Das neue Behandlungskonzept in Nordfriesland

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Beitragvon Juliane » Dienstag 20. Dezember 2011, 22:29

Oberärztin: Dr. med. Susanne Steinlechner
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie


"Ziel unserer kombiniert psychotherapeutischensomatischen Behandlung ist weniger die komplette Reizabschirmung und Vermeidung von Auslösern, die im Alltag kaum umsetzbar ist. Vielmehr wird ein möglichst hohes Maß an Reduktion externer Auslöser, kombiniert mit einer Modifikation interner Trigger angestrebt. Es gilt eine Verbesserung und Ergänzung bisheriger Coping-Strategien zu erreichen.

Die Patienten nehmen an einer psychoedukativen Umwelt-Gruppe sowie an dem allgemeinen diagnoseübergreifenden Psychotherapieangeboten aus Einzel- und Gruppentherapien teil.

Schwerpunkt ist neben der Akzeptanz unveränderbarer Faktoren eine Ausweitung von Bewältigungsstrategien. Maßnahmen der Sport- und Bewegungstherapie sollen die physische wie psychische Belastbarkeit verbessern, Achtsamkeit und Entspannungstechniken sollen unterstützen, eigene Ressourcen zu fördern."


http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Presse/Dialog_HP_12_2011_2.pdf
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Beitragvon Juliane » Dienstag 20. Dezember 2011, 22:33

Es handelt sich um

Originalton des Geschäftsführers der Firma Fachkliniken Ingo Tüchsen um einen


"Wechsel in der umweltmedizinischen Versorgung von einem somatischen in ein psychologisches Behandlungsangebot"

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Presse/Dialog_HP_12_2011_2.pdf
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Beitragvon Palau » Mittwoch 21. Dezember 2011, 00:36

Die beste Therapie ist und bleibt der Expositions-stopp.

Was sollen denn "unveränderbare" Faktoren sein, die man akzeptieren muss.
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Beitragvon Clarissa » Mittwoch 21. Dezember 2011, 03:35

Ich wusste es schon immer, MCS ist nur >Einbildung, und toxische Stoffe gibt es nicht oder sie sind in Wirklichkeit gar nicht toxisch, das ist nur Panikmache von irgend welchen windigen Geschäftemachern.

Habe ich das richtig verstanden oder haben nicht-toxische Stoffe mich so beeinflusst, das ich da etwas falsch sehe? Die Antwort kennt ganz bestimmt die Fachklinik im Norden.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 13:28

"Deutschland hat etwa so viele Betten in psychosomatischen Rehabilitations- und Kurkliniken wie der Rest der Welt." (Klaus Dörner)

"Mehr als 95 Prozent der Sozialhilfeleistungen fließen in den stationären Bereich.
Rehabilitation: Deutschland hat etwa so viele Betten in psychosomatischen Rehabilitations- und Kurkliniken wie der Rest der Welt, der unser Jammern über Geldknappheit nicht versteht, solange wir uns diesen – von Bismarck zur sozialen Befriedung geförderten – Zauberberg-Sumpfblüten-Zopf noch leisten. Dieser garantiert mehr Schaden als Nutzen, statt die Rehabilitation konsequent dorthin zu „ambulantisieren“, wo die Menschen leben. Aber wo die unsichtbare Hand des Marktes regiert, darf niemand so recht steuern, maßt sich daher auch niemand die Autorität der Verantwortung an, egal wie katastrophal das Ergebnis für die Gesundheit ist."

Dörner, Klaus
Gesundheitssystem: In der Fortschrittsfalle

http://www.aerzteblatt.de/V4/archiv/artikel.asp?id=33941
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 13:34

Die Leitlinienautoren wollen ihre Patienten zukünftig auf den Zauberberg des Nordens schicken.

Heißt es doch auf Seite 26


"Die Behandlung sollte in einem Krankenhaus erfolgen, welches Fachkenntnis auf dem Gebiet der Umweltmedizin vorweisen kann."

http://www.dbu-online.de/fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 13:38

Wohl auch die kvsh.de hat Interesse Patienten auf den Zauberberg des Nordens zu verfrachten.

Schließlich gab es bares Geld für die Leitlinien:

Verein zur Förderung der Umweltmedizin der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-
Holsteins http://www.kvsh.de

http://www.dbu-online.de/fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 13:41

Was soll diese Art von Behandlung einem MCS Patienten eigentlich bringen?

Schade, dass das IQWiG kein Interesse an dieser Geldverschendung hat.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 13:45

Peinlich, peinlich für jene Ärzte, die mal mit ganz anderen Ideen angetreten sind.

Jetzt schicken sie Patienten auf den Zauberberg.
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Beitragvon Clarissa » Mittwoch 21. Dezember 2011, 14:29

[quote]Die Leitlinienautoren wollen ihre Patienten zukünftig auf den Zauberberg des Nordens schicken.

Heißt es doch auf Seite 26


"Die Behandlung sollte in einem Krankenhaus erfolgen, welches Fachkenntnis auf dem Gebiet der Umweltmedizin vorweisen kann."

http://www.dbu-online.de/fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf[/quote]Nun stellt sich sofort die Frage wer in Zukunft bestimmt was Fachkenntnis bedeutet.
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Beitragvon Flaunt » Mittwoch 21. Dezember 2011, 14:30

Nur die Patienten die sich schicken lassen Juliane.
Diese Ärzte haben sich entschieden, für die falsche Seite.
Wir Patienten werden uns auch entscheiden und zwar nicht für diese Umweltärzte!
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Beitragvon Clarissa » Mittwoch 21. Dezember 2011, 14:34

@Flaunt und was willst du machen wenn sie nach den neuen Leitlinien tanzen müssen?
Genosse Molotov und Geschwister Kalaschnikov sind leider ungeeignet um denen ihren gesunden Menschenverstand zurück zu geben.
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Beitragvon Flaunt » Mittwoch 21. Dezember 2011, 14:40

Ist einfach Clarissa. NICHT HINGEHEN.
Ärzte, die uns psychiatrisieren wollen, zu denen gehn wir nicht. Fertig. Was sollen wir auch bei denen?!

