserung und Ergänzung bisheriger Coping-Strategien zu erreichen.

Die Patienten nehmen an einer psychoedukativen Umwelt-Gruppe sowie an dem allgemeinen diagnoseübergreifenden Psychotherapieangeboten aus Einzel- und Gruppentherapien teil.

Schwerpunkt ist neben der Akzeptanz unveränderbarer Faktoren eine Ausweitung von Bewältigungsstrategien. Maßnahmen der Sport- und Bewegungstherapie sollen die physische wie psychische Belastbarkeit verbessern, Achtsamkeit und Entspannungstechniken sollen unterstützen, eigene Ressourcen zu fördern."


http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Presse/Dialog_HP_12_2011_2.pdf
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Beitragvon mazzei » Dienstag 20. Dezember 2011, 12:51

DIALOG

Eine Zeitung von Mitarbeitern
und für Mitarbeiter der
Fachkliniken Nordfriesland gGmbH

Seite 7

"Kostendruck durch externe Einflüsse

Der Kostendruck auf Unternehmen wächst weiter. Durch die Beitragssatzerhöhung der GKV um 0,6 %, plus Beitragssatzerhöhung der
KZVK, entstehen zusätzliche Kosten, die erwirtschaftet werden müssen. Während das produzierende Gewerbe die Kostensteigerungen in Verkaufspreise einkalkulieren kann, sind unsere Einnahmen nach wie vor gedeckelt. Die Mehrkosten ab 2011 in Höhe von ca.
110T€ für die Fachkliniken Nordfriesland müssen durch Einnahmesteigerungen oder durch Einsparungen erwirtschaftet werden. In diesen
Zeiten, die nun schon seit 1993 andauern, sind wir alle gefragt, entsprechende organisatorische Veränderungen zu implementieren, zu
veranlassen und umzusetzen..."

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Presse/Dialog_HP_9_2010_2.PDF
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 4. Januar 2012, 12:10

fklnf.de


Therapeutisches Konzept
für die Behandlung von Menschen mit
Traumafolgestörungen
und Komorbidität
im Traumakompetenzzentrum Nord

Seite 13


Besonderheit "Duftstoffe": In der Klinik werden Patienten mit ausgeprägten Duftstoff-
Intoleranzen behandelt. Dieses betrifft auch häufig Patienten mit Traumafolgestörungen. Alle Patienten und Besucher werden daher gebeten, jede Art von Duftstoffen zu vermeiden (z.B. aus Parfüm, Rasierwasser, Deo, Haarspray etc.)*.


http://www.fklnf.de /fileadmin/downloads/Psychosomatik/C4_Konzept_Trauma_Psychosomatik_11_2011.pdf
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Beitragvon Juliane » Freitag 6. Januar 2012, 20:08

Therapeutisches Konzept
für die Behandlung von Menschen mit
Traumafolgestörungen und Komorbidität
im Traumakompetenzzentrum Nord




2.2 Komorbidität

Die Folgen der Traumatisierung können vielfältig sein (AWMF 2011a). Deshalb sind die im

Rahmen von Traumafolgestörungen häufig auftretenden zusätzlichen Störungen in das Konzept

integriert:


.....................


Umweltmedizinische Erkrankungen (Multiple Chemical Sensitivity, Chronic Fatigue,

Elektromagnetische Sensitivität)

http://www.fklnf.de /fileadmin/downloads/Psychosomatik/C4_Konzept_Trauma_Psychosomatik_11_2011.pdf
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Beitragvon Mia » Samstag 7. Januar 2012, 23:04

Wow! das Insektengift, das in Höchstmengen in allen Ecken und Möbeln der von Menschen bewohnten Wohnungen gemessen wurde, hat die Bewohner doch tatsächlich
"traumatisiert"!
Hätte nicht gedacht, dass Chemikalien, die eingeatmet worden sind, sogar traumatisieren können! Dann ist es doch plausibel, dass wir alle wieder fest an den Weihnachtsmann glauben. Beides ist ausgemachter Blödsinn!