Die Psychiater in den Fachkliniken Nordfriesland wird es nicht erschüttern wenn wir ausbleiben, die haben genug Zulauf in ihrer Psycho-Klinik.
Aber die dbu-Umweltärzte, die wird es erschüttern, wenn ihnen die Umweltpatienten ausbleiben. Sie können sich dann an die Nordseeküste zu
ihren Leitlinien-Kollegen bedanken gehen.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 14:50

Steinlechner

Ebenso halten wir auch an der VOC-Minimierung
fest (z. B. Duftstoff-Verbot, adäquate bauliche Bedingungen
und entsprechende Möblierung).
Hieraus ergibt sich naturgemäß kein Rechtsanspruch,
da wir keine Kontrolle über Besucher und
Mitarbeiter anderer Abteilungen haben, die die
Klinik aufsuchen. Wir können lediglich appellieren,
Rücksicht zu nehmen und zur VOC-Minimierung
beizutragen. Patienten mit umweltmedizinischen
Erkrankungen werden weiterhin in unseren speziellen
Zimmern untergebracht, um sie in der Vermeidung
von Auslösern möglichst umfangreich zu"
unterstützen.

von Dr. Susanne Steinlechner
Kontakt: susanne.steinlechner@fklnf.de

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Presse/Dialog_HP_12_2011_2.pdf
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 14:51

Steinlechner

"Die Patienten nehmen an einer psychoedukativen Umwelt-Gruppe sowie an dem allgemeinen diagnoseübergreifenden Psychotherapieangeboten aus Einzel- und Gruppentherapien teil."

Fragt man sich wie das gehen soll, Psychotherapie mit eingedieselten Therapeuten und Gruppenteilnehmern.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 14:54

Würde mich nicht wundern, wenn Patienten auf dem Zauberberg auch noch mit EMDR verzaubert werden sollen.

Hatten wir ja alles schon

viewtopic.php?t=7058
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 14:57

Schließlich gibt es ja gewisse Vorstellungen auf jenem Zauberberg:


"Menschen die in ihrem Leben extrem intensive Traumata erleiden mußten, wie man sie vielleicht in einer Kriegssituation erleiden muß, aber auch als Opfer einer Vergewaltigung oder eines sexuellen Mißbrauchs in der Kindheit, haben ein vielfach erhöhtes Risiko an MCS zu erkranken.."

http://www.rtl-regional.de/player.php?id=1679&tag=Umwelt&seite=6
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Beitragvon Clarissa » Mittwoch 21. Dezember 2011, 15:00

wenn ich 2 von 3 erfülle habe ich dann endlich mcs oder nicht oder wie, die ticken doch wohl nicht mehr richtig, auf jeden fall nicht im sinne von hilfe für umwelterkrankte.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 15:08

Es ist geschickte Lobbyarbeit, sich mit Leitlinien die Betten zu belegen.

Dabei könnten sie ihre Betten auch locker mit Spielern, Trinkern, Magersüchtigen belegen.

Und es muss noch mehr dahinter stecken. Wegen 6 Betten würde sich doch nicht Beschäftigung einer "wissenschaftlichen Mitarbeiterin" amortisieren.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 15:10

Vermutlich will der Träger der Klinik bundesweit zuschlagen.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 15:44

weisse-liste.krankenhaus.dak.de


"Die Fachkliniken Nordfriesland gGmbH ist eine konfessionelle Einrichtung ...... Als mittelständisches Unternehmen mit rund 400 Mitarbeitern verstehen wir uns als Dienstleister im Gesundheitswesen mit vielfältigem und innovativem Angebot an mehreren Standorten. Unser gesetztes Ziel ist die "bestmögliche Versorgung" der Menschen. Wir haben den vollen Versorgungsauftrag für Menschen mit psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbildernim Landkreis Nordfriesland. Es werden regional und überregional Patienten behandelt. Wir halten für die Patientenein umfassendes Therapieangebot vor."

http://weisse-liste.krankenhaus.dak.de/sqb-pdf-download/260100546-00-2010-pdf.pdf
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Beitragvon Leckermäulchen » Mittwoch 21. Dezember 2011, 16:32

Geht aus dem rel. langen Text irgendwo hervor, um welche Konfession es sich handelt? Mit der Suchfunktion konnte ich bei den bekannten Konfessionen nichts finden.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 16:57

Impressum
Geschäftsführer:
Dr. med. Christoph Mai
Ingo Tüchsen


Gesellschafter
Ev. Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg
Verein Fachkrankenhaus Nordfriesland e.V.
Nordelbisches Missionszentrum Hamburg
Ev.-Luth. Kirchenkreise Nordfriesland
Verein Brücke e.V.

http://www.fklnf.de/impressum.html
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 17:02

@ Leckermäulchen

Fachkliniken Nordfriesland gGmbH
viewtopic.php?t=6709

Dr. Schwarz in Eppendorfer Zeitung 1/2008 zu MCS
viewtopic.php?t=8392

MCS ist eine Störung - A. Bauer in der umg 4/2008
viewtopic.php?t=7996
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Beitragvon Leckermäulchen » Mittwoch 21. Dezember 2011, 17:17

Danke Juliane
Leckermäulchen
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 17:23

Amazones schrieb am 01.02.2009, 22:29:59
Dr. Schwarz in Eppendorfer Zeitung 1/2008 zu MCS
viewtopic.php?t=8392


Zitat:
14 Schleswig-Holsteinischer Landtag - Sozialausschuss - 80. Sitzung am 13. Januar 2000 Punkt 6 der Tagesordnung:
Abschlussbericht zur wissenschaftlichen Begleitung der umweltmedizinischen
Ambulanz und Station am Fachkrankenhaus Nordfriesland, Bredstedt


M Moser legt einleitend dar, im Hinblick auf die sechs umweltmedizinischen Betten in Bredstedt,
die im Rahmen eines Modellprojekts eingerichtet und gemeinsam vom Sozialministerium
und MDK wissenschaftlich begleitet worden seien, stelle sich die Frage, inwieweit stationäre und ambulante Versorgung vernetzt werden sollten. Das Ministerium werde das Ergebnis der Studie berücksichtigen und das Projekt fortsetzen unter der Bedingung, dass die Dokumentation der Behandlungsfälle noch strikter und patientenbezogener erfolgen solle und dass es eine zusätzliche psychologische Betreuung auf der Basis kognitiver Verhaltenstherapie geben werde.

M Moser unterstreicht, die Begleitstudie belege, dass sich die Patienten aufgrund der stationären und ambulanten Behandlung unter subjektiven Gesundheitsaspekten besser fühlten. Umweltmedizinisch erkrankte Patienten unterschieden sich nicht hinsichtlich psychischer Auffälligkeiten und die Therapieerfolge könnten sich mit denen in der Rehabilitation messen.
Die beabsichtigte Aufnahme der Betten in den Krankenhausplan, nach der sich Abg. Eichelberg erkundigt, begründet M Moser unter Berufung auf die Empfehlung des Gutachters, der das Ministerium deshalb folgen werde, weil es kein ausgebildetes rehabilitatives Angebot auf diesem Gebiet gebe. Ihrer Ansicht nach mache es keinen Sinn, eine strikte Grenze in einem noch relativ neuen Bereich zu ziehen. Wenn man dieses Angebot aufrechterhalten wolle, sei eine kostenmäßige Absicherung der Betten notwendig.
Das Bestreben von Rehabilitationseinrichtungen, sich über den Krankenhausbedarfsplan abzusichern, sei verständlich, erwidert M Moser auf eine weitere Frage von Abg. Eichelberg, dem könne man jedoch nicht folgen, wenn dies nicht gerechtfertigt sei. Ob die Schmerzklinik nach Ablauf der Modellphase in den Krankenhausbedarfsplan aufgenommen werde, könne zurzeit noch nicht entschieden werden.




Neurasthe-nie schrieb am 26.02.2009, 16:16:31
Dr. Schwarz in Eppendorfer Zeitung 1/2008 zu MCS -

Von Amazone schon einmal aufgegriffen
Das hier war die Mitschrift

Schleswig-Holsteinischer Landtag
Stenographischer Dienst und Ausschussdienst
Sozialausschuss
80. Sitzung

am Donnerstag, dem 13. Januar 2000, 14:00 Uhr,
im Konferenzsaal des Landtages

Punkt 6 der Tagesordnung:

Abschlussbericht zur wissenschaftlichen Begleitung der umweltmedizinischen
Ambulanz und Station am Fachkrankenhaus Nordfriesland, Bredstedt
M Moser legt einleitend dar, im Hinblick auf die sechs umweltmedizinischen Betten in Bredstedt, die im Rahmen eines Modellprojekts eingerichtet und gemeinsam vom Sozialministerium und MDK wissenschaftlich begleitet worden seien, stelle sich die Frage, inwieweit stationäre und ambulante Versorgung vernetzt werden sollten. Das Ministerium werde das Ergebnis der Studie berücksichtigen und das Projekt fortsetzen unter der Bedingung, dass die Dokumentation der Behandlungsfälle noch strikter und patientenbezogener erfolgen solle und dass es eine zusätzliche psychologische Betreuung auf der Basis kognitiver Verhaltenstherapie geben werde. zusätzliche psychologische Betreuung auf der Basis kognitiver Verhaltenstherapie geben werde.
M Moser unterstreicht, die Begleitstudie belege, dass sich die Patienten aufgrund der stationären und ambulanten Behandlung unter subjektiven Gesundheitsaspekten besser fühlten. Umweltmedizinisch erkrankte Patienten unterschieden sich nicht hinsichtlich psychischer Auffälligkeiten und die Therapieerfolge könnten sich mit denen in der Rehabilitation messen.

Die beabsichtigte Aufnahme der Betten in den Krankenhausplan, nach der sich Abg. Eichelberg erkundigt, begründet M Moser unter Berufung auf die Empfehlung des Gutachters, der das Ministerium deshalb folgen werde, weil es kein ausgebildetes rehabilitatives Angebot auf diesem Gebiet gebe. Ihrer Ansicht nach mache es keinen Sinn, eine strikte Grenze in einem noch relativ neuen Bereich zu ziehen. Wenn man dieses Angebot aufrechterhalten wolle, sei eine kostenmäßige Absicherung der Betten notwendig.

Das Bestreben von Rehabilitationseinrichtungen, sich über den Krankenhausbedarfsplan abzusichern, sei verständlich, erwidert M Moser auf eine weitere Frage von Abg. Eichelberg, dem könne man jedoch nicht folgen, wenn dies nicht gerechtfertigt sei. Ob die Schmerzklinik nach Ablauf der Modellphase in den Krankenhausbedarfsplan aufgenommen werde, könne zurzeit noch nicht entschieden werden.