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Beitragvon Flaunt » Samstag 7. Januar 2012, 23:55

Mit den MCS Kranken wird die Nordseeküste Schiffbruch erleiden;)
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Beitragvon Juliane » Sonntag 8. Januar 2012, 10:28

@ Mia

Die Sache ist ganz einfach, Mia. Jedenfalls in der Therorie der Leitlinienbastler aus Nordfriesland.

Nicht das Insektengift "traumatisiert".

Nur wer traumatisiert ist, läuft Gefahr von Insektengift und anderen Schadstoffen krank zu werden.

Die Nordfriesen berufen sich auf AWMF Leitlininen:


Die Literaturangabe der Fachklinik Nordfriesland gGmbH:

11. Referenzen und weiterführende Literatur

1. AWMF (2011a): Posttraumatische Belastungsstörung. Kurzfassung. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 051/010. Aktualisiert 2011.
2. AWMF (2011b): Posttraumatisch

http://www.fklnf.de /fileadmin/downloads/Psychosomatik/C4_Konzept_Trauma_Psychosomatik_11_2011.pdf



Hier zum Nachlesen im Originaltext der AWMF Leitlinien:

S3 - LEITLINIE
POSTTRAUMATISCHE BELASTUNGSSTÖRUNG ICD 10: F 43.1


"Störungen, bei denen traumatische Belastungen maßgeblich mitbedingend sind:

.......

Somatoforme Störungen F 45


Chronifizierte posttraumatische Belastungen können über die traumaassoziierte
Stressaktivierung den Verlauf köperlicher Erkrankungen mitbedingen oder beeinflussen.
Insbesondere ist dies belegt für Herz-Kreislauferkrankungen und immunologische
Erkrankungen."

http://www.awmf.org /uploads/tx_szleitlinien/051-010l_S3_Posttraumatische_Belastungsstoerung_2011.pdf


http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/051-010.html
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Beitragvon Twei » Sonntag 8. Januar 2012, 12:47

Ich warte nur noch auf die wissenschaftliche Behauptung, dass der, welcher in der Realität und bei wachem Zustand, kein Traumaerlebnis hatte, wird dieses im schlafendem Zustand in einem Alptraum erlebt haben müssen und so an MCS, CFS und/oder EMS erkrankt sein.

Dann würde mir das Weghexen, Wegkonditionieren und Desensibilisieren jener Vergiftungserkrankungen auch plausibel erscheinen - ebenfalls würde ich dann wieder an einen Weihnachtsmann glauben.

Was die Leitlinienbastler nicht ersehen ist, dass ihre geschilderte Krankheitsform von tatsächlichen Traumapatienten, nichts mit MCS, CFS oder EMS zu tun haben.
Es ist bei jenen eine tatsächliche psychische Form von Blockaden vorhanden, die sich meines Erachtens auch ganz anders äußern, als meine körperlichen Gesundheitseinschränkungen, die ich ohne Traumaerlebnis nach und nach bekommen habe.

Die Leitlinienbastler und Experten der Fachklinik Nf gGmbH sollten für die Erkrankungsformen von Traumapatienten eigenständige Fachbezeichnungen erdenken und diese ganz klar von Bezeichnungen, Behandlungs- und Diagnosemethoden umweltbedingter Erkrankungen durch chemische Übersättigung und Schädigungen im Körper trennen.
Ich empfinde das Konzept der FkNf für Umwelterkrankte als Diskriminierung, Fehlbehandlung und Psychoterror, was einer Körperverletzung gleichkommt.
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Beitragvon Galaxie » Sonntag 8. Januar 2012, 14:52

Mir reichts.

Ich habe gestern eine Umfrage bei http://www.avaaz.org mitgemacht und konnte dort auch Themen zur Bearbeitung vorschlagen und ich habe dort Missachtung und Ausgrenzung von MCS-Erkrankten vorgeschlagen und Info. bei csn, sowie Notunterkünfte und Unterstützung von Wohnprojekten etc.. Immerhin werden wir von allenn seiten bombardiert und es passiert nichts. Vielleicht nimm sich avaaz uns Betroffene mit an.