Es gebe keine facharztspezifische Ausbildung für den Bereich der Umweltmedizin, antwortet M Moser auf eine Frage von Abg. Vorreiter, man könne jedoch eine Zusatzqualifikation mit der Bezeichnung „Umweltmedizin“ im Rahmen einer von der Ärztekammer Schleswig-Holstein angebotenen Weiterbildung erwerben. Außerdem sei in Bredstedt der Spezialist für neurotoxische Erkrankungen tätig.


http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl14/aussch/sozial/niederschrift/2000/14-080_01-00.pdf

viewtopic.php?t=8392
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Das neue Behandlungskonzept in Nordfriesland

Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 17:39

Amazone schrieb am 30.11.2011, 16:06:25
Fachkliniken Nordfriesland gGmbH

viewtopic.php?t=6709


29. November 2011
Die Fachkliniken NF bei der Hospital Management Konferenz in Düsseldorf
Neue Entgeltsysteme für die Psychiatrie und Psychosomatik
der Anfang ist gemacht, was ist nun zu tun?

so hieß die Veranstaltung des Deutschen Krankenhaus Institutes, die am
am 07. November 2011 in Düsseldorf stattfand.
Die Fachkliniken Nordfriesland wurden durch Geschäftsführer Ingo Tüchsen vertreten. Er war eingeladen worden, über die Erfahrungen der Fachkliniken Nordfriesland mit der Einführung des Regionalen Psychiatriebudgets zu berichten.
Ein PDF des Vortrags erhalten Sie hier: PDF
Zu weiteren Informationen und einem ausführlichen Zwischenbericht über das Regionale Psychiatriebudget kommen Sie auf der Seite "Projekte".

Link zur PDF:
http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf">http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf">http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf">http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf

Osmanthus- sFachkliniken Nordfriesland gGmbH chrieb am 30.11.2011, 21:06:23
viewtopic.php?t=6709

Dort steht, Zitat:

Fachbereiche
• Allgemeine Psychiatrie
• Abhängigkeitserkrankungen
• Psychosomatik und Psychotherapie
• Psychosomatik mit Schwerpunkt Umweltmedizin

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf">http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf">http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf">http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf



Das Regionale Psychiatrie Budget
Die Entscheidung zum RPB wurde zwischen der Geschäftsführung und dem erweiterten Leitungskreises des Krankenhauses getroffen

Gründe hierfür waren:
• Die BAT-Schere, die die Arbeit am Patienten erschwerte.
• Das Entfallen der MDK-Prüfungen.
• Freiheit der „sinnvollen Behandlung“, ohne monetäre Zwänge.

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf">http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf">http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf">http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/RegPsyBud/FKLNF_2011-11-FKLNF_RPB_Vortrag_END_.pdf
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 17:40

Den letzten Bericht über die six-bed-station gab es Mitte August 2009

Zitat Mezzadiva im Strang "Wer hat Erfahrungen mit Umweltkliniken?" am 19.08.2009, 11:04:32


Kleiner Kurzbericht aus Bredstedt:

wer noch auf der Suche nach einer ausführlichen Befundung ist oder aufgrund seiner Symptomatik einen ständig greifbaren erfahrenen Umweltarzt braucht, für den ist die Klinik derzeit leider nicht zu empfehlen. In Bredstedt gibt es seit kurzem Probleme mit der umweltärztlichen Versorgung der Station. Sie suchen aber händeringend. Auf jeden Fall telefonisch ausführlich vorinformieren zu diesem Thema (Frau Nissen und Frau Manske nehmen sich Zeit und sind sehr freundlich).

Leider wird das Duftstoffverbot nicht streng eingehalten und die Raucherecken von Personal und der angeschlossenen Psychosomatik belasten die Luft der Umweltabteilung je nach Windrichtung massiv.

Ich bin extrem Raum-inkompatibel seit einigen Monaten und mir ging es dort in den 2 Wochen immer schlechter. Die Infusionen waren sicher nicht schlecht, haben meine Symptomatik aber nicht verbessert. Einige Mitpatienten mit sehr starken akuten Reaktionen waren ausschließlich auf die Hilde des Pflegepersonals angewiesen.

Wer hat Erfahrungen mit Umweltkliniken?
viewtopic.php?t=6746

Zitat Mezzadiva:

"ich war gerade in der Umweltklinik in Bredstedt. Dort wird keine Amalgamentgiftung gemacht. Allerdings geben sie u.a. Infusionen mit Alpha-Liponsäure, was dann bei mir einen unfreiwilligen Entgiftungsschub ausgelöst hat, an dem ich ganz schön zu knabbern hatte, möglicherweise ist er dafür verantwortlich, dass sich meine Gesamtverfassung in der Zeit verschlechtert hat."

http://www.symptome.ch/vbboard/amalgam-entgiftung/56852-umweltklinik-erfahrungen.html
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 17:53

Also lange Rede kurze Zusammenfassung:

Über geschickte Lobbyarbeit wird in Nordfriesland versucht auch aus MCS Patienten noch Kapital zu schlagen.

Zu vermuten ist, dass diese Verdienstquelle noch ausgeweitet werden soll, sonst würde man sich sicher wegen 6 Betten nicht so engagieren.

Die Behandlung von MCS in Nordfriesland ist überflüssig.

Mit dem Angebot, das der Geschäftsführer ja nun endlich beim Namen genannt hat, kann man keinem MCS Patienten helfen.