LG
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Beitragvon Juliane » Freitag 13. Januar 2012, 17:32

Therapeutisches Konzept
für die Krankenhausbehandlung von
Menschen mit
psychosomatischen Erkrankungen
Schwerpunkt Umweltmedizin


Verantwortlich für den Inhalt:

Dr. med. Christoph Mai, Chefarzt und Geschäftsführer

Ralf Tönnies, Leitender Therapeut

Dr. med. Susanne Steinlechner, Oberärztin

Dr. rer. nat. Anke Bauer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Stand:

Bredstedt, 30.11.2011



"....gibt es mittlerweile deutliche Hinweise darauf, dass gerade das

Zusammenwirken von Schadstoffen und körperlichen, sozialen und seelischen „Vulnerabilitätsfaktoren“

bei exponierten Bevölkerungsgruppen als Risikofaktor für die Entstehung

und Erhaltung von chronischen umweltmedizinischen Erkrankungen zu werten ist. Daher

arbeiten wir mit einem "Bio-Psycho-Sozialen Modell" umweltmedizinischpsychosomatischer

Störungsbilder (Bartram et al. 2011).........



Seite 9

Das Schließen eines therapeutischen Bündnisses ist besonders zeitaufwendig

aufgrund von

o Hohem Chronifizierungsgrad

o Dysfunktionalen, aber stark verfestigten Krankheitsmodellen

o Schwierigkeiten, die Patienten für psychotherapeutische Maßnahmen zu gewinnen

(die Patienten haben oft bereits negative Erfahrungen mit "rein" psychotherapeutischen

Einrichtungen gemacht), eine Vertrauensbasis muss erst

erarbeitet werden.

o feindseligem Weltbild der Betroffenen bei gleichzeitigen Wiedergutmachungswünschen

an die Gesellschaft

o dadurch Schwierigkeiten, die Patienten für die unterstützenden psychotherapeutischen

Maßnahmen zu gewinnen


http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Umwelt/C2_Konzept_Psychosom_Schwerp_Umwelt_11_2011.pdf

viewtopic.php?t=16963
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Beitragvon mirijam » Samstag 14. Januar 2012, 00:56

Therapeutisches Konzept
für die Krankenhausbehandlung von
Menschen mit
psychosomatischen Erkrankungen
Schwerpunkt Umweltmedizin


http://www.smilies.4-user.de/ablage/98/424.png
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Beitragvon Mia » Sonntag 15. Januar 2012, 10:55

@ Juliane: Schon klar, was das Konzept in Nordfriesland aussagt. Nur, wenn die angebliche "Traumatisierung" eben die schleichende Vergiftung mit toxischen Chemikalien bei einem Patienten war, stimmt meine überzogene Darstellung schon.

Diese Ärzte richten sich ganz bequem ein, suchen nach irgendwelchen Schwachpunkten im Leben der Umweltpatienten und belügen die Gesellschaft. Prävention zur Verhinderung neuer Schadensfälle durch gefährliche Chemikalien wird somit rundweg abgelehnt. Schöne dumme Schicht "gebildeter" Mediziner u.a., die so kurzfristig denken.
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Beitragvon Alex » Sonntag 15. Januar 2012, 12:23

@ Mia
Die Ärzte in Bredstedt haben kein Verständnisproblem. Sie wollen Betten belegen. Business machen.
Sie wissen exakt was MCS ist, sie haben genug MCS Patienten reagieren gesehen.
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Beitragvon Juliane » Freitag 10. Februar 2012, 14:56

Nicht vergessen, was Patienten in Nordfriesland erwartet
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Beitragvon mirijam » Samstag 11. Februar 2012, 00:24

Dazu dient ja die neue DBU-Leitlinie.
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Beitragvon Juliane » Montag 9. April 2012, 10:17

Dialog
Eine Zeitung von Mitarbeitern
und für Mitarbeiter der
Fachkliniken Nordfriesland

Ausgabe 14 (2012/1)


Seite 7

"Zertifizierung für Rehabilitation und

Adaption beginnt......

stationären REHA in Bredstedt und Riddorf
(Sucht, Psychosomatik, Umwelt!)...."


Seite 15


"Fachkliniken und Berufsverband legen erste Umweltmedizinische Praxisleitlinievor...........


Die FKLNF ist in ihrer psychosomatischen Abteilung auf die Diagnose und Behandlung von Mehrfacherkrankungen spezialisiert. Im Bereich „Schwerpunkt Umweltmedizin“
(vgl. DIALOG 12) werden Patienten aufgenommen,
die neben einer umweltmedizinischen Erkrankungseelische Störungen, wie etwa Depressionen entwickelt haben. Umweltmedizinische Patienten ohne besondere
Begleiterkrankungen können sich an niedergelassene

Umweltmediziner wenden (Liste unter: dbuonline.
de).

von Dr. med. Christoph Mai, Chefarzt
Dr. Anke Bauer, wiss. Mitarbeiterin"


http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Presse/Dialog_14_2012_HP.pdf
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Beitragvon Kira » Montag 9. April 2012, 14:58

Seite 15:
"Die Leitlinie wurde vom „Verein zur Förderung der Umweltmedizin in Schleswig-Holstein der KVSH gefördert."
http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Presse/Dialog_14_2012_HP.pdf
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Beitragvon Twei » Montag 9. April 2012, 15:26

Es hat sich also noch immer nichts an dem Konzept der Fachklinik geändert.

Die Einweisungsbegründungen bleiben, die Diagnoseform bleibt und das Endresultat dazu kann man mich sich ja denken.

Nach außen hin wird behauptet, "Umweltmedizinische Patienten ohne besondere Begleiterkrankungen können sich an niedergelassene Umweltmediziner wenden".

Laut derer Annahme gibt es kaum einen Umweltpatieten, welcher keine besondere Begleiterkrankung hat.

Und ein niedergelassener Umweltmediziner wird einem Patienten mitteilen, dass er weiteres für ihn nicht verablassen könne, da die Kassen die notwendigen Maßnahmen oder besonderen Leistungen dafür nicht zahlen.....
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Beitragvon Juliane » Montag 9. April 2012, 15:37

Nachlesbar in der Langfassung der Leitlinien:


7.4 Weiterführende Behandlung

7.4.1 Einweisung in ein Krankenhaus

In folgenden Situationen wird die Einweisung in ein Krankenhaus empfohlen:

Stationäre Behandlungsnotwendigkeit komorbider körperlicher und psychischer Erkrankungen


Notwendigkeit (teil-)stationärer multimodaler Therapie bei chronischen Verlaufsformen,

die ambulant nicht mit ausreichendem Erfolg therapiert werden können




7.4.2 Veranlassung einer (teil-)stationären Rehabilitationsmaßnahme

Die Veranlassung einer (teil-) stationären Rehabilitationsmaßnahme wird unter Berücksichtigung

der Kriterien der International Classification of Functioning ICF empfohlen bei

· Gefährdung der Teilhabe am Erwerbsleben

· Gefährdung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben oder der Fähigkeit zur Selbstversorgung

· Nicht vorhandenen bzw. nicht ausreichend wirksamen empfohlenen ambulanten Therapieverfahren

insbesondere bei chronischen Verlaufsformen

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf


Rehabetten belegen.
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Beitragvon mirijam » Montag 9. April 2012, 16:22

Und erinnern wir uns auch an die Sicht der Leitlinie bezüglich der Enstehung und Ursachen von MCS und anderen Umweltkrankheiten.


Zitat Seite 15 oben:


"4.5 Anamnese von multifaktoriellen Syndromen

Es wird empfohlen multifaktorielle Syndrome, welche häufig mit UME assoziiert sind, systematisch
zu erfassen (vgl. Risikogruppen und Folgeerkrankungen).

Hierunter sind chronische Multisystemerkrankungen zu verstehen, deren Entstehung mit Risikofaktoren
aus dem

-somatischen,

-psychischen und

-sozialen Bereich

assoziiert ist

(„biopsycho-soziales“ Krankheitsmodell),

insbesondere:

· eine besondere Chemikaliensensitivität (Chemical Sensitivity/CS, Multiple Chemical
Sensitivity /MCS)

· Chronisches Erschöpfungssyndrom/CFS

· Chronische Schmerzsyndrome, Fibromyalgie

· Posttraumatisches Belastungssyndrom"


http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon mirijam » Montag 9. April 2012, 16:30

Und welche Diagnose soll der Umweltpatient (abgekürzt:PUME) bekommen?