Was MCS Patienten in erster Linie brauchen ist eine schadstoffreie Wohn- Schul- arbeitsumgebung, schadstofffreie Ernährung, Kleidung.

Im Einzelfall können auch Nahrungsergänzungen bzw. bestimmte Diäten hilfreich sein.

Schrotschussbehandlungen, wie sie etwa Mezzadiva erlebt hat, sind nicht angebracht.

Was MCS Patienten brauchen, ist ein gut informierter Arzt in Wohnortnähe.

Was MCS Patienten brauchen, ist eine Möglichkeit auch eine Klinik in Wohnortnähe aufsuchen zu können.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 18:00

Vielleicht sollten sich MCS Patienten mal eine Kopie dieses Zitats hier an die Wand pinnen, zur Erinnerung, wenn sie mal wieder denken, dass man ihnen in Nordfriesland vielleicht doch helfen könnte:


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Beitragvon Juliane » Mittwoch 21. Dezember 2011, 18:03

Und für alle Umweltmediziner nochmal zum mitschreiben:


Die FKNLF haben psychologisches Behandlungsangebot.
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Beitragvon knick_knack » Freitag 23. Dezember 2011, 01:12

Hallo,

nicht das ich das gut heiße, doch vor dem Hintergrund dieser Aussagen von 08.2009:


[I]Der Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Umweltmedizin Dr. Christoph Mai, (neuer Chefarzt und Ärztlicher Geschäftsführer des Fachkrankenhauses Nordfriesland gGmbH, Bredstedt) führte zur Situation des Fachkrankenhauses Nordfriesland und der MCS-Patienten aus: Die ambulanten Behandlungskosten für das in der Umweltstation angewandte Desensibilisierungsverfahren, die sog. Miller-Technik, sei zu Anfang noch von der GKV bezahlt, dann aber aus dem Leistungskatalog gestrichen worden. Die Anzahl der im Verfahren einbezogenen Stoffe habe man daraufhin erheblich reduzieren müssen, damit die Patienten die 3 Jahre dauernde Behandlung überhaupt aus eigener Tasche finanzieren können. Die Effektivität des Verfahrens sei dadurch aber erheblich beeinträchtigt worden.

Daneben hätten sich auch noch andere rechtliche Änderungen nachteilig ausgewirkt. So sei bei Patienten, die nicht aus Schleswig-Holstein stammen, die Abrechnung von rund 20 % der Behandlungsfälle mit den Kostenträgern streitig. Es komme auch vor, dass die Bezahlung verweigert wird mit dem Argument, es seien keine Psychopharmaka verabreicht worden und die Behandlung daher von vornherein \\\"nicht aussichtsreich\\\" gewesen. Die wirtschaftliche Situation des Krankenhauses und die Motivation der Mitarbeiter befördere all das nicht.

Er stellt die Prognose, dass es bundesweit sehr schwer fallen werde, nur das gegenwärtige umweltmedizinische Leistungsangebot aufrecht zu erhalten, wenn es nicht gelinge, die medizinische Ausbildung zu verbessern und das Interesse des Ärztenachwuchses für die Umweltmedizin zu wecken. Umweltmedizin müsse Pflichtfach an den Universitäten werden und eben auch eine wirtschaftliche Perspektive bekommen.[/I]
(http://www.schattenblick.de/infopool/medizin/fachmed/mz1um202.html)

erklärt zumindest die Entscheidung.

Das dies für die Qualität der Anerkennung dieses Krankheitsbildes katastrophal ist, ist selbstredend, doch Kliniken können einfach keine Politik machen, das muss von anderer Stelle kommen...

Dies hat mir zumindest vor ein paar Tagen erklärt, warum eine umfangreiche Anfrage in 10.2010 meinerseits bezüglich meines Themas unbeantwortet blieb (was ich auch nicht gut heiße)...

LG
knick_knack
 

Das neue Behandlungskonzept in Nordfriesland

Beitragvon Juliane » Freitag 23. Dezember 2011, 01:35

Ganz einfach, knick_knack, dann soll man die 6 Betten jenen Patienten überlassen, die üblicherweise Psychotherapien brauchen.

Aber, wie du siehst, streckt man den Arm nach neuem Klientel aus. Und das war schlicht gesagt, sicher auch früher der Anlass dieses Klientel überhaupt zu berücksichtigen.
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Das neue Behandlungskonzept in Nordfriesland

Beitragvon Juliane » Mittwoch 4. Januar 2012, 12:08

fklnf.de


Therapeutisches Konzept
für die Behandlung von Menschen mit
Traumafolgestörungen
und Komorbidität
im Traumakompetenzzentrum Nord

Seite 13


Besonderheit "Duftstoffe": In der Klinik werden Patienten mit ausgeprägten Duftstoff-
Intoleranzen behandelt. Dieses betrifft auch häufig Patienten mit Traumafolgestörungen. Alle Patienten und Besucher werden daher gebeten, jede Art von Duftstoffen zu vermeiden (z.B. aus Parfüm, Rasierwasser, Deo, Haarspray etc.)*.


http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Psychosomatik/C4_Konzept_Trauma_Psychosomatik_11_2011.pdf
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Beitragvon Juliane » Freitag 6. Januar 2012, 11:48

Diese Studie der deutschen Kollegen kannten die Macher in Nordfriesland noch nicht:


Josef Bailer Michael Witthöft Christiane Bayerl Fred Rist
Journal of Psychosomatic Research
Volume 63, Issue 6 , Pages 657-661, December 2007


Schlüsse
Es wurde kein klarer Hinweis für gehäuftes Vorkommen traumatischer
Erfahrungen


Conclusion
No clear evidence was found for increased rates of trauma experience in IEI and SFD.


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18061757

viewtopic.php?t=16924
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Beitragvon Juliane » Freitag 6. Januar 2012, 20:00

Aus dem Konzet der Fachkliniken Nordfriesland gGmbH


Zitat:

2.2 Komorbidität

Die Folgen der Traumatisierung können vielfältig sein (AWMF 2011a). Deshalb sind die im

Rahmen von Traumafolgestörungen häufig auftretenden zusätzlichen Störungen in das Konzept

integriert:


.....................

Umweltmedizinische Erkrankungen (Multiple Chemical Sensitivity, Chronic Fatigue,

Elektromagnetische Sensitivität)

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Psychosomatik/C4_Konzept_Trauma_Psychosomatik_11_2011.pdf
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Das neue Behandlungskonzept in Nordfriesland

Beitragvon Juliane » Freitag 13. Januar 2012, 17:29

Therapeutisches Konzept
für die Krankenhausbehandlung von
Menschen mit
psychosomatischen Erkrankungen
Schwerpunkt Umweltmedizin


Verantwortlich für den Inhalt:

Dr. med. Christoph Mai, Chefarzt und Geschäftsführer

Ralf Tönnies, Leitender Therapeut

Dr. med. Susanne Steinlechner, Oberärztin

Dr. rer. nat. Anke Bauer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Stand:

Bredstedt, 30.11.2011


http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Umwelt/C2_Konzept_Psychosom_Schwerp_Umwelt_11_2011.pdf


viewtopic.php?t=16963
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Das neue Behandlungskonzept in Nordfriesland

Beitragvon mirijam » Samstag 14. Januar 2012, 00:57

Therapeutisches Konzept
für die Krankenhausbehandlung von
Menschen mit
psychosomatischen Erkrankungen
Schwerpunkt Umweltmedizin


[img]http://www.smilies.4-user.de/ablage/98/424.png[/img]
mirijam
 

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Beitragvon Kira » Freitag 12. Oktober 2012, 08:51

Dr. Christoph Mai:"Wir vermitteln unseren Patienten, dass sie insbesondere in ihrer Wohnung und vor allem im Schlafzimmer eine reizarme Umgebung schaffen, aber auch, dass sie sich wieder daran gewöhnen sollen, die übliche Umgebung mit Parfümen und anderen Reizen auszuhalten."

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/164838/index.html
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Probleme mit Zahnmaterialien-metallfrei

Beitragvon Brigitte » Freitag 12. Oktober 2012, 12:25

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dem Sonderkunststoff BioDentaplast,der bisher zusammen mit Wipo-Dur von der Firma Bredent hergestellt wurde.
Ich habe beides vor 5 Jahren als Ersatz für all meine Metallprothesen bekommen und war sehr zufrieden damit.
Leider ist die Produktion von Wipo-Dur eingestellt worden - ich erhielt bei Ausbesserungsarbeiten als Ersatz Opticol, den ich garnicht vertrug.
Ein Zahntechniker konnte noch eine Restposition Wipo-Dur besorgen - ich glaubte, alle Probleme seien gelöst - aber die Probleme gingen vor vorn los - heftige Unverträglichkeitsreaktionen.
Gibt es Mittel und Wege, diesen Stoff verträglich zu machen - ich weiß nicht mehr weiter. Brigtte
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Das neue Behandlungskonzept in Nordfriesland

Beitragvon bling.bling » Freitag 12. Oktober 2012, 13:38

Liebe Brigitte,
willkommen im Forum.
Dein Eintrag wäre in dieser Rubrik besser aufgekommen: http://www.csn-deutschland.de/forum/showboard.php?id=63

Kopiere ihn dorthin und der Admin wird den Eintrag hier löschen.

Liebe Grüße und frage uns, wir helfen Dir gerne,
Bling
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Beitragvon Kira » Montag 19. November 2012, 00:33

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Umwelt/C2_Konzept_Psychosom_Schwerp_Umwelt_11_2011.pdf
unter
1.3 Psychosomatische Störungen und umweltmedizinische Erkrankungen

Seite 5:
...... All diese Expositionen können zusammengenommen bei empfindlichen Personen zu umweltmedizinischen Erkrankungen führen....


Seite 6
......
"Ein Teil der umweltmedizinischen Patienten reagiert auf diese langen Zeiten körperlicher und psychischer Belastungen und Ungewissheiten mit seelischen Störungen.
Diese Patienten sind die Zielgruppe dieses Konzeptes und der Abteilung für Psychosomatikund Psychotherapie - Schwerpunkt Umweltmedizin - der Fachkliniken Nordfriesland."
......
"Die Ursachen der chronischer umweltmedizinischer Störungsbilder werden seit langem sehr kontrovers mit verhärteten Fronten diskutiert (Psychologie versus Toxikologie). Im Gegensatz zu dieser Kontroverse, gibt es mittlerweile deutliche Hinweise darauf, dass gerade das Zusammenwirken von Schadstoffen und körperlichen, sozialen und seelischen „Vulnerabilitätsfaktoren“ bei exponierten Bevölkerungsgruppen als Risikofaktor für die Entstehung und Erhaltung von chronischen umweltmedizinischen Erkrankungen zu werten ist. Daher arbeiten wir mit einem "Bio-Psycho-Sozialen Modell" umweltmedizinischpsychosomatischer Störungsbilder (Bartram et al. 2011)."
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Beitragvon Kira » Montag 19. November 2012, 00:34

Seite 20/21
http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Umwelt/C2_Konzept_Psychosom_Schwerp_Umwelt_11_2011.pdf
"Ergänzende kognitive verhaltensorientierte Verfahren sind insbesondere zur Therapie des Chronic Fatigue Syndroms entwickelt und bereits erfolgreich eingesetzt worden (Review von 21 Price et al. 2008: Evidenzstufe I).