Die Leitlinie empfiehlt:


Zitat Seite 24:

"6.3.1 Somato-psychische und/oder psycho-somatische Differentialdiagnose?


Es wird empfohlen,

anzuerkennen, dass

Erkrankungen aus beiden Bereichen

gleichzeitig

vorkommen und

sich gegenseitig verstärken können.


Es wird empfohlen, den PUME zu vermitteln,

dass seelische Folgen oder Primärerkrankungen

zu ihrem Krankheitsbild beitragen können und

gleichfalls behandlungsbedürftig sein können."



http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Mia » Montag 9. April 2012, 18:30

Frühere Umweltkliniken, die super belegt waren und vielen Patienten zum ersten Mal nach langjähriger vergeblicher Arztodyssee endlich helfen konnten, wurden nicht aus Kostengründen geschlossen, sondern weil bestimmten Interessengruppen die eindeutigen Diagnosen nicht gefielen.
Wenn eine Amtsärztin wütend reagiert, weil schwere Erkrankungen durch von ihrem Haus empfohlene Unternehmen verursacht wurden, so ist das schon sehr eindeutig.
Eindeutige Diagnosen mit Ursachenzuweisung will man hierzulande nicht haben.
Da läßt man eben die "paar" Umweltkranken über die Klinge springen. Das fällt ja niemandem weiter auf.

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Beitragvon mirijam » Montag 9. April 2012, 23:36

Zitat aus dem Behandlungskonzept der FKLNF:

"Seite 35

Die spezifischen medizinischen Indikationen für eine Behandlung an der Abteilung für Psychosomatische Medizin - Schwerpunkt Umweltmedizin der Fachkliniken Nordfriesland sind in

Tabelle 5.1 dargestellt.

Umweltmedizinische Störungen


Aus http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Umwelt/C2_Konzept_Psychosom_Schwerp_Umwelt_11_2011.pdf



Also man nennt Umweltkrankheiten "Umweltmedizinische Störungen"

Nun, was bedeutet in der Medizin der Begriff "Störung". Schlagen wir doch einfach einmal nach:


Zitat:

"Störung bedeutet:

..............

in der Medizin und Psychologie eine erhebliche Abweichung im Erleben oder Verhalten, siehe psychische Störung

.................."


http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%B6rung



Siehe auch hier: viewtopic.php?t=6709
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Beitragvon mirijam » Freitag 20. April 2012, 21:40

Zitat:

"Erlerntes Verhalten ablegen. Um solche Extremfälle zu verhindern, sind für Schwarz psychologische Betreuung und Diagnostik fester Bestandteil der Behandlung: „Im Laufe der Zeit entwickeln viele MCS-Patienten ein konditioniertes Verhalten. Schon bevor sie an Orte kommen, an denen sie Belastungen vermuten, setzen die Reaktionen ein.“

Schwarz durchbricht diesen Teufelskreis. Seine Patienten finden in Bredstedt eine möglichst chemikalienfreie Atmosphäre vor: Fliesenboden, schaumstofffreie Betten, Wäsche aus unbehandelter Baumwolle oder Leinen. Neben dem runden roten Handyverbotsschild hängt am Eingang der Hinweis: „Nur ohne Parfüm, Haarspray, Deo, Haarshampoo und andere duftende Kosmetika betreten.“

In der Therapie führt Schwarz die Umweltkranken wieder so weit wie möglich in ihren Alltag zurück. Ein Patient setzte beispielsweise jahrelang keinen Fuß mehr in Kaufhäuser. Nach wenigen Monaten Therapie geht er wieder shoppen. „Allein mit Psychotherapie und Expositionsvermeidung, wie manche Kollegen meinen, wäre das aber nicht zu schaffen“, ist Schwarz überzeugt."


Den ganzen Artikel hier:
http://www.focus.de/gesundheit/news/umweltmedizin-sensible-nasen-dicke-luft_aid_177630.html
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Beitragvon mirijam » Freitag 20. April 2012, 21:43

Siehe auch hier:

viewtopic.php?t=6709

- Editiert von mirijam am 20.04.2012, 21:43 -
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