Entsprechende therapeutische Konzepte existieren für umweltmedizinische Patienten oder MCS-Patienten bisher noch nicht. Methoden, die bei der Behandlung des CFS wirksam sind, sollen zukünftig an den Fachkliniken Nordfriesland in modifizierter Form in das therapeutische Konzept aufgenommen werden.

Die Wirksamkeit bei chemischen Intoleranzen und MCS ist bisher noch offen.

Aufgrund der Überlappung beider Syndrome und der Ähnlichkeit bei den Risikofaktoren und den Krankheitsverläufen wird eine Wirksamkeit von Fachgesellschaften vermutet....."
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Das neue Behandlungskonzept in Nordfriesland

Beitragvon Kira » Montag 19. November 2012, 00:34

Abbildung 2.7.2: Formen somatischer und psychosomatischer Sensitivität, die häufig gemeinschaftlich auftreten bzw. sich gegenseitig verstärken
Seite 25 http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Umwelt/C2_Konzept_Psychosom_Schwerp_Umwelt_11_2011.pdf

Seite 25/26
"Zwar sind neurobiologische Veränderungen dem Grunde nach „organische Störungen“, diese können jedoch mit „psychotherapeutischen Methoden“ beeinflusst werden. Vereinfacht gesagt, muss das Gehirn die erworbene Sensitivität wieder „verlernen“ und dies ist ein schwieriger und langandauernder Prozeß, der mit verhaltens- therapeutischen Maßnahmen gesteuert werden kann."
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Beitragvon Kira » Montag 19. November 2012, 00:35

[quote]
Seite 5:
...... All diese Expositionen können zusammengenommen bei empfindlichen Personen zu umweltmedizinischen Erkrankungen führen....[quote]

http://de.thefreedictionary.com/empfindlich
emp·fịnd·lich
Adj. emp·fịnd·lich
1. (≈ sensibel) so, dass man schnell gekränkt ist Sie ist eine empfindliche Person., Bei solchen Bemerkungen ist er sehr empfindlich.
2. (≈ sensitiv, reizbar) so, dass ein Körperorgan leicht gereizt wird empfindliche Augen/Haut
3. schmerzlich Sein Ausscheiden war ein empfindlicher Verlust für das ganze Team.
empfindliche Kälte (umg.) große Kälte
TheFreeDictionary.com Deutsches Wörterbuch. © 2009 Farlex, Inc. and partners.

http://www.fremdwort.de/suchen/empfindlich
empfindlich
Bedeutung: 1 fähig, sinnliche Reize wahrzunehmen; sehr, nicht empfindlich sein; empfindlich gegen Kälte, Wärme, Licht sein
2 auf physikalische, chemische Reize reagierend, sie anzeigend; ein sehr empfindliches Gerät
3 auf seelische Reize leicht reagierend, leicht verletzbar; sei bitte nicht so empfindlich; er ist allzu empfindlich
4 stark spürbar; eine empfindliche Strafe; es ist empfindlich kalt



Soviel zur Diskriminierung und Diffamierung schwer toxisch Erkrankter!!
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Beitragvon Kira » Montag 19. November 2012, 00:35

Aber ich gebe gerne Nachhilfeunterricht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gift

Als Gift (althochdeutsch Gabe) oder auch Giftstoff bezeichnet man einen Stoff, der Lebewesen über ihre Stoffwechselvorgänge oder durch Berührung oder Eindringen in den Körper (bereits in vergleichsweise geringer Dosis) einen Schaden zufügen kann. Ein allgemein in der Natur wirksamer schädlicher Stoff wird Umweltgift genannt.

Die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Erforschung von Giften, ihrer Wirkung und deren Behandlung beschäftigt, ist die Toxikologie. Sie befasst sich mit giftigen Stoffen und Stoffgemischen, Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen, mit den biochemischen Mechanismen der Giftwirkung und deren quantitativen Aspekten.

Der durch ein Gift angerichtete Schaden kann in vorübergehender Beeinträchtigung, dauerhafter Schädigung oder Tod bestehen. Bei anhaltender schädigender Gifteinwirkung spricht man von chronischer Vergiftung, bei einer Gifteinwirkung, die umgehend zu einer Schädigung führt, von einer akuten Vergiftung.

Als Gefahrstoffe sind Gifte eingeteilt in sehr giftig und giftig sowie gesundheitsschädlich (früher mindergiftig)..........

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Begriffsklärung
1.1 Toxizität (Giftigkeit)
1.2 Abgrenzung des Begriffs Gift
1.3 Giftwirkung für den Menschen
1.4 Beispiele unterschiedlicher Giftwirkung
2 Einteilung von Giften
2.1 Giftstoff als Gefahrstoff
2.2 Juristische Definition
3 Beispiele einzelner Gifte des Menschen
4 Einzelnachweise
5 Literatur
6 Siehe auch
7 Weblinks
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Beitragvon Kira » Montag 19. November 2012, 00:35

Und zur Erinnerung:
"Schadstoffe und Umweltmedizin –
diagnostische und therapeutische Ansätze"
http://www.mcs-cfs-initiative.de/jhv2002_binz.pdf


... davon will man aber nichts mehr wissen....
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Das neue Behandlungskonzept in Nordfriesland

Beitragvon Kira » Montag 19. November 2012, 00:36

Weiterer Nachhilfeunterricht:

http://www.wissen.de/lexikon/gift?keyword=Gifte
LEXIKON
Gift
lateinisch Venenum; Toxicum
jeder feste, gasförmige oder flüssige Stoff, der bei bestimmter Dosis im Körper Reizungen oder Schädigungen der Gewebe u.und Organe bewirkt, die zu Krankheit u.und Tod führen können. Praktisch wird sich allerdings jeder Stoff, der in genügend großer Menge zur Wirkung kommt, als G.Gift äußern; diese Wirkung ist von der Menge u.und der Empfindlichkeit des betroffenen Wesens abhängig. Man unterscheidet spezif.spezifischen Gifte nach der Art ihrer schädigenden Wirkung: Ätzgifte zerstören das Gewebe; betäubende Gifte wirken auf das Gehirn u.und seine Zentren; reizende u.und erregende Gifte steigern die Tätigkeit der Nerven, des Kreislaufs u.und des Stoffwechsels sowie die Verdauung; Blutgifte zersetzen das Blut. Gifte können von außen an oder in den Körper gelangen oder auch im Körper selbst entstehen durch Fehlleistungen des Stoffwechsels u.und Bildung giftiger Stoffwechselprodukte oder durch Tätigkeit von Krankheitserregern (Toxine).
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Das neue Behandlungskonzept in Nordfriesland

Beitragvon Kira » Montag 19. November 2012, 19:36

"Bei jedem Giftproblem wiederholt sich das Gleiche: ein Verständnis von Wissenschaft, dass – spätestens (!) – seit den 80er Jahren überholt war, überzeugt die Laien: die Journalisten, die Techniker, die Juristen, ja auch die Betroffenen zu deren Schaden.

Wir wissen seit den 80er Jahren, dass chronische Intoxikationen keine spezifischen Symptome kennen. Solche als Nachweis zu verlangen, ist nichts anderes als den Opfern ihre Recht zu entziehen. Wir wissen auch seit der 80er Jahren, dass Einzelstoffbewertungen abwegig sind. Es sind nur sehr selten Einzelstoffe, die zu toxischen Nervenschäden, Hyperreagibilitäten, chronischer Müdigkeit u. ä. führen. Hier den Einzelstoffnachweis als Nachweis der Schädigung zu verlangen, ist ebenfalls Rechtsbruch:............

Wer den Kausalitätsnachweis vorab fordert, handelt ohnehin entgegen die Gesetze (Stichwort: Gefahrenabwehr). Wer einen Nachweis fordert, der die Wirkung eines oder gar jedes dieser Stoffe im konkreten Krankheitsfall “bewiesen” haben will, hat haarsträubende Vorstellungen von Toxikologie. Solcher Unfug hat den Charme von Beihilfe zur Körperverletzung.
Ein solches Wissenschaftsverständnis ist aber das übliche Leitbild und es wird auch von diversen Gutachtern gepflegt........

Diese Denkweise ist letztlich der Grund, warum so viele Menschen irreversibel erkranken. Diese Menschen werden meistens ruiniert. Für die Gesellschaft ist das aber keine Kostenersparnis."
http://www.blog.dr-merz.com/?p=267
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Re: Das neue Behandlungskonzept in Nordfriesland

Beitragvon Kira » Sonntag 25. Januar 2015, 11:29

aus
Lexikon der Psychiatriekritik

von Dr. Hans Ulrich Gresch


Psychosomatische Störungen


Prolog: Alles psychisch?

Ein Mensch zum Arzt, er hat dies oder das. Der Doktor untersucht ihn. Er sagt, er könne so recht nichts finden, was für dies oder das verantwortlich sei. Doch so schnell gibt er sich nicht geschlagen. Wenn der Arzt nicht mit bloßem Auge sehen oder mit den Händen ertasten kann, was dem Menschen fehlt, so ist er heutzutage noch lange nicht aufgeschmissen. Moderne medizinische Apparaturen und Labore helfen ihm herauszufinden, worunter sein Patient leidet und woran es liegt.

Allein, nicht immer. Der Mensch kommt zum zweiten Termin, um die Ergebnisse der aufwändigen Tests und Durchleuchtungen zu erfahren, doch der Doktor zuckt nur mit den Schultern, nichts gefunden! Der Mensch schaut ihn ratlos an. So etwas hat der Arzt nicht gern. Niemand soll ratlos seine Praxis verlassen, unter dies und das leidend - ratlos nach wie vor, ohne eine Erklärung seines misslichen Befindens - auch wenn der Doktor mit seinem kleinen Mediziner-Latinum am Ende ist.

Also rückt sich der Mediziner hinter seinem Schreibtisch zurecht, nimmt eine aufrechte, stramme Positur ein, blickt seinem Patienten zugleich milde und streng ins Auge und spricht also: Es könnte etwas Psychisches sein.

Dies wird und muss auch dem Patienten einleuchten:
•Wenn weder der erfahrener Arzt, noch die modernen Apparaturen und Labore Licht ins Dunkel von diesem oder jenem, was den Menschen plagt, zu bringen vermochten,
•was denn, wenn nicht der ureigentliche Mensch, also seine Psyche, sollten wohl dafür verantwortlich sein, dass es ihm schlecht geht.

Und der Doktor hat ja auch nicht ewig Zeit. Also, Mensch, nimm den schwarzen Peter und gib wenigstens bis zur Chronifizierung Ruhe!

Fakten und Fiktionen ...

http://lexikon.ppsk.de/lexikon/krankhei ... stoerungen
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